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Montag, 01.10.2018

Das verlorene Portemonnaie

Mein Mann war von der Arbeit aus drei Wochen in China, also dachten sich meine beiden Jungs und ich: Fahren wir doch die Oma in Österreich besuchen! Da wir zu dieser Zeit in Deutschland lebten, schätzte ich diese Besuche in meiner Heimat sehr, vor allem, um meine Familie wiederzusehen.
Wir quartierten uns bei meiner Mutter ein. Zusammen mit ihr und meinen Schwestern verbrachten wir eine wunderschöne Zeit in Kärnten. Alles verlief gut und friedlich. Bis der letzte Tag kam.
Vormittags fing ich an alles einzupacken, da fiel mir auf, dass mein Portemonnaie weg war. Ich rannte zum Auto, um nachzusehen, ob es vielleicht dort lag, denn am Abend zuvor war ich noch schnell einkaufen gefahren. Leider nein. Meine Familie half mir bei der Suche. Wir schauten an jedem Ort bestimmt drei- oder viermal nach. Aber mein Portemonnaie samt Geld, Führerschein und Kreditkarten blieb verschwunden.
Mir wurde ganz anders und ich hatte die Befürchtung, es verloren zu haben oder noch schlimmer, dass es gestohlen worden sein könnte. Ich machte mir Vorwürfe, warum ich noch einmal einkaufen gefahren war oder warum ich alle wichtigen Dokumente in meinem Portemonnaie aufbewahrte. Doch es half ja alles nichts, jetzt war es schon geschehen.
Als ich zur Polizei fuhr, nahm ich meinen fünfjährigen Sohn mit. Normalerweise betet man ja gerade in solchen Notsituationen zu Gott um Hilfe, aber nicht einmal das konnte ich mehr, so durcheinander war ich. Deshalb fragte ich meinen Sohn, ob er für mich beten könne: „Bitte doch Gott um Hilfe, dass wir das Portemonnaie wiederfinden.“ Valentin sprach ein sehr süßes Gebet und mir wurde ganz warm ums Herz. Er betete nicht nur für das Portemonnaie, sondern auch dafür, dass es seiner Mami schnell wieder besser gehen würde.
Bei der Polizei angekommen, regelten wir erst einmal die Situation mit dem verlorenen Führerschein, damit ich meinen Mann vom Flughafen abholen konnte. Der Polizist machte mit meinem Sohn sogar noch eine kleine Tour durch die Wache, worüber Valentin sich riesig freute. Wir waren schon beim Hinausgehen, als ich einen Impuls verspürte, noch einmal nach meinem verlorenen Portemonnaie zu fragen – bestimmt zum hundertsten Mal an diesem Tag.
Der Polizist verschwand daraufhin in einem Nebenzimmer. Plötzlich rief er: „Wie sieht Ihr Portemonnaie aus? „Braun mit weißen Punkten.“ Dann kam er mit etwas Braunem mit weißen Punkten darauf heraus. Ich traute meinen Augen nicht. Es war tatsächlich mein Portemonnaie samt Inhalt!
Ein Mädchen hatte es vor dem Eingang eines Geschäftes gefunden und zur Polizei gebracht. Ich war fassungslos vor Freude und mir schossen die Tränen in die Augen. Ich bedankte mich und meinte zu meinem Sohn: „Ach Schatz, jetzt geht es Mami wieder besser. Dein Gebet hat geholfen, das Portemonnaie wiederzufinden.“

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5 Antworten

  1. So was ähnliches hatte ich auch erlebt gehabt. Darum habe ich versucht immer auf den HERRN im Gebet zu vertrauen. Meistens klappt es, aber selten ist schnell aufgeregt vor Sorgen.
    Gisela Geus

  2. In unserem Sizilienurlaub dieses Jahr durfte meine jüngste Tochter eine ähnliche Erfahrung machen.
    Wir waren am Meer und es gab eine recht starke Branding, die einen in Strandnähe schon von den Füßen holen konnte. Meine Töchter trugen beide Taucherbrilieb. Meine Jüngste nahm ihre ab und sie wurde ihr von der Brandung aus den Händen gerissen und verschwand...
    Meine Tochter war verzweifelt und fing an zu weinen. Wir hielten Ausschau, aber die Taucherbrille war nirgends zu sehen. Ich schlug vor, dass meine Jüngste doch Jesus um Hilfe bitten sollte. Sie jammerte, dass sie das schon getan hätte, aber dass es nichts genützt hätte. Ich hab sie gebeten noch Geduld zu haben. Und die größere Schwester und ich haben auch noch ein Gebet zum Himmel geschickt.
    Da plötzlich sah ich die Taucherbrille links von uns in der Brandung treiben. Es war noch ein kleiner Kampf sie zu erwischen, aber dann hatte meine Jüngste ihre Taucherbrille wieder geschenkt bekommen.
    Das war eine große Freude und wir dankten unserem Herrn von Herzen.

  3. Vielen Dank fuer die lieben Worte und wow, diese Geschichten sind einfach so ermutigend zu lesen. Wenn unsere Kinder hautnah erleben, das Jesus lebt und mitten in unserem Leben ist.

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