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Montag, 30.04.2018

Was wäre, wenn genug mehr wäre?

Was wäre, wenn ich ganz okay wäre, so wie ich bin? Was, wenn ich mich nicht dauernd nach mehr ausstrecken müsste? Wenn ich im „Genug“, statt im „Mehr“ zu Hause wäre und dafür dankbar sein könnte? Was, wenn mir Gott genug gegeben hätte?
Unsere Gesellschaft will uns immer wieder lautstark einreden, dass wir mehr brauchen. Noch mehr Kleider und noch mehr Geräte, die uns den Alltag erleichtern sollen. Du solltest noch mehr Leistung bringen, die Nachbarin tut es ja auch. Du brauchst mehr Bio im Kühlschrank, und frischer Kuchen macht sich gut. Ein gepflegtes Äußeres, fit und schlank, die zwei Schwangerschaften muss man dir ja nicht ansehen. Mehr Zeit für andere haben, Zeit für einen Kaffee hat man doch immer und ein offenes Ohr kostet nichts. Und ja, noch mehr Wellness-Urlaub, das Leben ist ja so voll!
Und in der Kirche höre ich Folgendes: Du brauchst mehr Liebe, du hast zu wenig Geduld, die Kinderstunde braucht eine Leiterin wie dich. Wenn du es nicht machst, macht es niemand, und Irene muss wieder einspringen. Wenn du nur mehr Fröhlichkeit hättest und Dankbarkeit dazu – was hast du schon zu jammern? Mehr Bibelstudium, persönliche Anbetungszeiten, mehr Mut, ein offenes Haus für deine Freunde und jene, die dich brauchen. Die Kinder brauchen dich, als Mutter bist du unersetzlich. Was noch? Mehr Herz für die Verlorenen, Spenden für die hingegebenen Missionare und ein Patenkind in Indien.
Was wäre, wenn ich ganz okay wäre, so wie ich bin? Was, wenn ich mich nicht dauernd nach mehr ausstrecken müsste? Wenn ich im „Genug“, statt im „Mehr“ zu Hause wäre und dafür dankbar sein könnte? Was, wenn mir Gott genug gegeben hätte?
Was wäre, wenn meine Interessen und Vorlieben von Gott kämen und anders aussähen als die der anderen? Was, wenn ich einmalig wäre? Wenn ich meine Begabungen endlich entdecken dürfte und damit Gott und mir selbst eine Freude machen würde? Was, wenn Gott mir bereits alles gegeben hätte, was ich brauche, um mir ein Leben in einer gesunden Balance zu ermöglichen? Was wäre, wenn das übernatürliche Leben so viel natürlicher wäre, wenn ich Jesus beim Bibellesen und Beten endlich hören könnte und daraus der Mut fließen würde, mal wieder etwas Neues zu wagen?
Was, wenn das Leben so einfach wäre? Nur Gott und ich – ganz natürlich, ganz privat? Hätte da nicht wieder viel mehr Platz?

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