Seit eineinhalb Wochen sind mein Mann und ich in Afrika unterwegs. Wir haben schon manches Abenteuer erlebt. Heute steht uns eine neue Herausforderung bevor: Wir wollen mit einem Nachtbus von Nairobi, Kenia nach Uganda fahren. Doch vorher besuchen wir zunächst einen sehr lebendigen Gottesdienst. Hinterher werden wir von den Geschwistern dieser Gemeinde mit leckerem Essen verwöhnt. Bis jetzt hatte ich keine Magen-Darmprobleme, Gott sei Dank.
Aber nun passiert es. Kaum habe ich das Essen gegessen, möchte es meinen Körper auch schon wieder verlassen.
Und das gerade jetzt, wo uns eine 17 Stunden lange Busfahrt bevorsteht. Man hatte uns bereits im Vorfeld darüber informiert, dass der Bus nur zwei- bis dreimal für eine Toilettenpause stoppen würde. Mir wird angst und bange. Schnell nehme ich ein entsprechendes Medikament ein und bitte Gott um Hilfe.
Dann machen wir uns mit einem Kleinbus auf den Weg zum Nachtbus. An den Verkehr in Nairobi und die Straßenverhältnisse hatten wir uns die letzten Tage schon gewöhnt. Aber irgendwann habe ich den Eindruck, dass unser Fahrer gar nicht so genau weiß, wo wir eigentlich hinmüssen. Als wir 20 Minuten vor Abfahrt immer noch umherirren, bekomme ich langsam etwas Panik.
Da bemerke ich auf einmal direkt vor uns einen Reisebus mit der Aufschrift: „God is in control“ ( Gott hat die Kontrolle). Das ist genau die Botschaft, die ich im Moment brauche! Das Wissen, dass mein himmlischer Vater die Kontrolle hat – über meine Verdauung, den Verkehr, die lange Fahrt und über diese ganze abenteuerliche Reise. Ich kann nur staunen über diese liebevolle Erinnerung von ihm, geschrieben auf einen Bus in Kenia. Und so werde ich ruhig, weil ich weiß, dass mein Gott alles unter Kontrolle hat.
Fünf Minuten später besteigen wir den Bus nach Uganda und kommen am nächsten Tag ohne weitere „Zwischenfälle“ an unserem Zielort an.
8 Kommentare
Das hoffe ich jeden Tag neu, auch wenn es gerade nicht so aussieht darf und will ich nicht vergessen das Gott alles in seiner Hand. Ich hoffe so sehr darauf!
Liebe Elisabeth ich danke dir für den Beitrag. Ich bin schon länger mit Gott unterwegs, aber ich ertape mich zwischen durch beim Sorgen machem um viele Kleinigkeiten obwohl mich der liebennder Vater schon durch größere und komplizierte Situationen durch getragen hat. Aber es ist zu gleicher Zeit auch soo schön es immer wieder zu erleben das Gott uns nie alleine lässt und trägt im alltag in seinen schützenden Händen. Ihm die Ehre.
Oh ja, wer kennt so was nicht.
Plötzlich ein Hinweis, ein Lied, ein Vers, die uns stärken. Aus meiner Sicht direktes reden Gottes in einer schwierigen Situation.
Er sorgt für uns.
Liebe Elisabeth,
ich finde mich so wieder in deiner Geschichte. Ich bin derzeit gesundheitlich eingeschränkt durch einen Sturz. Komme immer wieder an einen Punkt, an dem ich am Zweifeln bin. Und dann ein “magst du reden?” von Gott. Und durch dieses Reden wird manches wieder leichter. Wenger Sorgen machen, lieber wieder mehr Vertrauen, denn Gott geht den Weg mit.
Ich danke Jesus zurzeit, dass ich in einer neuen Situation mit einer neuen Diagnose so ruhig sein kann. Das tut ER mit denen, die für mich beten. Ja, ER hat die Kontrolle!
Danke, das spricht mich ganz persönlich an 🥰
Lese die Montagsgedanken gerade im Krankenhaus, und obwohl ich meistens zuversichtlich und getröstet bin, beschleichen mich doch manchmal Sorgen, wie es wohl weitergeht...
Da ist es so schön zu lesen ,, Gott hat alles unter Kontrolle " .
Wie gut diese Erinnerung tut !
Danke für‘s Teilen dieses starken Erlebnisses.
Obwohl ich schon lange Zeit mit Jesus unterwegs bin, komme ich immer wieder an Grenzsituationen und darf neu lernen, dazu lernen.
Gott ist so treu und beständig!
Tina‘s Aussage mit ua. „magst du reden“, hat meinen Horizont erweitert, finde ich super 🙂
Ja, ein schöner Montagsgedanke. Ich bin zur Zeit auch privat und beruflich sehr eingespannt und Vieles will mir in den letzten Tagen Sorgen bereiten und macht mir Unruhe. Aber als ich heute Morgen die Andachten gelesen habe, stand Folgendes im Vers des Tages: ,,Als mir die Sorgen keine Ruhe mehr ließen, hast du mich getröstet und wieder froh gemacht. "
Manchmal brauchen wir eine kleine Erinnerung, wer der Herr über allem ist.