Sonntag, 15.02.2026

Erhört und

beschützt

Neulich waren wir mit dem PKW in der Waldstadt Iserlohn zu Besuch. Und wie der Name dieser Stadt schon sagt: Wir fahren auf der Landstraße auch teilweise durch Waldgebiet, um dort hin und wieder nach Hause zu gelangen. Der Herbst hält langsam Einzug und es ist schon früh dunkel. Vom Beifahrersitz aus betrachte ich die Umgebung im Licht der Scheinwerfer. Ich erinnere mich, dass wir hier schon einmal einen Fuchs gesehen haben, der schleunigst die Flucht ergriff und im Unterholz verschwand, als er unser Auto sah. Und ich überlege: „Steht hier nicht auch irgendwo ein Warnschild mit einem munter hüpfenden Rehlein darauf an der Strecke?“

„Herr Jesus, bitte pass auf uns auf,“ bete ich leise für mich und habe vor meinem inneren Auge noch das mächtige Wildschwein vor mir, welches mich vor einigen Jahren tief beeindruckt hat, als es, in seiner ganzen Größe und strotzend vor Kraft, direkt vor mir die Straßenseite wechselte. „Echt, so schnell kannste gar nich kucken, wie dir diese Tiere plötzlich vor der Kühlerhaube kleben“, denke ich gerade noch, da ruft mein Mann: „Da! Ein Reh!“ Ich reiß die Augen auf! Oha! Da steht es am Straßenrand. Aber nicht, weil es quer über die Straße will und sich im Sprung vor unserem Auto befindet. Und auch nicht, weil es mit großen, erschrockenen Bambi-Augen in unsere Scheinwerfer blickt und ängstlich und in Schockstarre vor unserem Auto verharrt. Nein! Das Tier steht ganz still und quasi in Fahrtrichtung und mit seinem Rücken zu uns am Straßenrand. Die Situation wirkt so, als stünde jemand direkt neben ihm und hätte ihm gerade leise „Bleib hier!“ gesagt.

Wir können, ohne eine Vollbremsung hinzulegen, vorsichtig vorbeifahren. Das Reh rührt sich nicht von der Stelle und mein Mann hört mich erleichtert sagen: „Ich habe soeben noch dafür gebetet, dass uns kein Tier vor das Auto läuft!“ Leise wundere ich mich über das Verhalten des Wildtieres. Hat Gott einen Engel geschickt, der sich schützend zwischen dieses Reh und die Straße gestellt hat? Einer, der für Sicherheit gesorgt hat? Jedenfalls war der Abstand zwischen unserem Fahrzeug und dem Reh gerade groß genug, dass eine ordnende Person dort Platz gehabt hätte. 

Bambi, wir und unser Auto sind heile geblieben! 

Ich bin in meinem Leben nicht vor allen Gefahren bewahrt geblieben, aber zwischendurch habe ich immer wieder merken dürfen, dass Gott mir seinen Beistand schickt und schenkt. So wie heute. Und manchmal frage ich mich, wie viel himmlisches Personal Gott für mich schon losgeschickt hat. 

Christine Schlagner

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8 Kommentare

  1. Ich habe schon ähnliches erlebt. Ein Reh kam an den Straßenrand, schaute nach rechts und links wie ein Schulanfänger und lief dann zurück. So eine Bewahrung vergisst man nicht so schnell.

  2. Ja, genauso, dass habe ich auch im letzten Jahr 3 mal erlebt, als direkt vor mir ein Reh die Straße überquert hat.
    Bin sehr Dankbar für diese Bewahrung.

  3. Ja, genauso liebe Christine, dass habe ich auch im letzten Jahr 3 mal erlebt, als direkt vor mir ein Reh die Straße überquert hat.
    Bin sehr Dankbar für diese Bewahrung!

  4. Gestern nachts ich nach einen Single Treffen von Solo&Co auf dem Heimweg. plötzlich kam auf der Autobahn ein dichtes Schneetreiben auf. Es waren noch 60 km zu fahren! Ich überlegte, auf einen Parkplatz zu halten und den anderen Bescheid zu sagen. Aber es gab keinen freien Stellplatz. Ich bin dann hinter einem holländischen lkw ein paar km gefahren und blieb mit ausreichend Abstand in sein Windschatten. Als er seine Warnblinklichter anschalltete, überholte ich ihn. Da war das Schneien glücklicherweise schon schwächer und ich habe die restlichen km noch geschafft.

  5. Dass sich ein Engel zwischen mich und eine Gefahr gestellt hat, habe ich als Jugendliche erlebt, als ich mit dem Champ-Truck aus Lüdenscheid unterwegs auf einem Hilfseinsatz mit war.
    Es war ein heißer Sommertag und bei einer Pause hatte der Truck die Laderampe als Picknicktisch ausgeklappt. Das Metall hatte sich unmerklich stark erhitzt und plötzlich explodierte eine Glaskanne, die auf dem heißen Metall stand. Ich stand am nächsten und erlebte, wie die Glassplitter genau vor mir wie von einer Wand aufgehalten herunterfielen. Keiner traf mich! Gott hatte eine unsichtbare Schutzwand um mich aufgestellt. Das war für mich als Jugendliche ein eindrückliches Erlebnis, das mir Gottes Schutz zeigte.

  6. Was für ein wunderbarer Mut machender Bericht über das Wirken Gottes in unserem Alltag, vielen Dank dafür!
    Ein ganz ähnliches Erlebnis kann auch ich teilen: Bei uns im Ort gibt es eine Straße, die steil bergab führt mit einem schmalen Gehweg. Als ich dort vor einiger Zeit mittags mit dem Auto unterwegs war und die Grundschulkinder sah, die gemeinsam auf dem Weg nach Hause waren, dachte ich mir: was wäre, wenn eines der Kinder auf die Straße stolpert, könnte ich rechtzeitig reagieren und das Auto stoppen? Und automatisch habe ich meine Geschwindigkeit angepasst. Genau in dem Moment passierte es tatsächlich: direkt vor meinem Auto wurde ein Junge auf die Straße geschubst und ich konnte durch scharfes Abbremsen einen schlimmen Unfall verhindern. Der Junge und ich blickten uns völlig erschrocken an und ich konnte Gott und dem Schutzengel einfach nur demütig danken.

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