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Birte Rottmann

Ich bin sicher

Mein Mann und ich gehören zu „24/7-Prayer Daadetal“; einem gemeinnützigen Verein, der vor drei Jahren ein Gebetshaus in Daaden eröffnet hat. Der Gedanke, einen Ort zu schaffen, an dem Gott Tag und Nacht angebetet werden und man sich mit Christen unterschiedlicher Gemeinden zu Gebet und Austausch treffen kann, begeisterte uns – und Gott ebnete den Weg für dieses Projekt.

Ich liebe besonders die offenen Treffen an den Montagabenden, doch heute ziehe ich mich alleine in den kleinen Gebetsraum zurück. Das Zimmer ist liebevoll und ansprechend eingerichtet, ein großes Kreuz ragt in der Mitte vom Boden bis zur Decke auf, und eine Wand hängt über und über voller Zettel, Bilder, Bibelverse, Gebetsanliegen. Das Durcheinander in meinem Kopf zurückzudrängen und mich auf Gott zu konzentrieren, fällt mir nicht leicht. Ich knie mich vor das kleine Bänkchen und beginne, im 1. Buch Samuel zu lesen: „Samuel wuchs in der Gegenwart des Herrn auf.“ (1. Sam 2,21b) Meine Güte, wie macht man das? Ständig in der Gegenwart des Herrn sein? Ich bin mir bewusst, dass mir das nicht immer gelingt, und das deprimiert mich.

Ich rede mit Gott und beginne aufzuschreiben, was mir dabei helfen könnte, in seiner Gegenwart zu leben: beispielsweise morgens den Tag mit ihm durchzusprechen und mich auch in den kommenden Stunden von ihm führen zu lassen, statt alles allein zu regeln. Ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass er wirklich bei mir ist; möchte für seine Impulse offen sein und sie nicht dickköpfig ignorieren, weil ich grad keine Lust habe, mich etwa um die Person zu kümmern, die unerwartet um die Ecke kommt (bzw. die Gott mir über den Weg schickt). Und abends nochmal zu überlegen, wofür ich dankbar sein kann, hilft bestimmt auch. Ich nehme mir all das vor, aber ich weiß, dass das nicht so einfach ist und ich es schon oft nicht geschafft habe.

Beim Beten zucke ich immer wieder zusammen, weil ich kurz davor bin, einzunicken. Schließlich schaue ich die CDs durch. Irgendwie geistert mir die ganze Zeit der Satz „Ich bin sicher“ durch den Kopf – eine Textzeile aus dem gleichnamigen Lied der Outbreakband. Wäre schön, wenn ausgerechnet diese CD hier zu finden wäre... Und tatsächlich, da entdecke ich sie! Sobald die Klänge den Raum erfüllen, steigen mir Tränen in die Augen. Musik erreicht mich immer ganz tief drinnen. Eine Mischung aus Sehnsucht und gleichzeitig Geborgenheit bei Gott breitet sich in mir aus. Ganz langsam und behutsam schreibe ich „Ich bin sicher“ auf einen Zettel und hänge ihn zwischen die Gebetsanliegen an die Wand.

Nach zwei weiteren Liedern verlasse ich den Raum, fast eine halbe Stunde später, als ich eigentlich geplant hatte. Ich wurde beschenkt mit einem unerwartetem Erlebnis – einem Anhalten, zur Ruhe kommen und Neuausrichten auf Gott. Verändert ging ich wieder zurück in den Alltag: dankbar, ruhig und begleitet von dem wohltuenden Gedanken „Ich bin sicher“.

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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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