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Roswitha Wurm

Das Wellness-Wunder

Fröhlich singend waren meine drei Kinder und ich unterwegs zu meinen Eltern. In meinem Herzen war ich so richtig glücklich über meine lebhafte und gesunde Kinderschar, nachdem wir einige Krankheiten überstanden hatten. An einer roten Ampel blieb ich hinter einem Kleinbus stehen. Plötzlich hörte ich einen Knall und bemerkte mit Entsetzen, dass unser Van in das Vorderauto gestoßen war. Wie war das nur möglich, wenn mein Auto doch gerade noch gestanden hatte? Da schrie schon mein mittlerer Sohn, der im Fond des Wagens saß: „Autsch, Mama, ein rotes Auto ist von hinten in uns geknallt!“

Da standen wir nun mit unserem eben noch heilen Auto, eingeklemmt und eingedrückt zwischen zwei Autos. Unser demolierter Wagen begann zu rauchen. Eilig stieg ich aus und holte meine Kinder heraus. Rasch war nicht nur eine schaulustige Menschenmenge rund um uns, sondern auch eine heftige Diskussion unter den Unfallgegnern entbrannt. Nur ich stand so unter Schock, dass ich gar nichts sagen konnte. Auch meine Kinder waren ganz still.

Die Unfallverursacherin erklärte uns zum wiederholten Mal, dass sie als Ärztin nach einer 25-Stunden-Schicht am Steuer eingeschlafen wäre. Eine Viertelstunde später war ihr Anwalt am Unfallsort, der von mir verlangte, dass ich bestätigte, dass mir und meinen Kindern nichts geschehen wäre und ich auf Polizei und Rettung verzichten würde. Es sei ja nichts geschehen. Den Schaden am Auto würde die Versicherung seiner Mandantin übernehmen. In meinem Schock befolgte ich alle seine Anweisungen. Mein mittlerweile am Unfallort eingetroffener Mann brachte uns nach Hause. Erst da bemerkte ich die starken Schmerzen in der Halswirbelgegend. Die Diagnose lautete „verschobene Halswirbel und Peitschenschlagsyndrom“. Den Kindern war zum Glück nichts passiert. Doch mich plagten wochenlang starke Kopfschmerzen.

Mehr noch als die Schmerzen nagte an mir die Ungerechtigkeit, die mir der Anwalt der Unfallsverursacherin angetan hatte. Wie konnte er nur meinen Schockzustand so ausnutzen? Wozu war das alles passiert? Warum hatte ich jetzt solche Schmerzen, aber keinen Anspruch auf Schadensersatz, um damit eine Therapie zu bezahlen? Fragen über Fragen, die ich im Gebet an Gott richtete.
Eine Woche nach dem Unfall bot mir eine Werbedame in einem Supermarkt ein neues Milchprodukt an. Auf ihre mehrfache Aufforderung hin nahm ich den Joghurt und packte ihn in meinen Einkaufswagen. Zuhause bemerkte ich, dass sich ein Gewinncode auf der Innenseite des Bechers befand. Man musste den Code per SMS einsenden. Wenige Augenblicke später bekam ich eine Nachricht: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Hauptpreis gewonnen. 5 Tage Wellnessurlaub in einem Thermenhotel für 5 Personen.“

Zunächst dachte ich an einen Scherz. Doch bald schon fuhren mein Mann, meine drei Kinder und ich in diesen Erholungsurlaub, den wir uns nie hätten leisten können. In der Therme bekam ich dann noch obendrein einige Behandlungen für meinen Rücken geschenkt. Das tat meinen Schmerzen im Halswirbelbereich gut. Aber noch viel mehr meinem inneren Schmerz über die Ungerechtigkeit, die mir widerfahren war. Wir fühlten uns alle wie Königskinder. Und das sind wir ja auch. Es stimmt, was in Psalm 54,6 steht: „Ich weiß, Gott ist mein Helfer! Ja, der Herr gibt meinem Leben Halt!“ Und er tut heute noch Wunder. Unser Wellness-Wunder werden wir wohl nie vergessen!

 

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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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