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Montag, 07.03.2022

Ins Wasser fällt ein Stein

Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, weiß man nicht, wie viele Kreise sich auf dem Wasser bilden. Manchmal sind es viele Kreise, die immer größer werden, ein anderes Mal gibt es wenige Kreise. Aber bevor der Stein ins Wasser fällt, weiß man das nicht.
Genauso ging es mir, als ich nach dem Gottesdienst eine Frau zu meinem Geburtstag einlud, der ich an diesem Tag erst das zweite Mal begegnet war. Sie war mit ihrem Mann zum Gottesdienst gekommen und ich unterhielt mich kurz mit ihr, bevor wir uns verabschiedeten. Sie war bereits an der Tür angelangt, als eine innere Stimme zu mir sagte: „Lade sie doch zu deinem Geburtstag ein!“ Da ich in diesem Jahr in einer Frauenrunde feiern wollte, passte das ganz gut. Also eilte ich ihr nach und lud sie spontan zu der Feier ein. Hocherfreut nahm sie die Einladung an. Dass damit ein Stein ins Wasser geworfen wurde, der viele Kreise ziehen sollte, wussten wir beide zu diesem Zeitpunkt nicht.
Mein Geburtstag kam und mit ihm die Frauen. Unter diesen Frauen befanden sich auch die spontan eingeladene Frau und meine beste Freundin. Die beiden stellten an diesem Vormittag bei Kaffee und Brötchen fest, dass die Frau in derselben Stadt Grundschullehrerin war, in der meine beste Freundin in eine christliche Gemeinde ging. Die Idee entstand, den Kindern in dieser Grundschule in der Nachmittagsbetreuung biblische Geschichten zu erzählen. Das war der erste kleine Kreis, der durch den Stein im Wasser entstand. Doch es sollten noch mehr werden. Die beiden Frauen blieben in Kontakt. In dieser Zeit erfuhr ich, dass Gemeindemitglieder und meine Freundin immer wieder versucht hatten, Kontakt zu der Grundschule aufzunehmen, aber immer wieder auf Ablehnung gestoßen waren.
Nun nahm die Frau die Idee der „Bibel AG“, wie das Projekt heißen sollte, zur Leitung der Grundschule mit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sie durchsetzen, dass Eltern während einer einwöchigen Projektwoche eine „Bibel AG“ anbieten durften. Voller Freude teilte die Frau meiner Freundin die Nachricht mit. Nun stand meine Freundin vor einem neuen Problem. Sie war kein Elternteil. Also musste ein Elternteil gefunden werden. Als sie im Gebet Gott ihr Problem schilderte, nannte er ihr den Namen einer Frau aus ihrer Gemeinde. Sie nahm Kontakt zu dieser Frau auf und es stellte sich heraus, dass deren Tochter diese Grundschule besuchte und sie auch dazu bereit war zu helfen. Noch ein Kreis war entstanden.
Und so wurden die Kreise immer mehr und größer. Zuerst war es nur der Impuls, eine mir fast unbekannte Frau einzuladen. Und dann entstand in einer Grundschule eine „Bibel AG“, in der die Kinder die beste Botschaft hören dürfen, die es gibt. Und welche Kreise dadurch entstehen, wissen wir nicht, aber Gott schon.
Seit diesem Erlebnis habe ich mir noch mehr vorgenommen, auf Gottes Stimme zu hören und das zu tun, was er mir sagt. Denn Gott allein hat den Überblick, und er wusste damals schon, was daraus entstehen würde. Wenn wir treu Gottes Aufträge erledigen, kann aus kleinen Dingen Großes werden.

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6 Antworten

  1. Vielen Dank für die tolle Geschichte und die Ermutigung. Das kann man in vielen Bereichen umsetzen. Ich verteile zum Beispiel gern evangelistische Kalender und Flyer, auch da weiß man nie, wer es bekommt, was daraus wird, aber Gott weiß es, denn sein Wort kommt nicht leer zurück.
    Toll auch die Gastfreundschaft, einfach machen und nicht zu viel darüber nachdenken, was die Frau jetzt denken könnte bei der Einladung und diese sowieso ablehnen wird etc.

    Viele Grüße

    Daniela Herb

  2. Das ist eine sehr schöne Geschichte, wie ein anfänglicher Gedanke/Impuls von Gott inspiriert, dem man folgt, Kreise ziehen kann. Ich finde es genial, was Gott machen kann, wenn wir nur hinhören. Ich durfte auch schon öfters solche Kreiserlebnisse erfahren und möchte ermutigen sich auf so ein Abenteurer einzulassen.

  3. Mir gefällt gut, dass Gabriele Emser von der besten Botschaft spricht, die es gibt. Was trägt sonst - angesichts von Leid und Zerstörung?

  4. Das ist eine wunderbare Geschichte. Es hat mich sehr berührt, wie Gott alles geführt hat.
    Sie gibt mir viel Kraft und Mut für mein Leben.
    Vielen Dank.

  5. Liebe Gabriele
    Wie wunderbar deine Geschichte ins Wasser fällt ein Stein zu lesen. Ich kenne diese Worte als Lied während meiner Jugendzeit und es ist immer wieder eine kostbare Erinnerung daran. Wie schön hast du deine Geschichte mit uns geteilt. Weiterhin viel Mut auf die Stimme Gottes zu hören und seine Liebe weiter zu geben.
    Gottes reichen Segen und liebe Grüsse
    Elisabeth

  6. Wunderbarer Bericht darüber, wie es sich auswirkt auf kleine Impulse ein zu gehen. Wie wichtig es ist, diese nicht für Einbildung zu halten.

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