Kontakt & Service

Befreit

leben

Video abspielen

Kerstin Wendels Leben war lange bestimmt durch Schmerzen und körperliche Einschränkungen. Heute kann sie Sport treiben, ihr Leben genießen und einen aktiveren Alltag leben. Im Interview erzählt die 57-Jährige, wie sie es geschafft hat, die schweren Zeiten durchzustehen und wie Gott ihr im Lauf der Zeit geholfen hat, innerlich heil zu werden.

Kerstin, mit 21 Jahren sind Sie krank geworden. Was war damals los?

Ich hatte in erster Linie Rückenprobleme, hauptsächlich im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule (…). Die Schmerzepisoden wurden im Laufe der Jahre immer länger und intensiver. Vor allem die Nächte waren eine Qual, weil ich vor Schmerzen nicht einschlafen konnte oder wieder aufgewacht bin. Ich habe Medikamente genommen, aber sie haben wenig geholfen, da es eine psychosomatische Schmerzerkrankung war. Das wusste ich aber viele Jahre nicht.

Damals haben Sie Ihren Mann kennen gelernt und als Lehrerin gearbeitet…

Ja. In diese Zeit fiel auch unsere Hochzeit, später zwei Schwangerschaften und die Berufstätigkeit als Lehrerin. Das war anstrengend, ich war oft erschöpft wegen des Schlafmangels und der ständigen Schmerzen (…).

Schließlich sagte meine Hausärztin zu mir: „Ich kann eigentlich nichts mehr für Sie tun. Aber ich biete Ihnen an, Ihren Fall in einem Schmerzzirkel mit verschiedenen Fachleuten zu besprechen.“ Ich habe zugestimmt. Hinterher hat sie mich zum Gespräch gebeten: „Wir sind der Meinung, dass man bei Ihnen eine Psychotherapie ausprobieren könnte (…).“

Ich hatte keine positive Einstellung zu Psychotherapie und viele Vorurteile. Aber mein Zustand war so schlecht, dass ich gesagt habe: „Ich versuche es. Ich habe nichts mehr zu verlieren.“ In der Therapie konnte ich mich lange Zeit nicht öffnen – bis ich das Schreiben für mich entdeckt habe. Ich weiß noch, wie ich auf der Bettkante saß. Es war, als würde Gott ein Ventil aus einem Schlauch nehmen. Auf einmal konnte ich es fließen lassen. Die Gedanken purzelten in einer Fülle und einem Tempo aus mir heraus, das mich überrannt hat.

Was waren das für Gedanken, die Sie aufgeschrieben haben?

Es waren Erkenntnisse, kombiniert mit Erinnerungen an meine Vergangenheit und Träume. Die Träume hatten eine Schlüsselfunktion, weil sie mich zu meinen Traumata geführt haben. Das war harte Arbeit. Ich habe viel geweint in diesen Jahren, hatte körperliche Ausfallerscheinungen, konnte nicht mehr schlafen und nicht mehr essen. Ich habe zeitweise nicht mehr glauben können, nicht mehr in der Bibel gelesen, nicht mehr gebetet, nichts. Dann hatte ich in einem Urlaub an der Nordsee mein erstes intensives Gotteserlebnis …

Das ganze Interview lesen Sie in Lydia 1/2023.

Interview: Ellen Nieswiodek-Martin
Foto: Deborah Pulverich

"Danke" an die Autorin

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Sagen Sie der Autorin „Danke!“ mit einem Kommentar.

Artikel teilen?

Was denken Sie?

Teilen Sie Ihre Gedanke mit uns und anderen Lesern! Wir freuen uns über Ihren Beitrag.

> Kommentieren

2 Antworten

  1. Super, lieben Dank, die neue Ausgabe mit diesem Artikel ist heute angekommen und ich habe direkt diesen Artikel gelesen und es hat mich sehr ermuntert - denn das letzte Jahr fühlte ich mich genau wie du und die Schwester aus dem Folgeartikel mit Long COVID gefühlt und war schon ziemlich entmutigt
    Diese Artikel haben mir wieder Mut gemacht
    Vielen lieben Dank 😘👍🙏

  2. Oh...was für ein Lebenszeugnis..liebe Kerstin..durch Schmerz und Tiefen..hat Sie Gott durchgetragen,und Er hat einen besonderen Plan für Sie liebe Kerstin🌺🙏..auch mein Mann hat Inder Nordsee eine Gottes Erfahrung ..🛐Segen erleben dürfen..bei starkem Wind .im Gebet..eine Nordsee Taufe..wo es nur um ihn regnete..war das ein besonder Moment..weil Gott genau wusste..er brauchte dieses bis heute unvergessliches Erlebnis..😍🙏

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Artikel

Meine Silikonbrüste und ich
Andrea Varga bekommt nach einer Brustkrebs-OP Silikonimplantate, doch sie muss feststellen: Es ist nicht leicht, sich damit anzufreunden.
> weiterlesen
Befreit aus dem Griff der Depression
Lange Zeit hielt mich die Depression fest im Griff. Egal, was ich tat, nichts brachte den gewünschten Durchbruch. Erst als ich mit dem Glauben an Jesus in Berührung kam, veränderte sich etwas.
> weiterlesen