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Sarah Mittelstädt

Vor verschlossener Tür

Mit Gott unterwegs zu sein fühlt sich oft an wie eine Achterbahnfahrt. Es geht durch Höhen und Tiefen, aber es bleibt immer spannend. So wie neulich mit unserem Auto. Ich fuhr gerade meinen Sohn zur Schule, als sich plötzlich meine Fahrertür öffnete. Erschrocken hielt ich das Auto an und versuchte die Tür zu schließen, aber das Schloss wollte einfach nicht einrasten. In der Nacht war es sehr kalt gewesen, vielleicht war irgendetwas eingefroren? Ich sah nach der Verriegelung, konnte das Problem aber nicht beheben. So versuchte ich es mit der Innenraumverriegelung. Immerhin schloss die Tür dadurch so weit, dass nur ein kleiner Spalt offen blieb und ich weiterfahren konnte.

Recht verspätet kamen wir an der Schule an. Ich parkte das Auto und ließ den Motor laufen, während wir beide aus dem Auto stiegen und die Türen hinter uns zuschlugen. Als ich versuchte, den Schulranzen aus dem Kofferraum zu holen, traute ich meinen Augen kaum: Der Kofferraum blieb verriegelt. Hastig sprang ich  um das Auto herum und versuchte es mehrmals an jeder Tür— keine davon ließ sich öffnen. Nun lag der Schulranzen im Auto, ebenso meine Handtasche mit dem Handy. Fassungslos starrten wir auf unser Auto, dessen Motor immer noch lief. „Mama, ich komm zu spät zur Schule! Ich brauche meinen Ranzen! Was machen wir denn jetzt nur?“ Mein kleiner Sohn war völlig aufgebracht. Ich schickte ihn in den Unterricht und versprach, ihm den Ranzen zu bringen, sobald ich das Problem gelöst hatte.

Ehrlich gesagt hatte ich keinen Schimmer, wie ich aus dieser Misere herauskommen sollte. In mir stieg Panik hoch. Was sollte ich nur tun? Den Hausschlüssel hatte ich zwar in meiner Tasche und zuhause hing auch der Zweitschlüssel des Autos, aber zu Fuß würde das einfach zu lange dauern. In der Zwischenzeit konnte wer weiß was passieren. Vielleicht ging das Auto ja plötzlich doch auf und dann konnte jeder mit unserem Wagen und meinen ganzen Papieren einfach davonfahren. Das war ja die reinste Einladung zum Diebstahl!

Meine Verzweiflung wuchs von Sekunde zu Sekunde. Völlig überfordert stand ich wie versteinert vor dem Auto. In meiner Not schickte ich ein Stoßgebet Richtung Himmel: „ Herr, ich brauche jetzt ein Wunder. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll! Bitte schicke du deine Engel und öffne mir die Türen dieses Autos.“ Ich hatte ja schon einiges mit Gott erlebt, aber um so ein Wunder zu beten, fand ich schon recht kühn. Doch außer meinem himmlischen Vater konnte mir gerade niemand aus dieser ausweglosen Situation helfen. Voller Vertrauen sein übernatürliches Eingreifen zog ich am Griff der Fahrertür. Sie bewegte sich kein Stück!  Dann versuchte ich es schwungvoll mit der nächsten Tür – und hielt sie plötzlich regelrecht in der Hand. Sie hatte sich tatsächlich geöffnet! Schnell kletterte ich durchs Auto nach vorne, zog den Schlüssel ab, öffnete damit die Zentralverriegelung und holte den Schulranzen aus dem Kofferraum.

Gerade noch rechtzeitig kam ich im Klassenzimmer an und drückte den Ranzen meinem verdutzten Sohn in die Hände. „Ich habe gebetet, dass Gott seine Engel schickt und das Auto aufschließt, und dann ging deine Tür plötzlich auf!“

Dieses Erlebnis war für mich so überwältigend, dass es mich noch lange zum Nachdenken gebracht hat. Gott hat mein Gebet um ein Wunder erhört und dadurch meinen Glauben gestärkt, ihn um noch größere Wunder zu bitten. Denn es gibt noch so viele verschlossene Türen in meinem Umfeld…

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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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