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Roswitha Wurm

Diebe, ein Serienunfall und ein Wunder

Die Dämmerung hatte den Winterabend in eine ruhige, friedliche Stimmung gehüllt, als wir vergnügt von unserem Zirkusbesuch heimwärts fuhren. Die Herzen unserer Kinder waren erfüllt von den Attraktionen der Jongleure, Artisten und Clowns. Müde, aber fröhlich, stiegen wir aus unserem Auto und beeilten uns in die warme Wohnung zu kommen. Doch welches Durcheinander mussten wir da erblicken? Eine sperrangelweit offen stehende Terrassentür, herausgerissene, durchwühlte Schubladen –  während unserer Abwesenheit hatten unliebsame Eindringlinge in unserem Heim gewerkt!

In jener Nacht schliefen wir nicht besonders gut. Vor allem unsere Kinder hatten doch erhebliche Angst, dass der Einbrecher wiederkommen könnte. Am nächsten Morgen stellte dann irgendjemand als erstes die Frage: „Warum hat Gott uns diesmal nicht bewahrt?“

Unsere Terrassentür war durch den Einbruch schwer beschädigt. Da wir uns aber in der Zeit um den Jahreswechsel befanden, war die zuständige Reparaturfirma auf Betriebsurlaub. Auch an unserer Wohnungstür war manipuliert worden. Technisch betrachtet waren wir bis zur Reparatur nicht mehr sicher in unserer Wohnung. Sollten wir die Einladung lieber Freunde, sie zum Jahreswechsel ein paar Tage in den Bergen besuchen zu kommen und uns von dem Schrecken zu erholen, annehmen? Dies bedeutete, alles zurückzulassen im Vertrauen, dass nicht noch mehr Schaden angerichtet würde. Wir entschieden uns für den Kurzurlaub und fuhren an einem eiskalten Morgen los.

Nachdem wir schon einige Zeit auf der vom Schneeregen glatten Autobahn unterwegs waren, krachte es plötzlich vor uns und wir sahen uns drei Autowracks gegenüber, die kreuz und quer über die Fahrbahn verteilt waren. Mein Mann versuchte zu bremsen, als ich mich zu den Kindern umwandte. Ich sah, wie ein Auto in rasender Geschwindigkeit auf das Heck unseres Autos zu bretterte. Mit Entsetzen rief ich den Namen unseres Sohnes, der ganz hinten in unserem Kleinbus saß und schon hörte ich einen ohrenbetäubenden Knall.

Erst nach und nach begriffen wir, dass das Auto neben unserem in die Leitplanke gedonnert, auf uns zugeschleudert und eine Handbreit vor unserem Wagen plötzlich zum Stillstand gekommen war. All dies passierte innerhalb von Sekunden.

Wir befanden uns in einer denkwürdigen Situation: in einem Serienunfall unversehrt – als hätte eine Schutzwand um uns gestanden. Mitten im Chaos stand unser dunkelrotes Auto zwischen Wracks, Glassplittern, zerbrochenen Nummerntafeln und Autoteilen. Gott hatte unsere Familie auf außergewöhnliche Weise bewahrt.

Als der Schnee geschmolzen war, fanden wir in unserem Garten, über den die Einbrecher mit ihrer Beute geflohen waren, das kleine, silberne Kreuz, das ich als Kind von meiner Tante geschenkt bekommen hatte. Es war den Dieben auf ihrer Flucht aus den Händen gefallen. Bis heute erinnert es uns daran: Auch wenn uns manches nicht gefällt, wir es nicht verstehen und zweifeln: Gott bleibt auch im größten Chaos immer an unserer Seite. Sollte denn dem Herrn etwas zu wunderbar sein? (1. Mose 18,14)

Roswitha Wurm
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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

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