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Montag, 24.09.2018

An Gottes Herzen

In Zeiten von Überforderung, sorgenvoller Schlaflosigkeit und gesundheitlicher Belastungen bat ich meinen Mann früher oft scherzhaft, mich doch in einen Brustbeutel zu packen und nahe an seinem Herzen zu tragen. Er lachte dann.
Die Vorstellung, warm und sicher wie ein Baby am Herzen meines Mannes zu ruhen und seinen Herzschlag zu hören, dabei den Rest der Welt und alles Belastende auszublenden, fand ich himmlisch.
Ich würde einfach nur ich selbst sein, mein Bedürfnis nach Wärme und Nähe, die Sicherheit und Geborgenheit auskosten. Denn ich wäre nicht zuständig. Für gar nichts. Und wenn ich Lust hätte, würde ich vielleicht mal ganz vorsichtig aus meinem Brustbeutel herausschauen. Und wenn nicht, dann war es auch gut.
Das war meine Sehnsucht: Abgeben und mich einfach nur um mein überfordertes und verletztes Herz kümmern – oder besser: andere kümmern lassen und vertrauen, dass ich nicht allein für alles zuständig war. Auch meine Wunden und meinen Schmerz ansehen – ohne schlechtes Gewissen.
Doch gestern schenkte Jesus mir ein neues Bild:
Ich ruhte am Herzen meines Gottes und sein Herzschlag schenkte mir unendliche Ruhe und Sicherheit, Wärme und Liebe, in einer kaum fassbaren Fülle und Intensität. Wenn ich aufschaute, traf mich ein Blick aus den liebevollen, gütigen Augen meines Schöpfers, der verständnisvoll, voller Stolz und Wertschätzung, aber auch mit Fürsorge und Anteilnahme auf mich blickte.
Tief in meinem Herzen vernahm ich eine Stimme, die mir zusprach: „Du bist bei mir in Sicherheit. Komm zur Ruhe und lege deine Ängste und Sorgen, deinen Schmerz und deine körperlichen Lasten vertrauensvoll in meine Hände. Ich will dir helfen und dein Herz mit allem füllen, was du brauchst. Du darfst sicher sein: An meinem Herzen ist immer Platz für dich – um zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Alle Lasten dieser Welt kannst du getrost bei mir ablegen.“
Dieses Bild will ich fest in meinem Herzen bewahren und die Einladung meines Gottes nicht nur in notvollen Zeiten annehmen.
Gott in meinem Herzen – ich ruhend an seinem Herzen. Himmlisch! Meine persönliche Oase in der Überlastung des Alltags, bei dem, der Himmel und Erde erschaffen hat. Dem Gott, der besser weiß als ich selbst, was ich gerade am nötigsten brauche und der mich unendlich liebt.

"Danke" an die Autorin

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14 Antworten

  1. Vielen Dank für diese ermutigenden Worte! So liege ich bis gerade eben noch aufgeregt und besorgt über meinen bevorstehenden ersten Arbeitstag im Bett und lese: Gott der Schöpfer, sorgt sich um mich und trägt alle meine Lasten! ...ich fühle mich nun gestärkt und beruhigt! Gott gebührt die Ehre!

  2. Ich habe genau das kurz gedacht, als ich heute morgen gebetet habe: Mein Kopf an die Brust meines VaterGottes gelehnt. Das ist ein Bild, was ich öfters bete und wo ich mich kurz ausruhen kann. Schön, ich habe mich gefreut, als ich das heute gelesen habe.

  3. Ja ,in Gottes Hand ,an seinem Herzen.
    Nur mit diesem Gedanken bewältige ich mein Leben.
    Immer wenn meine Gedanken u meine Sorgen mich nicht zur Ruhe kommen lassen dann lege ich alles in seine Hände und lasse los.
    In meinem Leben sind viele Menschen die ich sehr liebe u um die ich mich auch oft sorge,aber bei keinem kann ich mich so geborgen fühlen und so vertrauen wie bei Gott.

  4. Genau so habe mich heute gefühlt. Einfach total erschöpft. Die heutigen Montagsgedanken holten mich direkt dort ab. Gott schaut gütig und wertschätzen d auf mich. Ich darf zu r Ruhe kommen. Ich bin es ihm wert, bei Überforderung und Überlastung, einfach inne zu halten. Wie wunderbar!!!!

  5. Nichts könnte mich in meiner jetzigen Situation mehr ansprechen, wie diese Zeilen. Vielen Dank dafür. Wir sollten nicht vergessen, dass Gott uns liebt.

  6. Ich danke Gott von Herzen.
    Am Samstag ist mein Bruder mit 58 Jahren gestorben und nur Gottes Wort und seine spürbare Fürsorge tragen mich.
    Und dann dieser Text!!!!---Jesus lässt mich nie im Stich-wie wunderbar und beruhigend!

  7. Ich bin so froh, dass ich so eine Schwiegertochter habe, die durch alles Krankheitsleid durch Jesu Gnade nun andere noch trösten kann. Ich durfte auch erfahren, was für ein liebevoller Herr Jesus ist.(Meine Schwiegertochter ist Dorothee Kowalke)

  8. Ich bin so froh, dass ich Dorothee Kowalke als Schwiegertochter habe. Trotz Krankheit darf sie die Nähe des Herrn erfahren und dadurch ander Menschen trösten. Dafür binichsehr dankbar dem Herrn.

  9. Das ist so wohltuend. Ich fühle mich geborgen. Es ist so schön, unserem himmlischen Vater so nahe sein zu können. Danke für diese liebevolle Erinnerung. Nach einem anstrengenden Tag tut der Zuspruch einfach nur gut.

  10. Danke für die Erinnerung daran, dass wir uns in Gottes Armen geborgen wissen! Als Ergänzung dazu fällt mir das Lied von Sefora Nelson ein: "lege deine Sorgen nieder, leg sie ab in meine Hand" Halleluja, wir sind niemals alleine!

  11. Eben habe ich im Gebet Gott um ein Zeichen der Hoffnung gebeten und danach noch die Montagsgedanken gelesen. Wow, die Hoffnung fiel direkt in mein Herz. Danke an Dorothee Kowalke. Gott segne Sie.

  12. Der Text von Dorothee Kowalke ist einfach fuer mich! ich danke hertzlich. Wenn auch alles um uns unsicher wird, so schenkt uns der Vater tiefe Geborgenheit.

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