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Leonie Hoffmann

Den schickt der Himmel!

Lange und kräftezehrende Monate lagen hinter mir, in denen ich „mein dunkelstes Kapitel“ noch einmal aufgeschlagen hatte, um die Erinnerungen in Worte fassen und zwischen zwei Buchdeckel binden zu können. Monate, in denen es neben meinem Vollzeitjob nur noch mein Buchprojekt gab. Ich hatte für nichts anderes mehr Zeit und Nerven – auch nicht für meinen neuen Partner, den mir Gott nach meiner zerstörerischen Beziehung geschenkt und mir dadurch gezeigt hatte, wie wahre Liebe wirklich aussieht. Nur äußerst selten konnte ich mich am Wochenende dazu überwinden, einmal ein paar Stunden Pause zu machen und etwas mit Felix zu unternehmen. Unter der Woche saß ich nach meinem normalen Arbeitstag bis nachts am Laptop und schrieb. Doch kein einziges Mal machte er mir ein schlechtes Gewissen oder forderte mehr gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit ein. Stattdessen stand er zu einhundert Prozent hinter mir und hielt mir den Rücken frei.

Während ich beim Aufschreiben meiner Geschichte dem Schrecken meiner Vergangenheit noch einmal nahe kam, staunte ich neu über das Wunder, nach all dem, was ich mit einem Mann erlebt hatte, nun wieder in der Lage zu sein, jemanden zu lieben und ihm zu vertrauen. Ein Wunder, das Gott in meinem Herzen bewirkt hatte, und das nur möglich gewesen war mithilfe eines Mannes, der so ist wie Felix. Ja, so und nicht anders hätte er sein dürfen, damit ich es wagen konnte, mein Herz noch einmal zu öffnen.

Ich wurde überrollt von einer tiefen Liebe und Dankbarkeit, die in dem konkreten Wunsch mündete, zu dieser Liebe auch ganz offiziell vor Gott und der Welt „Ja“ zu sagen. Ich spielte mit dem Gedanken, Felix einen Antrag zu machen. Die perfekte Gelegenheit dazu hatte ich auch schon im Kopf: meine geplante Book-Release-Party, auf der ich mit allen Freunden und Wegbegleitern nicht nur meine Buchveröffentlichung, sondern auch mein wiedergewonnenes Leben feiern wollte.

Passend zu dem Buchcover, auf dem ein Löwe – in Anspielung auf Jesus, den Löwen von Judah, der für mich gekämpft hatte –  abgebildet ist, suchte ich nach einem Löwenring für meinem „Löwenmann“ im Internet. Schließlich hatte auch er so stark für mich und mit mir gegen die Schatten der Vergangenheit gekämpft. Der Ring sollte eine humorvolle Geste und nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht sein, deshalb wollte ich kein Vermögen dafür ausgeben. Aus diesem Grund wurde leider nicht fündig. Ich verwarf die Idee vorerst wieder und rang, je näher die Party rückte, vielmehr mit der grundsätzlichen Frage, ob ich den Antrag tatsächlich durchziehen und Felix womöglich zuvorkommen sollte. Vier Tage vor der Feier legte ich einen Fastentag ein und brachte mein Anliegen noch einmal vor Gott: „Jesus, wenn der Impuls mit dem Antrag von dir kam, dann bitte bestätigte mir das. Und bitte deutlich, denn bei so einer wichtigen Entscheidung brauche ich definitiv dein ‚Go‘!“

Am Abend desselben Tages schickte mir meine Mutter ein Foto über WhatsApp – mit einem silbernen Löwenring. Ich traute meinen Augen nicht. Er sah genau so aus, wie ich ihn mir vorgestellt hatte! Dabei hatte ich niemandem von meinem Vorhaben erzählt. „Schau mal, den habe ich beim Aufräumen gefunden. Ich glaube, er ist von deiner Uroma. Vielleicht willst du ihn am Samstag anziehen?“, schrieb sie dazu. Wieder einmal verschlug mir Gott die Sprache.

Am Ende der Veranstaltung machte ich Felix dann tatsächlich einen Antrag. Unter begeistertem Jubel meiner Freunde kam er völlig überwältigt auf die Bühne und sagte Ja. Und der Ring passte wie angegossen! An diesem Abend feierten wir nicht nur den Abschluss meines dunkelsten Kapitels, sondern den endgültigen Sieg der Liebe über den Schmerz. Den Sieg der Wunder über die Wunden.

Leonie Hoffmann erzählt ihre ganze Geschichte im Buch „Überwunden“.
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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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