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Montag, 22.02.2021

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Ich bin eine Planerin. Ich liebe es, Essenspläne aufzustellen, sämtliche Termine in diverse Kalender einzutragen und Einkaufslisten zu erstellen. Am liebsten plane ich lange im Voraus. Dann kann ich mich monatelang auf eine bevorstehende Reise oder einen Urlaub freuen.
Seit März letzten Jahres lerne ich mühsam, dass meine Pläne platzen können und dass Planen in der momentanen Situation nicht viel Wert hat. Neulich war ich deswegen richtig entmutigt. In unserem Freundes- und Bekanntenkreis sind mehrere Personen in Quarantäne. Da kam es mir plötzlich in den Sinn: Bin ich vielleicht auch demnächst an der Reihe? Was ist dann mit den wenigen Terminen und Plänen, die ich in dieser Zeit habe? Fallen die dann womöglich auch noch ins Wasser?
Am Telefon sagte ich zu einer Freundin: „Wenn ich wüsste, dass in zwei Monaten alles wieder normal ist, könnte ich diese Situation viel besser aushalten.“
Schließlich schaffte ich es gegen Abend an diesem für mich trübseligen Tag doch noch, vor Gott zur Ruhe zu kommen und in der Bibel zu lesen. Ich las Psalm 1,6: „Der Herr kennt den Weg der Gerechten.“ Dieser Vers tröstete mich ungemein und richtete mich wieder auf. Zum einen freute ich mich darüber, dass ich durch den Tod Jesu Christi zu den Gerechten gehören darf. Welch ein Geschenk! Zum anderen wurde mir wieder neu bewusst, dass Gott, der Allmächtige, meinen Weg, meine Zukunft und die der ganzen Welt kennt. Ich brauche sie nicht zu kennen, geschweige denn zu planen, auch wenn ich das so gerne möchte. Es ist doch viel besser, wenn er es tut. Denn er hat den Überblick und meint es gut mit mir. Das will ich glauben.
Was die nächsten Monate bringen? Ich weiß es nicht. Ich kann und will nicht groß planen. Statt deswegen entmutigt zu sein, möchte ich mich immer wieder neu daran erinnern, dass es so ist, wie es auch in einem bekannten alten Lied heißt: „Mein Herr kennt den Weg, der vor mir liegt, ich brauche nur zu folgen.“

Elisabeth Malessa

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8 Antworten

  1. Zu diesen Worten kan ich nur ja u. amen sagen. Gott verlässt die Seinen nicht. Er kennt den Weg. Daß ist auch mein Trost in diesen unsicheren Tagen.

  2. Mir geht es ebenso irgendwie der Autorin Elisabeth Malessa. Ich bin auch eine Planerin und erfahre schon alleine durch die Planung eine große Vorfreude auf bestimmte in der Zukunft liegende Ereignisse. Auch ich kann es nicht gut haben, wenn meine Pläne durchkreuzt werden, hatte ich mir ja schließlich etwas dabei gedacht, warum es so laufen sollte. Mir hat die Pandemie wieder klar gemacht, wie wenig wir als Menschen unsere Situation in der Hand haben und wir außer Gott keine feste Konstante, also keine andere Sicherheit haben. Und das schenkt mir eine große Zuversicht, dass Gott im Überblick hat und wir dankbar sein können, dass er es gut mit uns meint und uns liegt

  3. Das kenne ich nur zu gut, Einkaufslisten, Essenspläne und alles in den Kalender eintragen. Ich bin auch eine totale Planerin und wenn mal was dazwischen kommt bin ich total durch den Wind. Es ist schön, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, das Gott alles in seiner starken Hand hat und alles zum Guten wendet auch wenn ich jetzt noch absolut gar nichts davon sehen kann. Das macht mich ruhiger und gelassener.

  4. Auch ich liebe ein gewisses Mass an Planung, nur hab ich auch schon einige gross vorhaben ent-plant aufgeben müssen. Und doch hoffe ich immer das Gott weiterhin gut für mich plant. Vor allem gefällt mir wenn er mich mit ungeplanten schönem Überrascht. Dann freue ich mich besonders gross.

  5. Auch ich gehöre zu den "Planern"!!!!
    Wie gut ist es, wenn ich dann ganz bewusst loslassen kann und alles unserm Herrn in Seine Hände legen kann: ER wird´s wohl machen!

  6. DANKE für diesen Beitrag. Mich beruhigt es total, dass unser Herr alles im Blick hat. Ich bin auch nicht sehr enttäuscht, wenn etwas nicht so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Dann sage ich mir, dass es dann wohl nicht sein sollte. Im Grunde kann doch jederzeit etwas "dazwischen kommen" oder eine schwere Krankheitsdiagnose uns erreichen oder ein Unfall uns betreffen. Ich sehe aber nicht ein, mir ständig darüber Sorgen zu machen. Es kommt wie es kommen soll und wir können nicht mal sagen: "Morgen lebe ich noch". Und dennoch oder vielleicht gerade deshalb bin ich so froh, dass Gott den Überblick hat und behält. Dafür möchte ich ihm immer wieder danken.

  7. Liebe Frau Malessa, Sie sind mit Ihren Empfindungen nicht alleine. Auch ich bin eine Lange- im-Voraus- Planerin und hasse diese Situation so sehr. Auch wenn unser Herr sicher die Übersicht hat, ist diese monatelange Ungewissheit sehr schwer auszuhalten und meine Nerven sind ziemlich am Ende. Da haben es die spontanen Typen einfach leichter und wir werden noch viel zu lernen haben.

  8. Vielen Dank! Ja, wir haben oft ein schweres Herz und unser Kummer benebelt unsere Sinne derart, dass wir blind werden für dessen Ursache: unser mangelndes Vertrauen zu Gott, unserem Vater! Legen wir alles in Seine Hände, nehmen den neuen Tag dankbar an und wissen uns geliebt, wie die Kinder

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