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Montag, 07.08.2023

Dunkle

Gedanken

Heiß brennt die Sonne. Ich sitze auf einem Felsen am Meer, und meine Gedanken sind schwarz vor Trauer und Schmerz. Die Schönheit um mich herum ist fast unwirklich und tut meiner Seele weh. Was für ein Kontrast! Ein Freund liegt im Sterben, nicht weit von hier. Wo mögen seine Gedanken hinwandern? Zu Gott? Ich fühle mich so ratlos, leer, kann an nichts anderes denken, der Tod will mich gefangen nehmen. Bin ich ihm nicht schon oft begegnet? Bin ich nicht auch schon vom Tod umfangen? Wie viele Atemzüge noch? Ich weiß es nicht. Niemand von uns weiß es.

Wie kann man an einem so schönen, herrlichen Tag, mild und sonnig, an etwas so Endgültiges denken? Man kann, weil hinter dem Dunklen, Ungewissen, dem Sterben, eine neue, andere, strahlende Welt wartet, wo es tausendmal schöner sein wird als an diesem herrlichen Tag, den ich gerade hier erlebe, der aber auch wieder vorbeigehen wird.

Darum richte ich meinen Blick nach oben, in der Gewissheit, dass es mehr gibt als das, was ich gerade empfinde. Friede zieht in mein Herz ein. Friede kommt in mein trauriges Herz. In diesem Frieden bete ich und wünsche ihn auch meinem Freund. Wie gut, wenn wir mitten in allem Leid und Schmerz die Hoffnung aufkeimen lassen und unseren Blick erheben! So wird es hell in unserer Seele.

Friede erfüllt mein Herz.

Friede verdrängt den Schmerz.

Mein Blick geht zu dem, der Tod und Schmerz überwunden hat – Jesus Christus.

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2 Antworten

  1. Hallo Heidi, hallo an alle...
    Mir fällt zu diesen Montagsgedanken ein Bibelvers ein, als Jesus seine Jünger auf seinen bevorstehenden Tod hinweist und ihnen zusagt :
    " Ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit, aber ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen und eure Freude nimmt niemand von euch." Joh. 16:22
    Mitten hinein in unsere Trauer spricht Jesus von Freude. Von einer Freude, die uns niemand mehr nehmen wird....
    Welch eine tröstende Aussicht.
    Vielen Dank für diesen wertvollen Text dazu.

  2. Ich durfte in den letzten Stunden meiner hundertjährigen Mutter dabei sein. Sie hat den Namen ausgesprochen, als ob sie Jesus gesehen hätte. Wahrscheinlich hat sie ihn gesehen…danach hat sie zu mir gesagt: „ich sterbe und es ist gut, gib mir Deine Hand und lass uns beten.“ Diesen Frieden Gottes einer sterbenden Mutter mitzuerleben ist eine sehr ermutigende Erfahrung, für die ich unendlich dankbar bin.

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