Sonntag, 23.08.2026

Nur wer leuchtet, wird rechtzeitig

gesehen!

Es ist ein heißer Sommertag und mein Mann und ich befinden uns auf der Autofahrt durch die Schweiz. Einmal mehr sind wir ergriffen von der liebevollen, kreativen Handschrift unseres Schöpfers. Dankbarkeit über die Schönheit des Landes, in dem wir leben dürfen, erfüllt unsere Herzen. An einer roten Ampel halten wir an.

Dort hängt es. Am Straßenrand. Schlicht und einfach, und doch eindringlich: ein Plakat von der BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung), das sofort meine volle Aufmerksamkeit fordert. Auf pechschwarzem Hintergrund steht ein neongelber Leuchtmarker mit Gesicht. Der Text dazu lautet:

"Nur wer leuchtet, wird rechtzeitig gesehen!"

Dies ist die zentrale Botschaft der BFU, die mit einer Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr wirbt. Die Botschaft ist klar und deutlich: Wer sich als Fußgänger, Fahrrad- oder Motorfahrradfahrer passend kleidet, wird von den anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen.

Nur wer leuchtet, wird rechtzeitig gesehen.

Ich muss sofort an einen Vers aus der Bibel denken. Jesus richtete die folgenden Worte an die Menschenmenge damals, sowie in diesem Moment auch an mich persönlich:

"Ihr seid das Licht der Welt – wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können. Niemand versteckt ein Licht unter einem umgestülpten Gefäß. Er stellt es vielmehr auf einen Lampenständer und lässt es für alle leuchten. Genauso lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen." Matthäus 5,14-16 (NLB)

Die Parallele zwischen dem Plakat und dem Bibelvers trifft mich mitten ins Herz. Nur wenn wir Christen leuchten, werden wir gesehen. Nur wenn wir leuchten, können wir in der Dunkelheit dieser Welt einen Unterschied machen. Unsere guten Taten sollen vor den Menschen leuchten, damit alle sie sehen können.

Die Frage an mich lautet: Leuchte ich? Leuchten meine guten Taten? Will ich mich überhaupt so leuchtend sichtbar machen, oder ist es bequemer, mich unauffällig durch diese Welt zu bewegen? Bin ich bereit, aufzufallen und einen Unterschied zu machen, damit andere das Licht sehen und ich sie auf die Quelle des Lichts, auf Gott, aufmerksam machen kann?

Die Worte der Werbekampagne klingen auch am folgenden Tag noch in mir nach.

Ich habe mich entschieden, heute ganz neu zu leuchten, damit die Menschen um mich herum das Licht der Welt – Jesus Christus – sehen und erkennen.

Du möchtest noch mehr Geschichten von Frauen hören, die ermutigen und Hoffnung machen? Dann komm am 26. September zum Lydia-Frauentag nach Marburg. Alle Informationen findest du hier.

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3 Kommentare

  1. Bei den heutigen Montagsgedanken, denen ich zustimme, ist mir ein Text von Henry Newman in den Sinn gekommen, den ich allen zur Verfügung stellen möchte:
    „ Ich bete dich an, oh, mein Gott, als das wahre und einzige Licht. Bleibe bei mir, und ich will anfangen, selbst Licht zu werden und anderen zu leuchten. Alles Licht kommt von dir, von mir nur Dunkelheit. Du willst andere durch mich erleuchten. O könnte ich dich so verherrlichen, wie du es am meisten liebst, indem ich alle diejenigen erleuchte, denen ich begegne. Gib ihnen dein Licht. Lehre mich dein Lob, deine Wahrheit und deinen Willen verkünden. Lass mich dich verkünden durch die beseligende Fülle deiner Liebe.“

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