Montag, 22.09.2025

Das Kreuz in

meiner Tasche

Ich habe vor 20 Jahren ein „Fingerkreuz“ geschenkt bekommen. Es war nicht groß und passte gut in eine Hand. Später lernte ich jemanden kennen, der eine schwere Erkrankung hatte und gab es ihm – zum „Fühlen“. Ich schenkte auch meinem Nachbarn eines, dessen Sohn unerwartet verstorben war. Und einer fast völlig erblindeten Nonne in Afrika, die wir „Grandma“ nannten und die meinte: „Du findest mich meistens beim Beten in der Kapelle.“

Ein anderes drückte ich einer jungen Frau in die Hand. Sie hatte eine großflächige Wunde am Fuß. Da in Afrika nicht ausreichend Schmerzmittel gegeben werden, saß ich am Krankenbett vieler Menschen, hielt ihre Hand, wenn sie sich voller Schmerz wanden. Häufig schrien diese leidenden Menschen im christlich geprägten Nigeria den Namen „Jesus“ unter Schmerzen, so auch diese junge Frau. Ich legte ihr eines dieser kleinen Kreuze in die Hand und sagte: „Halte an ihm fest – er versteht deinen Schmerz. Auch er hat am Kreuz geschrien. Halte an ihm fest!“

Ein ständiger Begleiter

Nachdem ich meines verschenkt hatte, habe ich mir ein neues kleines Kreuz gekauft. Ich erwarb es in einem christlichen Bücherladen, an dem ich auf den Weg zu einem erneuten Krankenhausaufenthalt vorbeikam. Also genau zur richtigen Zeit.

Ich entschied schon dort, dass es mir ein steter Begleiter in meiner Hosentasche sein sollte – jeden Tag. Wenn mich etwas ärgert, Wut in mir hochkommt oder mich die Traurigkeit übermannt: In meiner Tasche befindet sich etwas Spürbares, etwas „Haptisches“, das ich fühlen kann und das mich auf einer anderen Ebene wissen lässt: Er ist da! Ich kann es „fühlen“, und so wird das Wissen, der leise Gedanke in meinem Kopf, durch das Kreuz in meiner Tasche erlebbar und größer und wirklicher.

Einmal zeigte ich mein kleines Kreuz einem Pastor. Ich war erstaunt, als er sagte, dass auch er eines habe und dass es ihm beim Stressabbau helfe – und sicherlich auch bei vielen mehr!

Der die Stürme stillt

Mein kleines Kreuz: Es erinnert mich in den Stürmen des Lebens und in den Emotionen in meinem schwankenden Lebensboot an die Macht von Jesus – wie damals bei den Jüngern! Später wurde Jesus an einem Pfahl gekreuzigt. Doch seit er auferstand, steht er noch immer hoch erhaben über Wellen und Wind und beruhigt die unruhige Seele in uns!

In mein kleines Kreuz sind ein Herz und eine Dornenkrone eingraviert. Jesus ist derjenige, der vergibt und der uns wissen lässt, dass er jeden Menschen liebt! Er ist mein Heiland, der hilft, der Glaube, Hoffnung, Liebe schenkt und stets bei mir ist: Jesus Christus, Gottes Sohn.

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8 Antworten

  1. Derder Stürme stillt..........
    was für eine gute Zusage! Ich wünsche ich mir so sehr das der Sturm bald aufhört und ich will von ganzem Herzen auf ihn Vertrauen! Wie gut das wir immer zu ihm kommen können.

  2. Zunächst einmal lieben Dank für diese wundervolle Geschichte.
    Ich finde die Idee mit dem kleinen Kreuz eine großartige Idee und ich werde dies auch in meinen Alltag einbauen, weil ich häufig solche Situationen habe, in denen es wichtig wäre, wenn ich etwas bei sich hätte. Zudem denke ich dann womöglich wieder mehr an Jesus, der für uns am Kreuz gestorben ist.
    Doch nicht nur für mich, sondern auch für andere, die dieses kleine Kreuz dringender brauchen als ich vielleicht gerade. Vielleicht ist das auch wieder eine Möglichkeit, Glauben weiterzugeben.
    Ganz ganz lieben Dank für diesen wunderschönen Impuls.

  3. Danke für den Bericht,ich will es gerne
    nachahmen. Auf Spaziergängen hab ich einen kleinen Stein in der Jachentasche
    Zur Erinnerung, dass ich die Zeit gut für Dankgebete nutzen kann.

  4. Ich habe auch eins - schon länger und habe jedem meiner Kinder eins geschenkt. Kreuze aus Olivenholz aus Israel. Es ist mein ständiger Begleiter…

  5. Danke liebe Antje! So schön wieder von dir zu lesen - und dann auch wieder so eine wertvolle Idee. Ich werde gleich mal auf die Suche gehen und mir auch so ein kleines Kreuz kaufen. Nein, mehrere!, denn so viele brauchen es so oft. Herzliche Grüße und wo finde ich etwas mehr von dir. Hast du wieder geschrieben?
    Ich verschenke immer noch die Hoffnungszeiten von dir!
    Schalom für dein Leben wünscht dir Bärbel und Reini

  6. Liebe Antje, vielen lieben Dank für dein Bericht. Ich habe meinen 3 Kindern auch jedem eins geschenkt aber ich würde gerne dein Bericht mit denen teilen. Damit die den auch wirklich überall mit dabei haben.
    Gott segne dich bei weiteren Gedanken, Berichten.

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