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Montag, 25.11.2019

Licht an

Ich fahre fünfzehn Kilometer über Land. Kaum bin ich fünf Minuten unterwegs, kommt mir ein Auto mit Lichthupe entgegen. Hat mich jemand erkannt und gegrüßt? Oder warnt mich da jemand vor einer Radarfalle? Ich drossele mein Tempo. Vorsichtshalber. Mehrere Autos kommen mir entgegen und dann wieder eins mit Lichthupe. Als ich erneut in Richtung Tacho schaue, fällt es mir endlich auf: Ich fahre die ganze Zeit ohne Licht!
Ich habe meiner automatischen Lichtfunktion vertraut, die zwar bei Regen sofort reagiert, aber scheinbar nicht bei diesem dichten Nebel. Licht an. Plötzlich fällt mir auf, dass ich nicht die Einzige bin, die im Nebel fast unsichtbar unterwegs war. Nun bin ich diejenige, die andere Fahrer mit Lichthupe erinnert: Licht an!
Kann es sein, dass ich im Alltag des Öfteren unterwegs bin, dabei aber völlig unsichtbar für meine Umgebung bin, nur weil ich vergessen habe, mein Licht leuchten zu lassen? Weil ich mich vielleicht nicht traue, mich zu zeigen mit dem, was ich kann und weiß? Wie gut wäre es dann, wenn mir jemand ermutigend zuriefe:

Licht an!
Hab keine Angst, zu leuchten.
Hab keine Angst davor, kraftvoll zu sein.
Frag nicht nach, ob du es wert bist, dich großartig, brillant, talentiert zu nennen.
Denn du bist es!
Du bist dazu bestimmt, zu leuchten.
Das gilt nicht nur für einige wenige.
Es gilt für alle. Auch für dich!
Halte dich nicht klein und unscheinbar.

Dein Licht darf ans Licht kommen.
Dein Licht darf Licht verbreiten.
Indem du ein Wort verschenkst. Eine Geste.
Eine Aufmunterung. Eine Begrüßung. Eine Ermutigung.
Zuwendung zur rechten Zeit.
Deine Liebe.

Dein Licht darf leuchten.
Du darfst ein Licht sein für andere auf dem Weg durch die Zeit. Durch die Finsternis.
Ein Licht, das durch den Nebel der Unsicherheit, der Orientierungslosigkeit dringt.

Werde du licht.
Fang an zu leuchten!
Doch noch vor jedem Tun erinnere dich zuerst des Lichtes, das für dich in diese Welt gekommen ist.
Halte dich zuerst fest an deiner Hoffnung, deinem Licht.
Hab Anteil an Jesus, dem Licht der Welt.
An dem, der Ursprung aller Güte, Verständnis, Liebe und Zuwendung ist.

Und dann: Licht an!
Mache dich auf und werde licht!

„Niemand versteckt ein Licht unter einem umgestülpten Gefäß. Er stellt es vielmehr auf einen Lampenständer und lässt es für alle leuchten. Genauso lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen“ (Matthäus 5,15–16).
„Steh auf und leuchte! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über dir“ (Jesaja 60,1).

Irene Röttger

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7 Antworten

  1. Wie passend in der jetzt so dunklen nebligen Zeit, und wie sehr
    kann ein gutes Wort oder eine hilfreiche Geste den Menschen
    denen wir begegnen wieder Auftrieb oder auch Trost sein...gerade die welche Jesus nicht kennen, können dadurch seine Liebe zu allen Menschen spüren.

  2. Wie gut dieser Beitrag,ich darf und muß nicht, kann mich entscheiden frei um meine Gabe ein zu setzen. GOTT zu bitten mit seiner Art Leuten zu beschenken und wohl zu tun.

    Dankeschön für disen Input am Morgen!
    Marina Laps

  3. Diese Worte geben Mut und Kraft in dieser hektischen Zeit.
    In der Adventszeit werden viele Lichter sichtbar in Fenster und auf öffentlichen Plätzen zur Schau gestellt. Aber hier ist von einem ganz anderen LICHT die Rede. Danke das ich mit diesem Text an das wahre Licht in unserer Finsternis erinnert werde. Damit ich meine Erfahrungen mit Jesus weitergebe an Menschen , die Hoffnung und Trost vielleicht auch Beistand brauchen.

  4. Für diesen wunderbaren Text von Herzen Danke!
    Die Erinnerung, dass wir Gottes Licht in uns in die Welt tragen und seine Liebe weitergeben.

  5. LICHT AN !!!
    Danke für diesen Text, für Ihre Gedanken, für die Anregungen.
    Es ist im Trubel der Zeit leicht, das zu vergessen, ein Licht zu sein.
    Und so wichtig, anderen das Licht zu zeigen, gerade in dieser dunklen Zeit.
    Danke für die Erinnerung daran. Liebe Grüße und Gottes Segen.

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