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Montag, 02.12.2019

Die Kraft des Lobpreises

Es ist Advent. In meinem Arbeitszimmer stapeln sich die Geschenke, die darauf warten, eingepackt zu werden. Es sind dieses Jahr nicht ganz so viele wie sonst, denn wir haben uns schon das ganze Jahr über viele Geschenke gemacht. Und schließlich sind Geschenke an Weihnachten ja auch nicht die Hauptsache.
Dennoch wollten die Sterndeuter dem Jesuskind unbedingt etwas schenken. Und die Engel? Die hätten ihm die großartigsten Dinge schenken können oder zumindest eine angemessene Wiege anstelle des Futtertrogs. Doch alles, was sie ihm brachten, war ihr Lob: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“
Wie ich so an den Lobpreis der Engel denke, erklingt von meinem Handy der Signalton, dass ich eine E-Mail erhalten habe. Sie ist von Gwyn, einer Freundin aus den USA. Sie und ihre Schwester haben mich und meine Tochter bei einem Amerika-Aufenthalt herzlich in ihre Familie aufgenommen. Sie haben mit uns die Früchte ihres Gartens geteilt und wir durften einige Tage bei ihnen wohnen. Vor allem haben sie es geliebt zu singen und uns etwas vorzusingen. Sie waren beide keine geübten Sängerinnen und es kam vor, dass sie nicht den richtigen Ton trafen, doch sie sangen voller Freude und Begeisterung. Natalie trällerte die Melodie und Gwyn saß am Klavier und sang dazu die zweite Stimme. Sie sangen zum Lob Gottes und brachten ihm von Herzen ihre Anbetung dar. Dieser Lobpreis war ansteckend und machte mein Herz froh.
Und so schreibt mir Gwyn nun in ihrer E-Mail, dass sie in ihrem Kirchenchor die „Christmas Cantata“ vorbereiten und auch einige Lieder auf Deutsch singen werden. Das ist nicht ganz einfach für sie, aber es macht ihr großen Spaß.
Da wird mir klar, wie ich diesen Tag verbringen will: Geschenke einpackend und Weihnachtslieder singend – zum Lob Gottes. Denn er hat uns das größte Geschenk gemacht, indem er seinen eigenen Sohn auf die Erde schickte, um uns zu erlösen.
Während ich selbst das „Gloria“ singe und auch nicht immer den richtigen Ton treffe, erfüllt mich eine große Freude und ein tiefer Frieden. Ich weiß: Auch wenn es manchmal schwer ist, Gott zu loben, weil man nur den Berg an Aufgaben sieht oder erfahrenes Leid und ungelöste Probleme das Herz schwer machen, so schöpfe ich doch durch den Lobgesang wieder frische Kraft und kann aufatmen!

Simone Schönung

"Danke" an die Autorin

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4 Antworten

  1. Das ist ein Text der Weihnachten komprimiert. Er fordert zur Nachahmung auf!! Werde diese Art "Geschenkepackmarathon" dieses Jahr genauso zelebrieren und freuen mich jetzt schon darauf!! Gesegnete Weihnachten allen Lesern und dem Redaktionsteam!

  2. Das kenne ich gut. Immer wenn ich die Geschenke für die Familie meiner Kinder einpacke und schön sortiere, höre ich CDs mit Weihnachtsliedern. Das tut mir so gut und die guten Gedanken begleiten die Geschenke.
    Eine gesegnete Adventszeit wünsche ich allen Lesern.
    Margret Trojer

  3. Einfach das machen was mir gut tut und anderen eine Freude machen mit einem Geschenk. GOTT ist so gut zu mir und dir und singen macht das Herz froh! GOTT segne Dich Simone, danke für deine natürliche Art des Schreibens, mit lieben Grüßen Marina!

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