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Montag, 24.04.2023

Das Happiness-Projekt

Unerwartet hatte ich eine Steuer-Rückzahlung bekommen. So überlegte ich, was ich mit dem Geld machen sollte. Mir kam die Idee, ein „Happiness-Konto“ bei meiner Bank einzurichten. Bewusst wollte ich Gott darum bitten, mir zu zeigen, wie ich anderen damit eine Freude bereiten konnte. Ich war schon gespannt darauf, wie Gott das Geld in den nächsten Monaten verwenden würde.

Als Erstes kam mir eine Freundin in England in den Sinn, die zu der Zeit eine Chemotherapie durchmachte. Ihr ging es nicht so gut. So schickte ich ihr ein Mutmach-Paket. Gott erinnerte mich dann an ein Waisenhaus in Thailand, in dem ich vor ein paar Jahren ausgeholfen hatte. Schon seit einigen Jahren spielte ich mit dem Gedanken, dort ein Kind finanziell zu unterstützen, was ich aber immer wieder vor mich hergeschoben hatte. Ich beschloss, die Sache nun umzusetzen. So ist jetzt ein kleines Mädchen mit Namen Malee mein Patenkind.

Gespannt wartete ich, wie Gott mich weiter führen würde, um jemandem eine Freude zu bereiten. Es gab da eine Familie, die sich wegen Corona isolieren musste. Sie bekam ein Wellness-Paket zugesandt – ohne Absender. Kurze Zeit später musste ich mich einem operativen Eingriff unterziehen. Zum Abschied beschenkte ich das Pflege- und Ärzteteam als Dank mit einem Geschenkkorb.

Mit der Zeit veränderte sich etwas in mir. Das Geben fiel mir leichter. Es machte mir Freude, anderen eine Freude zu bereiten und zu sehen, wie Gott alles lenkte. In der Bibel steht: „Auf dem Geben liegt ein größerer Segen als auf dem Nehmen“ (Apostelgeschichte 20,35).

Nun neigt sich das Geld auf meinem „Happiness-Konto“ dem Ende zu und ich überlege, wieder einen neuen Betrag darauf zu überweisen.

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7 Antworten

  1. Diesen Beitrag fand ich sehr interessant. Zumal ich in Bezug auf das Schenken irgendwie verunsichert bin. Es passiert mir häufig, dass mir die Idee kommt, was ich einer bestimmten Person schenken könnte. Irgendwann habe ich angefangen diese Impuls in die Tat umzusetzen. Teilweise hatte ich dann aber das Gefühl, dass es nicht auf sehr viel Gegenliebe stieß. Es waren nie große Geschenke und auch nicht ständig. Mittlerweile habe ich von der Praxis Abstand genommen. Die Impulse ignoriere ich nun Teilweise. Eines ist mir aber auch aufgefallen, es gibt nicht viele Menschen, die schenken. Wer weiß, vielleicht war mit meinen kleinen Geschenken, eine Art Angst vor einer Verpflichtung es ebenso zu tun, verbunden. Was aber von mir nie so gemeint gewesen war. Ich habe die Impulse eher als Reden Gottes empfunden .

  2. Ich finde, wenn man schenkt, ohne etwas dafür zu erwarten, dann kommt es wirklich von Herzen. Im Auf und Ab des Lebens habe ich ganz liebe Geschenke empfangen, für die ich mich oft nur mit Worten bedanken konnte. Dafür schenke ich, wenn ich kann, gern etwas an Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, sie brauchen jetzt etwas. Es macht mich glücklich.

  3. Ja, liebe Frau Merkert, diese Praxis betreibe ich schon seit Jahrzehnten, mal mit mehr und mal mit weniger Gütern, aber meistens anonym damit die Beschenkten sich nicht verpflichtet fühlen, und ich muss mich damit nicht in den Mittelpunkt als Schenker stellen. Gott sieht es auch ohne Adress-Angabe. Desweiteren habe ich ebenfalls seit Jahren eine "Gefälligkeitsbank" Konto eröffnet, auf dem Geben und Nehmen nicht von ein und demselben Einzahler getätigt wird. Wer es jetzt grade braucht bekommt Hilfe, diese kann er zu gegebenem Zeitpunkt bei Not einem anderen zukommen lassen. Und das oft ohne einen Cent zu geben, einfach so, es funktioniert dank Gottes Hilfe.

    Viel Erfolg auch Ihnen bei Ihren guten Ideen und Taten.

    herzliche Grüße, Hannelore

  4. Liebe Angela,

    Danke für ihren Kommentar. Mir hilft es, wenn ich was verschenke das ich es ohne Erwartungen tue, Gegenleistung oder ein Dankeschön. Man weiß ja oft nicht was die andere Person zurzeit durchmacht. Beim Geben frage ich mich dann was Jesus an meiner Stelle gemacht hätte. So fällt mir das Geben leichter, ich gebe großzügiger und es macht mir viel Freude andere zu beschenken.

    Lieben Gruß ,

    Daniela

  5. Liebe Frauen,
    es ermutigt mich sehr, Eure Beiträge zu lesen. Ich erkenne, dass Gott auch anderen Impulse ins Herz legt Geschenke zu machen. Irgendwie dachte ich schon, mit mir sei was falsch.
    Eine Gegenleistung habe ich übrigens nie erwartet, dann kann man das Schenken gleich ganz lassen. Es soll von Herzen kommen und nicht an Verpflichtungen oder Erwartungen gebunden sein.
    Ich werde mich dennoch jetzt mit der Praxis des anonymen Schenkens auseinander setzen. Vielleicht ist das ein eher gangbarer Weg.
    Einmal habe ich einer Freundin ein Buch geschenkt. Sie hat darin deutlich das Reden Gottes gesehen. Ein Tag zuvor war sie in einer Buchhandlung und hat dort eben dieses Buch gesehen und es aus finanziellen Gründen nicht gekauft. Für mich war der Impuls damals eindeutig. Die Freude
    war bei uns beiden sehr groß. Solche Erfahrungen machen Mut und erfrischen die Seele.

    Herzliche Grüße
    von
    Angela

  6. Vor etlichen Jahren war ich sehr krank.
    ich hatte Burnout und es fiel mir sehr schwer unter Menschen zu sein.
    Ich konnte auch keinen Besuch empfangen.
    Es gab aber eine Schwester, die mich immer wieder überrascht hat, mit kleinen Geschenken mit Bibelstellen.
    In meinem Briefkasten lag Mal Schokolade, eine Tulpe 🌷 im Frühjahr und eine Rose im Sommer und vieles mehr.
    Ich habe mich sehr gefreut, dass sie an mich gedacht hat!!!

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