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Montag, 22.03.2021

Das alte Lesezeichen und der rote Faden

Ich bin zu Hause, so wie viele Menschen, um mich und andere vor dem Coronavirus zu schützen. Die Regierung hat unsere Freiheit eingeschränkt. Wann wir unsere bislang selbstverständliche Freiheit wiedererlangen werden, wissen wir nicht. In den Medien ist das Thema seit nunmehr einem Jahr präsent.
Sich permanent mit diesem Thema auseinanderzusetzen kann einem nicht guttun. Es gilt, sich anderweitig zu beschäftigen und sich nicht in Angst und Schrecken versetzen zu lassen. Also arbeite ich im Garten, lese, genieße die warmen Sonnenstrahlen auf der Terrasse, putze und räume auf. Beim Ausräumen einer Schublade stoße ich auf ein Lesezeichen. Ohne es näher zu betrachten, stecke ich es in eines der Bücher, die sich in dieser Schublade befinden. Als ich am nächsten Tag meine Morgenlektüre aus der Schublade nehme, stoße ich erneut auf das Lesezeichen. Am oberen Ende ist eine rote Kordel befestigt. Ich nehme es in die Hand und lese folgende Aufschrift: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich – Jesus Christus.“ Diese Worte bewegen mich. Sie hätten nicht passender sein können. Ich stelle fest, dass es sich dabei um eine ehemalige Jahreslosung handelt und frage mich, wie alt sie wohl sein mag. Dank dem Internet habe ich die Antwort schnell ermittelt. Es handelt sich um den Bibelvers aus Johannes 14,1, der für das Jahr 2010 ausgesucht worden war.
Jahre später, als ein Virus die Welt in Angst und Schrecken versetzt, fällt mir dieses „Zeichen“ in die Hände. Ich hatte es gedankenlos in ein Heft gesteckt, das ich jeden Tag in die Hand nehme, um daraus ein paar Verse zu lesen. Nun aber befindet sich ein roter Faden darin, an den diese wichtige Nachricht geknüpft ist. „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Was für eine Botschaft! Diese Worte sind alles andere als veraltet, überholt oder verstaubt. Diese Worte könnten nicht aktueller sein.
Und so spricht mein Gott und Vater ganz unerwartet zu mir. Er ist bei mir, während ich meine Schublade ausräume. Er kommt hinein in mein Leben, in meinen Alltag und gibt mir den roten Faden für mein Leben in die Hand. Möge ich, mögen wir diesen roten Faden, diese wertvollen Worte niemals verlieren.

Jenni Lüchies

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10 Antworten

  1. Sehr ermutigend, der heutige Montagsgedanke. Bei allen Einschränkungen dürfen wir nicht vergessen, der Herr hat sie zugelassen und gleichzeitig zugesagt, uns nicht zu verlassen. Alle Freiheiten, die wir haben und hatten kommen allein aus seiner Gnade. Das macht mich dankbar.

  2. Vielleicht ist unsere Sichtweise auf unsere derzeitige Situation auch falsch. Vielleicht kommt alles noch viel schlimmer und wir sehnen uns nach der heutigen Zeit zurück? Warum fällt es uns so schwer, jetzt das zu genießen, was wir haben und was noch geht, statt uns nach etwas zu sehnen, was wir gerade nicht bekommen können? Warum nehmen wir nicht das, was Gott uns gerade jetzt auch an Schönem bietet, dankbar an, statt unzufrieden und wütend auf das Virus zu starren, das uns "unser Leben nimmt"? An der Situation ändert beides nichts, aber unser Erleben und unsere Zufriedenheit ist eine andere.

  3. Ich möche meiner "Namens-Schwester" von Herzen zustimmen. Gott ist immer da!! Er weiß , was er uns zumuten kann. Alle Dinge dürfen wir in Dankbarkeit vor Gott bringen. Was für ein HERR!!!

  4. Ich stimme den Gedanken von Monika auch zu.... immer wieder sehen was wir noch schönes haben und genießen dürfen, besonders unsere schöne Natur, das macht immer wieder dankbar , wir müssen es nur sehen und erkennen.
    Und es geht vielen schlimmer wie mir... das hilft mir persönlich-
    trotz Beschränkungen -in der DANKBARKEIT im Herzen zu bleiben.

  5. Weil von Jenni und allen Kommentatorinnen ganz wunderbar geschrieben und auch, weil 'aller guten Dinge drei sind' (wg. 'Monika'), muss, möchte ich hiermit 'Hallo' sagen, mich bei allen bedanken und uns allen, auch unseren MitGeschöpfen, alles Gute wünschen.

  6. Euer Herz erschrecke nicht! Gott ist dabei gewaltige Dinge zu tun, und sein Volk zu sammeln. Es ist noch Gnadenzeit in diesen Endzeitsgeburtswehen. Lob und Dank für jede Seele die gerade in unserer Coronakrise zum Herrn gezogen wird. Hinhören, sich freuen, was der Herr tut.

  7. Danke für Deine Montagsgedanken. Auch wir wissen nicht wie es wegen Corona Virus, Lockdown und Pandemie das Leben weiter geht. Da mein Mann seit über 10 Jahren nicht mehr beruftätigt ist und seit 1.12.2013 nun Rentner ist und seit über ein Jahr als Ehrenamtlich den Dienst im Cafe St. Mocca freigestellt habe, sind wir dem HERRN sehr dankbar, dass wir wirklich keine soziale Kontakte zu Menschen haben. Somit sind wir bei den Menschen miehr mit FaceTime, Skype, Zoom, Telefon, Brief /Karte schreiben etc. immer in Kontakt miteinander verbunden. Mir sind auch die bisherige Lesezeichen verlegt waren, nach so langer Zeit auch in meine Hände angekommen. GOTT IST DA!

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