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Montag, 28.03.2022

Unverhofft

Vor einigen Monaten unternahmen mein Mann und ich eine kurze Reise in unsere alte, etwa zweihundert Kilometer entfernte Heimatstadt. Eigentlich wollte ich gar nicht mitfahren, da mir die Angst vor der Ansteckung mit dem Virus aufs Gemüt schlug und ich keine rechte Lust auf Begegnungen hatte. Am Morgen betete ich aber, dass ich alles willkommen heißen würde, was Gott für mich vorbereitet hatte. Das machte mich für einen Moment mutig und neugierig, und so entschied ich mich, mitzufahren.
Auf der Fahrt vergaß ich mein Gebet und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Wir hatten vor, bei einer Freundin aus vergangenen Zeiten ein Möbelstück abzuholen. Sie hieß uns herzlich willkommen und ich spürte, dass eine wertvolle Begegnung entstand. Wir hatten uns seit Langem nicht gesehen, aber nicht unsere Nähe zueinander verloren.
Zurück auf der Straße, hielt ich nach einem Imbiss Ausschau, und meine Augen streiften die gegenüberliegende Seite ab. Da entdeckte ich plötzlich eine Frau, deren Präsenz ich nicht zuordnen konnte. Doch, durchfuhr es mich, das ist sie! Meine beste Freundin aus Kinder- und Jugendtagen!
Laut rief ich ihren Namen und ging auf sie zu. Als auch sie mich erkannt hatte, war die Freude riesig! Über fünf Jahre hatten wir uns nicht gesehen, denn auch sie lebte jetzt ganz woanders. Genau an diesem Tag war sie genau wie wir zu einem Ausflug in unsere alte Heimat aufgebrochen. Wir konnten es gar nicht fassen, lachten und freuten uns! Was für ein Glück!
Auf der Rückfahrt fiel mir mein Gebet wieder ein, und ich war randvoll mit Dankbarkeit. Solch wunderbare Begegnungen in Zeiten der Pandemie!
Wir legen am Morgen den Tag in Gottes Hände, und immer wieder füllt er ihn mit Unverhofftem, das wir nur noch willkommen zu heißen brauchen.

Sigrid Lang

"Danke" an die Autorin

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4 Antworten

  1. Zitat: S.L.
    „AM MORGEN BETETE ICH ABER, DASS ICH ALLES WILLKOMMEN HEISSEN WÜRDE, WAS GOTT FÜR MICH VORBEREITET HATTE.“

    Liebe Frau Sigrid, Ich habe mir gerade diese Worte aufgeschrieben
    Die Sie in den heutigen ‚MONTAGSGEDANKEN’ formuliert haben.
    Ich habe mir vorgenommen, diese Worte, als eine Bitte, jeden Tag an meinen Vater im Himmel zu richten!
    Ich freue mich und bin gespannt, was ER daraus macht!
    Nochmal vielen ♥️lichen Dank.

  2. Genau nach so einer Bitte am Morgen vor der Abfahrt machte ich am Nachmittag völlig unerwartet, ungeplant, (und sehr untypisch für mich) einen Deltasegler-Tandemflug!
    Dieses „mutig den Schritt wagen“ und „getragen sein“ war ein wichtiges Erlebnis für mich. Ist es immer noch. Hat mein Gottvertrauen gestärkt (und mein Selbstvertrauen auch).

  3. Mir sind Ängste nicht unbekannt. In meinem Fall stellen sie sich oft als unberechtigt heraus. In Bezug auf Corona habe ich sie jedoch komplett verloren. Das möchte ich zu Gottes Ehre hier weitersagen. Ich habe meine Familie, die an Corona erkrankte, versorgt, ungeschützt, aus nähester Nähe. Und als Krankenschwester habe ich ebenfalls Coronapatienten versorgt, war in nähester Nähe. Ich habe mich bisher noch nie angesteckt, und eine Blutuntersuchung ergab, dass es keinerlei Hinweise gibt, dass ich je in Berührung mit diesem Virus gekommen wäre. Das ist ein Wunder, und hierfür gebe ich Gott alle Ehre! Und ich möchte damit Mut machen, dass wir uns nichts Schönes, das Gott für uns vorbereitet hat, rauben lassen aufgrund unserer oft unberechtigten Ängste. Angst lähmt. Vertrauen beflügelt. Unser Leben liegt in der Hand unseres Gottes, ihm dürfen wir jeden Tag anvertrauen und alles, was uns begegnen wird. Er ist größer.

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