Ich liebe Burgen. Sie sind für mich ein Bild für Schutz und Geborgenheit. Wenn ich mit meinem Mann unterwegs bin, bietet sich mir des Öfteren die Gelegenheit, eine Burg zu besichtigen.
Und immer wieder wird mir klar, dass nicht jede Burg den Feinden standhalten konnte. Nicht immer konnte sie ihre Bewohner beschützen. Auch der Zahn der Zeit nagt an den alten Gemäuern. Und so ist von einer Burg oft sogar nur noch eine Ruine übrig.
Heute bin ich als Referentin auf einem Frauenfrühstück in Harburg. Von meinem Platz am Frühstückstisch schaue ich direkt auf eine große, majestätische Burg. Leider ist es gerade ziemlich neblig und ich kann sie nur verschwommen erkennen. Außerdem liegt zwischen ihr und mir ein großer, tiefer Graben. Die Frau neben mir teilt mir mit, dass die Burg nur während der Sommermonate besichtigt werden kann, jetzt also geschlossen hat.
Als ich am nächsten Tag in den Psalmen lese, dass Gott meine Burg ist, denke ich weiter über dieses Bild nach.
„Wie gut“, denke ich, „dass mein Gott mir immer Schutz und Geborgenheit gibt und stärker ist als jeder Feind. Er ist und bleibt auch immer derselbe, altert und zerfällt nicht.“
Manchmal kann ich ihn zwar auch nur „verschwommen“ erkennen, weiß aber doch, dass er da ist und der Nebel wieder weiterziehen wird. Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz eine Brücke „gebaut“ über den tiefen Graben der Sünde. So darf und kann ich durch Jesus zu meinem Gott, der Burg, kommen.
Und das Beste: Er ist jederzeit erreichbar, nur ein Gebet weit entfernt. Er hat immer Sprechzeit und ich kann ihn Tag und Nacht bestürmen, egal wo und in welchem Zustand ich gerade bin. Das ist für mich ein großes Geschenk.
2 Kommentare
Danke für diesen ERmutigenden Montagsgedanke. Wir wohnen in einer Gegend, wo es etliche Nebeltage hat im Jahr, da stelle ich mir die Liebe Gottes jeweils so vor, wie ein Mantel der mich umhüllt. So sah ich auch gleich beim Lesen des Textes - die festen, schützenden und hohen Mauern und dazu die wärmende, umhüllende und fürsorgliche Liebe unseres Vaters!
Und bei dem heutigen sonnigen Wetter, geniessen wir es unter dem Schirm des Höchtsen.
Vielen Dank für die heutigen Montagsgedanken! Wie in dem Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“, hat mich der Beitrag in meiner aktuellen Situation bestärkt, immer wieder den „Burgfrieden“ für die eigene Seele bei Gott zu suchen.