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Montag, 29.05.2023

Dankbar?!

Seit über einer Woche kämpfe ich mit einer heftigen Erkältung. Starker Husten, Halsschmerzen und Schnupfen quälen mich und lassen mich auch nachts nicht richtig zur Ruhe kommen.

Ich hatte mir für diese Tage einiges vorgenommen, aber nun liege ich die meiste Zeit im Bett. Die Gedanken kreisen. Ich merke, dass ich ganz schön ungeduldig bin und kaum erwarten kann, wieder gesund zu sein. Immer wieder fällt mir der Bibelvers ein: „Seid dankbar in allen Dingen!“ (1. Thessalonicher 5,18) Und dazu eine Geschichte über einen Pastor, der, nachdem er ausgeraubt worden war, noch einiges fand, wofür er dankbar sein konnte.

Das will ich ausprobieren und merke schnell, dass ich auch in meiner momentanen Situation für vieles dankbar sein kann:

Es ist die erste Erkältung seit über einem Jahr. Auch wenn sie mir schwer zu schaffen macht, hat die Ärztin festgestellt, dass die Lunge frei und der Hals nicht eitrig ist.

Ich habe Medikamente bekommen, die mir etwas Erleichterung verschaffen.

Ich habe gerade keine wichtigen Termine und so Zeit zum Genesen.

Dankbar bin ich auch dafür, dass ich weiß, dass viele für mich beten und dass ich so viel Zeit habe, für andere zu beten.

Ich habe Zugang zum Internet, das mir gute Predigten und Vorträge direkt ans Bett „liefert“.

Mein Mann erledigt die nötigsten Dinge im Haushalt und kauft ein.

Unsere sieben Kinder sind erwachsen. Es ist niemand mehr im Haus, um den ich mich auch im kranken Zustand kümmern müsste.

Ich darf in einem bequemen, warmen Bett liegen. Dass das nicht selbstverständlich ist, wird mir bewusst, als ich den Bericht einer Jüdin lese, die sich in einem ausrangierten Hühnerstall vor den Nazis versteckte und dort eine Lungenentzündung bekam. Unvorstellbar!

Es ist nur eine Erkältung!

Und Gott, mein himmlischer Vater ist da, bei mir, jeden Augenblick. Er hat mein ganzes Leben und auch diese Erkältung in seiner Hand. Er sorgt für mich. Ihm gilt mein Dank.

Dankbar für diese Zeit bin ich nicht. Aber dankbar sein für vieles während dieser Krankheitsphase, das möchte ich lernen.

Elisabeth Malessa

"Danke" an die Autorin

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6 Antworten

  1. Liebe Elisabeth,
    du schreibst genau in meine Situation. Es ist Pfingstmontag und wir wollten heute für ein paar Tage nach Mannheim auf die Bundesgartenschau... Und jetzt lieg ich mit einer Erkältung zuhause im Bett.... Die Koffer gepackt, Auto startklar und nun? Leicht könnte ich bitter werden, bei dem herrlichen Wetter zuhause bleiben, viel im Bett liegen... Aber es liegt bei mir für was ich mich in dieser Situation entscheide .... Enttäuscht und traurig zu sein oder den Blick zu wenden?
    Das Hotel können wir kostenlos stornieren, heute Abend holen wir uns was leckeres zum Essen, ich werde heute entspannt lesend und schlafend den Tag verbringen und mich freuen dass mein Körper sich bald wieder erholt hat 😊.
    Denn... Denen die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen!!!
    Liebe Grüße Susanne Wagner aus Dinkelsbühl

  2. Danke für diesen ehrlichen Bericht, den wohl viele ähnlich kennen. Wie schnell sind wir doch dabei uns nur um uns im Kreis zu drehen und zu jammern wenn wir nur eine Erkältung haben. Es fällt mir dann auch oft schwer die guten Dinge dabei um mich herum wahrzunehmen und dankbar dafür zu sein. Das möchte ich gerne in Erinnerung behalten. Gott ist so groß uns hat alles in seiner Hand.

  3. Der letzte Absatz ist der Beste und Wichtigste!
    Wir sind ja alle keine Masochisten und wollen uns auch nicht seelisch verbiegen.

  4. Herzlichen Dank für den ermutigenden Beitrag.
    Er hilft mir, meinen Blick auf die Dinge zu richten, für welche ich dankbar sein kann. Wenn ich Dinge aufschreibe, für die ich dankbar bin entdecke ich auch in schwierigen Lebenssituationen immer wieder Gottes Segensspuren in meinem Leben u seine fürsorgliche Liebe für mich.

  5. Das ist ein lebenslanger Lernprozess. Seit bald 40 Jahren leide ich an Rheuma und habe immer wieder Schmerzschübe. Und jedes mal buchstabiere ich daran, auch mitten im Leiden Dankbarkeit zu üben. Nicht dankbar für das Leiden, sondern trotz Schmerzen. Und jedes mal staune . für wie vieles ich noch danken kann. Und das wichtigste für mich ist, dankbar sein für Jesu riesengrosse Liebe zu mir, die immer gilt und mich durchträgt. So wunderbar ist Gott, auf jedem Schritt ist er mit dabei.

  6. Liebe Elisabeth, auch ich lerne gerade „trotzdem“ dankbar zu sein. Auch ich hatte Pläne gemacht und vieles vor. Jetzt bin ich durch einen Sturz aus allen Plänen herauskatapultiert worden und darf geduldig sein und bin dennoch dankbar das ich keine Operation benötige, das Alles so wieder mit Ruhe und Zeit verheilen wird und das ich dadurch mehr Zeit für ihn, den Herrn habe. Das hatte ich mir ja gewünscht wenn auch nicht auf diesem Weg. Danke für diese Ermutigung. Sie kam genau zur rechten Zeit. Der Herr segne Dich und gute Besserung. Alles Liebe Danielle

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