Regelmäßig staune ich darüber, in welchen Situationen wir Gott sehen und hören können. Es ist noch nicht lange her, da hatte ich folgendes Erlebnis:
Mein Sohn wollte ein Computerspiel spielen und hatte alles dafür vorbereitet. Um den Bus in dem Spiel lenken zu können, musste er das Lenkrad am Schreibtisch befestigen. Alles war bereit. Doch als er endlich loslegen wollte, funktionierte es nicht. Nichts ging, egal, wie oft er den Startknopf betätigte. Mein Junge, der sich so auf das Spiel gefreut hatte, verzweifelte fast.
Auf meinen Vorschlag hin überprüfte er mit meiner Unterstützung alle Kabel, doch wir konnten keinen Fehler entdecken. Nun wussten wir keinen Rat mehr und baten den Papa um Hilfe. Nach einem kurzen Blick sagte er nur: „Das Lenkrad ist nicht am Strom angeschlossen.“
Wir wollten es nicht wahrhaben – wir hatten doch schon alles überprüft! Aber als wir ein zweites Mal hinsahen, stellten wir fest: Es stimmte, es war kein Strom drauf. Das Kabel lag ganz dicht, aber eben trotzdem lose am Netzteil. Auf den ersten Blick hatten wir es nicht bemerkt. Und doch: Die Verbindung fehlte.
Ich musste daraufhin unweigerlich daran denken, dass es bei mir oft ähnlich läuft. Manchmal scheint im Leben alles schief zu laufen. Die Unzufriedenheit wächst und der Frieden im Herzen geht verloren. In manchen Situationen muss ich dann feststellen, dass es daran liegt, dass meine Verbindung zu Gott gestört ist. Auf den ersten Blick mag alles gut aussehen, doch bei genauerem Hinsehen merke ich: Ich bin nicht mehr mit Gott verbunden. Deshalb ist es so wichtig, darauf zu achten, dass der Kontakt zu Gott nicht unterbrochen wird, um seine volle Kraft im Leben zu spüren und gestärkt den Alltag zu erleben.
Doch was tun, wenn die Verbindung dennoch verloren geht? Was tun, wenn ich keinen guten Kontakt zu Gott habe? Dann schiebe ich „den Stecker wieder fest ins Netzteil" und lasse mich neu von Gott füllen.
2 Kommentare
wohl wahr, muss ich mir immer wieder neu buchstabieren obwohl ich auf "die Nase" falle
Vielen Dank für die wertvollen Gedanken! Diese Verbundenheit ist in unserer anspruchsvollen Zeit sehr wichtig!