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Montag, 05.07.2021

Wegführung

Eine neue Herausforderung in meinem Leben ist seit einiger Zeit ein E-Bike. Begeistert bin ich darüber, dass es mich ganz leicht den Berg hinaufbringt. Durch die Unterstützung des Akkus fährt es sich fast mühelos. Nicht, dass ich gar nichts mehr tun müsste – nein, strampeln ist schon angesagt, ich bin noch beteiligt, meine Mithilfe ist gefragt. Es ist ja kein Motorroller. Aber ich muss eben nicht mehr alles tun.
So war ich vor einiger Zeit voller Elan unterwegs, fuhr eine Strecke, die ich noch nicht kannte. Es ging eine ganze Weile einen steilen Berg hinauf, gut geteert, so wie die meisten Wirtschaftswege hier im Westerwald. Doch dann hörte der schöne Weg auf und die Strecke bestand nur noch aus Schotterboden.
Ich hätte umkehren können, aber ich wollte ja weiter. Mein Rad rüttelte und es war nicht mehr gemütlich auf dem Sattel. Es dauerte eine ganze Zeit, bis ich wieder auf eine geteerte Straße kam. Um meinen Weg nach Hause etwas abzukürzen, fuhr ich geradeaus auf einen Waldweg zu. Der Weg war erst sehr gut zu fahren, ich sah Pilze links und rechts des Weges stehen, doch dann hörte der Weg plötzlich auf und ich landete auf einer Wiese. Ein Weiterkommen war schwierig, ich musste absteigen und mein schweres Rad schieben. Nach etwa zehn Minuten kam eine Bank, da pausierte ich erst einmal. Ab da gab es wieder einen befahrbaren Weg.
Als ich nach einer kurzen Rückfahrt wieder zu Hause angekommen war, dachte ich über meine Tour nach. Ich war dankbar, dass ich gesund und ohne Schaden zurückgekommen war. Doch dann kamen mir auch andere Gedanken: Ich hätte auf dem Weg bleiben können. Ich hätte auf die Wegweiser achten oder umkehren können, denn das Rad über die Wiese zu schieben, hat mich ganz schön Kraft gekostet.
Ist es in meinem Leben nicht schon oft so gewesen? Ich habe klare Wegweisungen, klare Richtlinien, die mir in der Bibel gezeigt werden, aber ich gehe eigene, selbst verschuldete Wege. Wie gut, dass mir in der Bibel gezeigt wird, dass ich umkehren kann, dass ich auch in der Bibel Wegweiser finde. Manchmal geht es nicht ohne Schmerzen und blaue Flecken. Viel zu oft kommt die Einsicht zu spät, den falschen Weg eingeschlagen zu haben.
Ich habe mir auf alle Fälle vorgenommen, bei meinen weiteren Fahrten auf die Wegführung zu achten, die mir in zweierlei Hinsicht den Weg nach Hause zeigt.

Heidi Schulte

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4 Antworten

  1. Danke, für diese Montagsgedanke Wegführung mit eBike. Auch ich habe seit Spätsommer 2017 einen eBike und ich fahre damit sehr leidenschaftlich gerne und viel. Ich bin dem Herrn sehr dankbar, dass ich trotz Schwierigkeiten immer und öfter durch Gottes Führung wohlbehalten zu Hause angekommen. Das ist meine Dankbarkeit

  2. Leider übersehen wir oft wichtige Wegweiser und haben die Konsequenz zu tragen. Herzlichen Dank für deine schönen Gedankengänge.

  3. Danke, für diesen schönen Bericht, liebe Heidi.
    Ich musste schmunzeln, haben wir doch mit unseren E-Bikes schon ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Hier im bergigen Ennepe-Ruhr-Kreis ist es auch eine Freude mit ,, Unterstützung" zu radeln.
    Schönes Gedankenspiel zu unserem Glaubensleben,. Ja, der HERR ist immer wieder gnädig und barmherzig wenn wir auf Abwegen sind. Seine Treue währet ewig !
    Herzlichen Gruß
    Uta

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