Warenkorb
 
Ihr Warenkorb enthält zurzeit noch keinen Artikel.
 
 
INFOS

Ellen Nieswiodek-Martin

Hoffen oder glauben?

Als ich am Morgen aufwachte, waren sie direkt da: schmerzhafte Bachkrämpfe. Nachdem ich Frühstück für die Familie gemacht und dann meine Tochter zur Schule verabschiedet hatte, legte ich mich mit der Wärmflasche auf dem Bauch wieder hin. Später wurde es scheinbar besser, ich konnte sogar eine Weile am Schreibtisch arbeiten. Aber die Freude währte nur kurz: Mittags waren die Bauchschmerzen wieder da und heftiger als zuvor. Die Wärmflasche auf dem Bauch, der Tee, das Sofa - nichts half wirklich. Die Krämpfe wurden nicht besser. Ich vermutete einen Magen-Darm Virus und ergab mich dem Gedanken, dass ich heute nichts mehr schaffen würde, sondern dass Bettruhe angesagt war. Meinen Abendtermin musste ich leider absagen.

Zusammen mit meinem Mann und meiner Tochter beteten wir, dass Gott meinen Bauch beruhigen und heilen möge. Aber am Abend nahmen die Krämpfe an Heftigkeit zu. Der Bauch war auf einer Seite schmerzhaft druckempfindlich. Langsam wurde die Sache mir unheimlich und ich begann, nach den Symptomen zu googeln. Dabei weiß ich eigentlich, dass das meistens keine gute Idee ist. Je mehr ich las über diverse Krankheiten, desto schlechter fühlte ich mich.

Gegen 20.30 Uhr wurde es mir unheimlich und ich beschloss, doch lieber zum Arzt zu gehen. Da das Krankenhaus in unserer Kleinstadt geschlossen worden war, mussten wir in die nächste Stadt fahren. Ich organisierte eine Kinderbetreuung für meine Tochter. Für sie würde das zu spät werden. Die Ambulanz würde am Freitagabend sicher ziemlich voll sein. Zwischendurch sendete ich eine Handynachricht an zwei Kolleginnen und bat sie, für mich zu beten. Gegen 21 Uhr fuhren wir los. Auf der Fahrt merkte ich jede Erschütterung, jeden Bremsvorgang. Es war fast wie bei den Geburtswehen. Endlich waren wir am Ziel. Als wir ausstiegen und Richtung Haupteingang liefen, stoppte ich und drückte auf meinen Bauch.  Nichts. Er tat nicht mehr weh. Das konnte nicht sein! Ich drückte fester und an anderen Stellen. Nichts.

„Ich glaube, es ist weg“, sagte ich zu meinem Mann, der mich etwas ungläubig anschaute. Da ich dem Bauchfrieden nicht traute, gingen wir trotzdem durch die langen Flure bis zur Notfall Ambulanz. Der Wartebereich war sehr voll. Unschlüssig standen wir vor der Anmeldung. „Ich kann mich doch nicht anmelden, es ist ja nichts mehr“, sagte ich zu meinem Mann. „Das muss eine Gebetserhörung sein.“ Wir liefen zurück zum Auto. Ich schaute auf das Handy: Ja, die Kolleginnen hatten für mich gebetet. Und Gott hatte die Gebete offenbar erhört.

Aber ich – gelernte Krankenschwester – hatte nicht damit gerechnet, dass Gott wirklich reagiert. Ich hatte es gehofft, aber nicht wirklich GEGLAUBT. Die Bauchschmerzen kamen auch an den nächsten Tagen nicht zurück. Meine Erkenntnis aus diesem Freitagabend: Wenn ich bete oder andere bitte, zu beten, sollte ich auch mit Gottes Handeln rechnen!

„Danke” an die Autorin

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Mit einem Klick sagen Sie der Autorin „Danke!“:

Was denken Sie?

Wir freuen uns über Ihre Gedanken und Kommentare zu diesem Beitrag!

Ihre Gedanken zu dem Artikel?

Content ".nncomments-popover-content" wird per jQuery ersetzt.

Wir freuen uns über jeden Beitrag! Der Text erscheint inkl. Ihres Namens (falls angeben) auf der Lydia-Webseite. Weitere Informationen über die Speicherung der Daten finden Sie unter Datenschutz.

Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

...
Was denkenSie?

Schreiben Sie uns!
Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen, Anregungen und Gedanken zu diesem Artikel!