Montag, 28.09.2026

Erhört und

beschützt

Neulich waren wir mit dem Auto in der Waldstadt Iserlohn unterwegs. Wie der Titel der Stadt schon sagt: Es gibt dort große Waldgebiete, durch die wir hin und wieder auf der Landstraße fahren. Der Herbst hält langsam Einzug und es ist schon früh dunkel. Vom Beifahrersitz aus betrachte ich die Umgebung im Licht der Scheinwerfer. Ich erinnere mich, dass wir hier einmal einen Fuchs gesehen haben, der schleunigst die Flucht ergriff und im Unterholz verschwand, als er unseres Autos gewahr wurde.

Und ich überlege: Steht an der Strecke nicht irgendwo ein Warnschild mit einem munter hüpfenden Rehlein? „Herr Jesus, bitte pass auf uns auf.“ bete ich leise für mich und habe vor meinem inneren Auge noch das mächtige Wildschwein vor mir, welches mich vor einigen Jahren tief beeindruckt hat, als es, in seiner ganzen Größe und strotzend vor Kraft, direkt vor mir die Straßenseite wechselte. Ich bin vertieft in meine Gedanken, da ruft mein Mann: „Da! Ein Reh!“ Ich reiße die Augen auf: Da steht es am Straßenrand.

Das Tier steht ganz still und quasi in Fahrtrichtung und mit seinem Rücklicht zu uns am Straßenrand. Die Situation wirkt so, als stünde jemand direkt neben ihm und hätte ihm gerade leise Bleib hier gesagt.

Wir können vorsichtig vorbeifahren. Das Reh rührt sich nicht von der Stelle und mein Mann hört mich erleichtert sagen: „Ich habe eben noch dafür gebetet, dass uns kein Tier vor`s Auto läuft!“ Leise wundere ich mich über das Verhalten des Wildtieres. Hat Gott einen Engel geschickt, der sich schützend zwischen dieses Reh und die Straße gestellt hat? Einer, der für Sicherheit gesorgt hat? Der Abstand zwischen unserem Fahrzeug und dem Reh war gerade groß genug, dass eine ordnende Person dort Platz gehabt hätte. 

Manchmal frage ich mich, wie viel himmlisches Personal Gott für mich schon losgeschickt hat. Ich bin in meinem Leben nicht vor allen Gefahren bewahrt geblieben, aber zwischendurch habe ich immer wieder gemerkt, dass Gott mir seinen Beistand schickt. So wie heute. Und dafür bin ich ihm von ganzem Herzen dankbar! 

Christine Schlagner

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4 Kommentare

  1. Liebe Christine, ja genauso.....
    Wie viele Kilometer bin ich schon in den 60 Jahren gefahren, auch durch manche Länder und Staaten.
    Immer wieder habe ich Gottes Nähe und sein Bewahren erfahren dürfen.

    Gott sei Dank!
    Heidi

  2. Liebe Christine, ich habe mal erlebt, dass ein Reh an den Straßenrand trat, erst nach links, dann nach rechts schaute, wie ein umsichtiges Schulkind, und dann zurück in den Wald lief. Da fühlte ich mich von Gott vor einem Unfall bewahrt und habe herzlich gedankt,
    Aber wie oft merke ich Seine Bewahrung gar nicht? Deshalb können wir bestimmt jeden Tag dankbar sein.
    Liebe Grüße
    Christa

  3. Liebe Leserinnen,
    ich hab gestern eine große Bewahrung erlebt durch eine Glaubensschwester. Sie war in meiner Gemeinde zu Besuch im Gottesdienst.
    Nach dem Gottesdienst erhielt ich eine WhatsApp Nachricht von einer Freundin, die ich seit den 80er Jahren kenne mit der Bitte ihr 915 Euro zu borgen bei Echtzeit Überweisung. Sie sei beim Arzt und ihr Tageslimit sei überschritten. Ich solle es gleich an die Praxis überweisen. Sie würde es mir am nächsten Tag zurücküberweisen.
    Ich rief die Freundin an um festzustellen ob die Nachricht von ihr sei. Hab sie in dem Stimmengewirr nicht gut verstanden, war aber - fälschlicherweise - beruhigt dass die Nachricht von ihr stamme. Ich war drauf und dran den Betrag zu überweisen. Meine langjährige Freundin war ja in Not.
    Meine Glaubensschwester riet mir dringend meine Freundin nochmal anzurufen.
    Das tat ich und erfuhr, dass ihr WhatsApp Konto gehackt worden war und diese Nachricht nicht von ihr war.
    Gott hat mir in der Glaubensschwester einen Engel zur Seite gestellt! Ich kann ihm (und der Glaubensschwester) nicht genug danken. Halleluja!
    Bin entsetzt über mich, dass ich auf so einen gemeinen Betrüger hereingefallen wäre. Die vermeintliche Not einer Freundin und der vorgetäuschte Zeitdruck haben alle meine Vernunft außer Kraft gesetzt. Aber der Herr hat nicht zugelassen, dass ich bestohlen werde. Halleluja! Amen!

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