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Montag, 29.07.2019

Regen in Israel

Wieder einmal fliegen mein Mann und ich mit einer kleinen Gruppe nach Israel. Wir erwarten Sonne, Wärme und richtig schönes Wetter, wie es bisher bei jeder unserer Reisen der Fall war.
Schon am ersten Tag, als wir in der Nähe von Tel Aviv im Mittelmeer schwimmen wollen, ist es windig, bedeckt und kühl. Niemand hat Lust, bei diesem Wetter ins Wasser zu steigen. Schade!
Am nächsten Tag fahren wir nach Jerusalem. Inzwischen hat es sich so abgekühlt, dass die meisten von uns drei Schichten Kleidung übereinander anziehen. Außerdem regnet es immer wieder. Manchmal so stark, dass wir uns unterstellen.
Am Tag darauf besichtigen wir einige interessante Orte in Bethlehem. Zwischendurch schüttet es. Ebenso am dritten Tag auf der Fahrt zum See Genezareth. Der Regen strömt sogar ein bisschen in unseren Bus hinein. Eine geplante Wanderung ins Taubental können wir bei diesem Wetter leider nicht machen, alles ist matschig und nass.
Die Stimmung in unserer Gruppe ist inzwischen etwas getrübt. Da sagt auf einmal der älteste Teilnehmer unserer Gruppe etwas, das mir unter die Haut geht: „Wisst ihr, das ganze Jahr beten wir dafür, dass Israel genug Regen bekommt. Wir wissen ja, wie sehr die Menschen darauf angewiesen sind. Aber wenn wir gerade mal da sind, dann soll es natürlich nicht regnen!“ Das sitzt.
Diese treffende Aussage hilft uns allen, nicht in Selbstmitleid und Undankbarkeit zu fallen. Und mich beschäftigt sie noch weiter. Vielleicht sollte ich meine Gebete öfter mal hinterfragen. Könnte es sein, dass Gott auch mich meint, wenn ich um neue Motivation in der Gemeinde bete? Oder für neue Mitarbeiter? Vielleicht will Gott manchmal auch mein Geld verwenden, wenn ich um Hilfe für bedürftige Menschen bete?
Ich merke, dass ich ein großes Lerngebiet vor mir habe, und bin dankbar für diese erste Lektion. Dankbar bin ich aber auch für die drei anschließenden trockenen und wärmeren Tage in Israel. Gott macht es gut!

Elisabeth Malessa

"Danke" an die Autorin

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2 Antworten

  1. Ich war dieses Jahr auch in Israel und habe neu danken gelernt für Regen- eben weil er oft so notwendig ist - notwendiger als schönes Wetter für eine schöne Reise.
    Und dann war Sonnenschein einfach ein tolles Zusatzgeschenk von Gott - einfach so.

  2. Danke für diese Montagsgedanken.
    Ich habe gerade Ähnliches erlebt, nicht in Israel, aber zu Hause.
    Seit Wochen leidet unser Garten und alle Felder und Gärten um uns herum an der Trockenheit und Hitze in Südbaden.
    Am Samstag hatte ich zu einem Sommerfest anlässlich meines runden Geburtstags in unseren Garten eingeladen.
    Am Nachmittag war klar, wir brauchen einen Plan B, es war Regen angesagt, der auch kam.....
    Ich war zunächst enttäuscht, aber wir feierten ein schönes Fest im Gemeindehaus.

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