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Montag, 04.04.2022

Anders als gedacht

Mein Mann und ich sind große Israelfreunde. Wie sehr freuten wir uns, als wir hörten, dass Israel wieder für Touristen geöffnet wurde. Schnell war ein Flug gebucht, der PCR-Test gemacht und die Formulare für die Einreise ausgefüllt. Zugegeben, Letzteres dauerte etwas länger und kostete mich reichlich Nerven ...
Aber dann saßen wir voller Erwartung und Vorfreude im Flugzeug. Nach der Landung schnell noch ein PCR-Test im Flughafen, danach in die Unterkunft. Womit ich nicht gerechnet hatte: Am nächsten Tag erfuhr ich, dass mein Testergebnis positiv war und ich mindestens vier Tage in Quarantäne bleiben musste. Wie konnte das sein? „Gott, warum hast du das jetzt zugelassen, wenn ich nach zwei Jahren endlich mal wieder hier sein kann? Und wie soll ich es in diesem Zimmer ohne Tageslicht und Fenster aushalten? Was machen wir, wenn mein Mann auch positiv ist? Wer wird uns in diesem fremden Land versorgen?“
Das Gedanken- und Sorgenkarussell begann, und ich merkte schnell, dass es keine gute Zeit werden würde, wenn ich mich weiter in diese negativen Gedanken hineinsteigern würde. So fing ich an, meinem himmlischen Vater zu danken. Dafür, dass ich keinerlei Symptome hatte und mein Mann nicht positiv war. Er konnte etwas unternehmen und brachte mir täglich eine leckere warme Mahlzeit mit. Außerdem entdeckten wir schnell die herrliche Dachterrasse unserer Unterkunft. Ich dankte Gott für den wunderbaren Blick auf die Jerusalemer Altstadt, die Wärme und den Sonnenschein, den ich zwei Tage lang viele Stunden dort oben genießen durfte.
Auch für das gute Internet war ich dankbar. Ebenso, dass eine unserer Töchter in diesem Land lebt und mir nach Telefonaten mit dem Gesundheitsministerium genau sagen konnte, wann und wie ich wieder „frei“ werden konnte. Wie gut auch, dass wir dieses Mal zwölf Tage in Israel geplant hatten, und nicht wie sonst nur eine Woche. So konnte ich mich noch auf einige unbeschwerte Tage freuen. Und wann hatte ich in letzter Zeit so viel Gelegenheit zur Stille, zum Beten und Bibellesen, zum Lesen überhaupt gehabt?
Sehr dankbar war ich auch, dass wir nach drei Nächten ein neues Zimmer bekamen, mit großem Fenster und Blick auf die Altstadt. Wie gut, denn nun wurde es kälter und windig, sodass die Dachterrasse keine Option mehr für mich war.
Danke, mein himmlischer Vater, für all das.
Danke, dass dies eine wunderbare Übung für mich ist, dir zu vertrauen, alles dir anzubefehlen und dich sorgen zu lassen.
Danke, dass du mich liebst und für mich sorgst, auch wenn das manchmal anders aussieht, als ich es mir gerade wünschen würde.
Danke, dass auch eine Quarantäne im Urlaub eine gute und wertvolle Zeit mit dir sein kann.

Elisabeth Malessa

"Danke" an die Autorin

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3 Antworten

  1. Wie schön...dieser Bericht. So sorgt unser Vater im Himmel für uns...auch unter ungünstigen Umständen schickt er uns immer einen guten Weg den wir gehen können..und im Nachhinein stellt es dich heraus dass es genau so gut für uns war...danke!

  2. Liebe Frau Malessa.
    Mit großem Interesse habe ich heute Ihren Bericht in den ‚MONTAGSDEDANKEN‘ gelesen und Ihren Mut zu der Reise nach ISRAEL bewundert und auch Ihre Reaktion auf die plötzliche Veränderung Ihrer ganz persönlichen Situation. Sie haben sehr klug gehandelt und sind mit mit den letzen 4 DANKE Sätzen, die sie formuliert haben an die Stelle gegangen wo die Kompetenz ist für Führung, Hinweise und Hilfe in unserem Leben!
    Für mich waren heute diese 4 Sätze eine große Hilfe.
    Ich bin mit ihnen zu Jesus gegangen und habe sie vor IHM ausgesprochen, vor dem Hintergrund meiner persönlichen Situation. Das hat mir Erleichterung gebracht.
    Nochmal herzlichen Dank.
    Christel Luise

    „Danke, mein himmlischer Vater, für all das.
    Danke, dass dies eine wunderbare Übung für mich ist, dir zu vertrauen, alles dir anzubefehlen und dich sorgen zu lassen.
    Danke, dass du mich liebst und für mich sorgst, auch wenn das manchmal anders aussieht, als ich es mir gerade wünschen würde.
    Danke, dass auch eine Quarantäne im Urlaub eine gute und wertvolle Zeit mit dir sein kann.“

    Elisabeth Malessa

  3. Wenn man es schafft, die eigene Enttäuschung über Dinge die sich anders entwickeln als gedacht, zu überwinden, und sich bemüht, all das Gute zu sehen, dann kann trotzdem Freude ins Herz und die Gedanken einziehen.
    Wer immer nur beklagt was nicht so ist wie erhofft, wird bitter und andere werden sich zunehmend abwenden. So schadet man sich selbst zu allererst und für andere ist der Kontakt kein Vergnügen.
    Wenn Dankbarkeit ein Lächeln auf unser Gesicht zaubert erfreut dies uns selbst und andere mit!

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