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Dorothee Kowalke

Meine rosaroten Boots

Endlich Auszeit! Mein Mann und ich verbrachten ein verlängertes Wochenende in Holland, um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen und aufzutanken. Er ist im Beruf oft sehr eingespannt und ich hatte einige gesundheitliche Baustellen, die auch mir viel Kraft abverlangten. In der darauffolgenden Woche stand ein wichtiger Termin in der Uniklinik an, der uns Sorgen bereitete, und daher waren wir dankbar, diese Zeit einrichten zu können.

Am Meer und in unserem kleinen Bungalow verlebten wir sonnige und erholsame Tage. Der kleine malerische Ort lud zum Bummeln und einem Kaffeebesuch ein. Nur musste ich mit meiner Kraft doch immer sehr haushalten. Viele Geschäfte durchstöbern oder kilometerlang zu laufen fiel mir sehr schwer und so überlegte ich gut, wie weit und in welches Geschäft ich überhaupt wollte.

Schon auf dem Rückweg zu unserem Auto, blieb ich abrupt vor einem kleinen Geschäft stehen, das mich auf unerklärliche Weise anzog. Im Schaufenster lagen neben Accessoires, Schals und modischen Kleinteilen keine Dinge, die mich angesprochen hätten, daher schaute mein geduldiger Mann recht verständnislos drein. Ich wusste selbst nicht einmal, warum es mich so in diesen Laden drängte. Also ging ich kurzerhand hinein – und erst da entdeckten wir eine kleine Passage, die bis zur anderen Straßenseite führte. Lauter Boutiquen und am Ende ein kleines Schuhgeschäft.

Nun muss ich dazu sagen, für mich passende Schuhe zu kaufen ist schon ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur meine Einschränkung beim Laufen, sondern auch meine Größe 36 erschweren es zunehmend. Meist fahre ich frustriert ohne ein passendes Paar nach Hause. Da sah ich sie – rosarote Boots! Mein Mann warf mir einen erstaunten Blick zu und ich begriff. Vor unserem Kurzurlaub hatte ich in einem Nachbarort ein Paar rosa Boots entdeckt, das mir ungemein gefiel. „In Größe 36 gibt es diese Schuhe leider nicht!“, hatte uns die Verkäuferin auf Nachfrage erklärt. Enttäuscht waren wir nach Hause gefahren und so hatte ich Gott gebeten, mir doch vielleicht in unserem Hollandurlaub ähnliche Schuhe in meiner Größe zu zeigen.

Jetzt standen wir vor dem Podest mit den rosa Boots – nicht mit Ähnlichen, nein! Es war die gleiche Marke und zuoberst stand das Paar in Größe 36. Selbst mein Mann schüttelte ungläubig den Kopf und staunte.

Ich saß da und konnte vor lauter Rührung meine Tränen kaum zurückhalten. Wie Gott sich doch um die kleinsten Wünsche kümmert! Seine Liebe und Fürsorge breitete sich wie eine wärmende Decke um mich. Am Morgen hatte ich in meiner Andacht folgenden Bibelvers gelesen: „Endloses Hoffen macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch schenkt neue Lebensfreude.“ (Sprüche 13,12)

Und so war es auch. Denn sie passten und jedes Mal, wenn ich sie nun trage, werde ich an Gottes Liebe erinnert und das Wissen: Er kümmert sich um die kleinsten Herzensanliegen. Ich bin wichtig und wertvoll für ihn. Solche himmlischen Geschenke geben Hoffnung und eine tiefe Zuversicht, die mein ängstliches und sorgenvolles Herz gerade in diesem Moment so sehr brauchte. Gott sagt liebevoll zu mir: Ich sehe dich und bin immer bei dir – vertrau mir!

 

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Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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