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Montag, 08.07.2024

Das Leben ist schön ... dass es einfach ist, hat niemand gesagt

Ja, das Leben ist schön und manchmal auch schön anstrengend, arbeitsreich und fordernd. Aber es ist eben auch schön. Es ist immer entscheidend, aus welcher Blickrichtung ich das Leben mit all seinen Herausforderungen betrachte und lebe.

Es ist früh am Morgen und der Tag noch jung. Ich schaue aus dem Fenster meines Arbeitszimmers, eigentlich tue ich das täglich. Getreu dem Motto „Der frühe Vogel …“ habe ich mich zeitig an den PC gesetzt und die Stille des beginnenden Tages genutzt, um kreativ arbeiten zu können. Wieder richte ich meinen Blick zum Fenster, und da sitzt er tatsächlich, der frühe Vogel.

Eine kleine Kohlmeise schaut mir munter entgegen und ich muss schmunzeln. Es gibt ihn ja tatsächlich, diesen kleinen Piepmatz, von dem häufig die Rede ist! Für einen kurzen Augenblick sehen wir uns an. Mein kleiner Besucher ist neugierig, geschäftig hüpft er auf der Fensterbank hoch und runter. Sicherlich ist er hungrig, die Natur deckt seinen Tisch und wir Menschen manchmal auch. Dieser kleine Vogel ist abhängig von dem, was er täglich findet, denn säen und ernten kann er nicht. Auch wenn er sein Futter suchen muss – und das ist sicherlich nicht immer einfach –, wird er doch satt, da bin ich mir sicher. Auch in der Bibel wird an die Vögel gedacht: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch“ (Matthäus 6,26).

Wie viele Dinge beschäftigen mich täglich, fordern meine ganze Aufmerksamkeit. Da sind die Anforderungen und Sorgen, die täglich ankopfen und das Leben erschweren, Termine, die eingehalten werden müssen … Die Liste ist lang. Ja, das Leben ist nicht immer einfach und die Leichtigkeit gleicht einem Augenblick. Ich laufe Gefahr, mich nur um mich selber zu drehen und den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

Da schaue ich wieder auf den Vogel und denke an das Bibelwort. Die Vögel können nichts zu ihrem täglichen Lebensunterhalt beitragen und doch werden sie reichlich vom Schöpfer bedacht und ernährt. Für ihr Leben und ihren Bedarf ist bestens gesorgt, von Gott höchstpersönlich. Wie viel mehr denkt er an mich?

Dankbar für den frühen Vogel am Morgen, bringe ich wieder neu alle meine Sorgen und Anforderungen dieses Tages im Gebet zu meinem Gott. Er sieht alle meine Bedürfnisse, weiß um meine Belastungen und will für mich sorgen. Mein kleiner Besucher hat ohne sein Wissen meine Blickrichtung verändert. Er verabschiedet sich und fliegt munter in den Tag, freut sich seines Lebens. Auch ich nehme beschwingt meine Arbeit auf, sie ist nicht weniger, aber durch dieses Erlebnis leichter geworden. Das Leben ist schön, und wenn es auch nicht immer einfach ist, denke ich an den frühen Vogel. Ich werde ausreichend versorgt mit allem, was ich gerade brauche, mein Herr denkt an mich. Dank sei Gott und seinen Möglichkeiten, meinen Blick im rechten Moment wieder auf ihn zu lenken – und wenn es durch den frühen Vogel ist.

Birgit Ortmüller

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6 Antworten

  1. Vielen Dank für die Gedanken. Kann gerade Ermutigung gebrauchen. Gestern hatte ich auch ein Erlebnis mit einer zahmen Dohle, die zu meiner Schulter geflogen ist und mich sehr berührt hat. Besonders in herausfordernde Zeiten sind die kleinen Wunder des Alltages oft ein sehr schöner Ausgleich. Ich wünsche eine schöne Woche.

  2. Vielen Dank,
    wobei der Vogel keine Miete oder andere Rechnungen bezahlen muss.
    Von daher haben wir Menschen schon Druck alles hinzubekommen.
    Es gibt trotz Gott viele Menschen, denen es sehr schlecht geht. Auch Christen geht’s teilweise richtig schlecht obwohl Gott da ist. Die nicht nur materielle Not leiden, sondern auch noch verfolgt und gefoltert werden.
    Kein Einfaches Thema.

  3. ... die Vögel säen und ernten nicht und Gott versorgt sie doch ... wieviel mehr wird Gott für uns sorgen?!
    Dieser Bibelvers hat mich vergangene Woche auch bewegt im Zusammenhang mit der unheilbaren Krankheit unserer Tochter. Sie hat schon viel Hilfe und Besserung erfahren, aber immer wieder eben auch sehr harte Zeiten, in denen wir die Fürsorge nicht erkennen können. Da ist es nicht leicht zu Vertrauen, dass Gott jeden Einzelnen sieht und nicht mehr auf unsere Schultern legt, als wir tragen können. Trotz solchen Phasen, die uns alles an Glauben und Vertrauen abverlangen, könnten wir es ohne den Glauben noch weniger aushalten! Manchmal können wir nur mit Tränen in den Augen Gott unsere bedürftigen, leeren Hände hinhalten und hoffen, dass er sie wieder füllt für diesen heutigen Tag!

  4. Liebe Irmi
    Ihr Kommentar hat mich tief berührt. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Gebet erhört wird und Sie den Glauben und die Hoffnung nicht verlieren.
    Ich wünsche Ihrer Tochter und Familie alles Gute, weiterhin viel Kraft und Gottvertrauen.
    Iris

  5. Liebe Birgit!
    Ich freue mich hier in den Montagsgedanken von dir - diese schöne Geschichte - zu lesen.
    Sei herzlich gegrüßt!

  6. Danke für wertvolle Gedankenanstöße! Ja, der Alltag bringt viele Herausforderungen und "Glaubensprüfungen" mit sich. Ich bin dankbar für die Wegweiser (Engel, in welcher Form auch immer), die Gott vor uns her schickt, und will versuchen, in all meinen persönlichen "Kämpfen" die Zusage Gottes zu erkennen: Dass er mir zutraut, damit so umzugehen, dass ich ein Zeugnis für IHN sein kann! - Eigentlich auch ein Vorrecht, oder?

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