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Den Blick auf das Gute lenkenInterview mit Anne Löwen

Anne Löwen hat schon als Kind von einem Leben als Großfamilie geträumt. Inzwischen ist sie verheiratet und hat vier Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Sie erlebte Zeiten der Überforderung, aber die 37-Jährige hat ihren Weg gefunden und ermutigt heute andere Frauen dazu, die Chancen und Herausforderungen des Alltags zu sehen und zu gestalten.

Anne, Sie sind sehr aktiv auf Instagram. Was ist Ihre Motivation?
Ich finde, dass die sozialen Medien tolle Möglichkeiten bieten, Ermutigung weiterzugeben. Man kann Menschen da erreichen, wo sie sind. Mir liegen die jungen Mütter sehr am Herzen. Ich kenne diese Momente, in denen man denkt: Ich mag nicht mehr! Kann mal jemand mein Baby nehmen? Wenn man dann fünf Minuten Zeit hat, möchte man etwas für sich machen und schaut vielleicht kurz bei Instagram rein. In der Situation möchte ich Müttern gerne etwas Hilfreiches anbieten wie: „Ja, es ist nicht immer einfach Mama zu sein, aber weißt du: Dieses und jenes ist auch schön daran.“ Oder: „Hej, nimm dir kurz Zeit und bete einfach mal. Bei Jesus findest du die Kraft!“ Nach einer solchen Auszeit kann man anders in den turbulenten Alltag zurückgehen.

Was sollte man beachten, wenn man Instagram nutzt?
Man muss wissen, wie man mit Social Media umgeht, aber ich finde, es gibt viele Vorteile, die man nutzen kann. Man wird inspiriert und inspiriert andere. Es ist wie bei allem: „Prüft alles, das Gute behaltet.“ Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass es auch eine reale Welt vor Ort gibt. Wenn man nicht aufpasst, kann man zu viel Zeit im Internet verbringen. Das bezieht sich auf alle Medienangebote. Man muss sich angemessene Zeitfenster einplanen. Für jemanden, der das nicht schafft, ist es vielleicht besser, so etwas nicht zu nutzen.

Gibt es Dinge, die Sie nie tun?
Ich verletze nicht die Privatsphäre meiner Kinder. Ich finde es schön, wenn man sieht, dass sie da sind, aber ich versuche, jedes Foto so zu machen, dass man sie nicht erkennt. Wenn meine Kinder irgendwann selbst in den sozialen Medien aktiv werden, können sie selbst entscheiden, ob sie etwas von sich zeigen wollen, und wenn ja, was. Bis dahin habe ich die Verantwortung, sie zu schützen.

Wie authentisch kann man in den sozialen Medien sein? Besteht nicht die Gefahr, nur Positives zu veröffentlichen und damit eine heile Welt zu inszenieren?
Ich bin absolut authentisch auf Instagram. Ich spiele keine Rolle und versuche nicht, irgendetwas zu vermitteln, was nicht da ist. Wer mich kennt, weiß das. Mir geht es nicht darum, schöne Geschichten von mir zu erzählen, sondern ich möchte weitergeben, was mir geholfen hat. Natürlich stellt man kein schlechtes, verwackeltes Bild online. Aber mir geht es nicht darum, unseren Familienalltag als heile Welt darzustellen, sondern ich möchte anderen sagen: „Ja, es ist herausfordernd als Mama. Aber diese oder jene Sache hilft mir. Vielleicht hilft sie dir auch.“
Ich schreibe auch an Tagen, an denen es bei uns absolut chaotisch zugeht und ich selbst gerade eine Lösung brauche. Manchmal ist es dann so etwas Simples, wie alle Kinder nach draußen zu scheuchen und zu sagen: „Wir machen jetzt einen laaaangen Spaziergang.“ Alle powern sich aus, und danach ist die Situation anders. Solche Erlebnisse teile ich dann auf Instagram.

Nutzen Sie einen Beauty-Filter für Ihre Videos?
Ich bin gegen Gesichtsfilter, denn sie verändern das Gesicht, sodass man dann fast barbiemäßig aussieht. Das finde ich nicht gut, denn damit zeigt man etwas, das es eigentlich nicht gibt. Ich habe früher diese Funktion genutzt. Irgendwann habe ich darüber nachgedacht, was dadurch passiert und was das für Folgen hat. Seitdem nutze ich sie nicht mehr und weise auch darauf hin, dass wir das nicht nötig haben. Wir dürfen unser Gesicht so zeigen, wie es ist, weil es von Gott gemacht ist

Hatten Sie schon immer vor, eine große Familie zu haben?
Ja, schon als Teenie habe ich gesagt, ich möchte vier Kinder haben. Das war eine der ersten Fragen, die ich meinem Mann gestellt habe, als wir unsere Beziehung gestartet haben. Ich weiß nicht, ob ich die Beziehung weitergeführt hätte, wenn unsere Vorstellungen zu weit auseinandergegangen wären. Aber er wollte tatsächlich auch vier Kinder. Wir sind sehr dankbar, dass Gott es so geführt hat. (…)

Dies ist ein Auszug aus dem Interview in Lydia 3/2021.

Text: Ellen Nieswiodek-Martin
Foto: Madeleine Weller

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