Warenkorb
 
Ihr Warenkorb enthält zurzeit noch keinen Artikel.
 
 
INFOS

Endlich wieder gut schlafen!

Viele Frauen, egal wie alt sie sind, wünschen sich sehnlichst, frisch und munter durch den Tag zu gehen. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Ihre Dauermüdigkeit führt zu Konzentrationsmangel, Erkältungsanfälligkeit und verminderter Leistungsfähigkeit. All das schlägt aufs Gemüt.

Wer nicht richtig ausgeschlafen ist, hat eine geringere Lebensfreude und wird leichter depressiv.
Experten wissen, dass Lebensveränderungen Auswirkungen auf den Schlaf haben können. In Krisen-, Krankheits- und Stresszeiten fällt das Einschlafen oft schwer und auch nachts kommt es immer wieder zu Unterbrechungen der dringend benötigten Ruhe.


Schlaf, das Geheimrezept für Höchstleistungen

Mit großer Verwunderung reagierte ein Reporter, als er eine der besten Skiläuferinnen der Gegenwart nach ihrem Geheimrezept für ihre außergewöhnliche Leistungsfähigkeit fragte. „Das ist ganz einfach: Ich schlafe, wenn möglich, zehn bis elf Stunden pro Nacht!“
Dieser Werbung für die Ruhestunden steht ein besorgniserregender Trend gegenüber: Schlafen kommt zunehmend „aus der Mode“. Viele bleiben freiwillig länger wach als nötig. Dabei ist Schlafen ein Grundbedürfnis wie Hunger und Durst. Wer sein persönliches Schlafbedürfnis regelmäßig ignoriert wird zur Gefahr – für sich selbst und für andere: Starke Müdigkeit steigert die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall um mehr als das Sechsfache! EU-weit kommt es jährlich zu 150.000 Verkehrsunfällen, die durch Schläfrigkeit verursacht wurden. 
Außerdem bestätigen Schlafforscher Gottes guten Plan hinter dem menschlichen Schlafbedürfnis: Nachts schafft eine Art „Müllabfuhr“ in unserem Gehirn Platz für neue Eindrücke und räumt mit unwichtigen Altlasten auf. Diese Auszeit befähigt uns, Wissen so zu verarbeiten, dass wir am folgenden Tag auf neue Lösungen kommen können. Es lohnt sich also, für einen guten Schlaf zu sorgen.
Darüber hinaus hat der Körper nur begrenzte Energiereserven, die durch den Schlaf geschützt werden. Nachts fährt der Körper runter und wird auf „stand-by“ geschaltet, um sich regenerieren zu können. Die Energiereserven werden wieder aufgefüllt, das Immunsystem wird gestärkt und Heilungsprozesse setzen ein. So macht sich der Körper bereit für die Anforderungen des nächsten Tages.  


Unnötiges Gepäck für die Traumreise: Sorgen

Tatsächlich versuchen viele Frauen, ausreichend Zeit zum Schlafen zu finden. Trotzdem stellt sich die Entspannungs- und Regenerationsphase oft nicht gleich ein. Je mehr sie darauf warten, einzuschlafen, desto schwieriger wird es – besonders, wenn viele Dinge am Tag unerledigt geblieben sind. Wer zwar mindestens acht Stunden im Bett verbringt, davon aber die meiste Zeit wach liegt, nimmt vermutlich zu viel „Gepäck“ vom Tag mit ins Bett. Dabei ist jede Nacht wie ein Kurzurlaub für die Seele! Und für eine Urlaubsreise packt man schließlich auch nur das Nötigste ein. Keiner käme auf die Idee, unnötig Schweres wie Steine oder dicke Skripten mitzuschleppen.
Ich erinnere mich an eine schlaflose Nacht, in der ich mich als junge Studentin um eine wichtige Prüfung sorgte. Ruhelos wälzte ich schwere Gedanken: von einem ungerechten Prüfer, unlösbaren Aufgaben, Schweißausbrüchen bis zum totalen Blackout. Nichts davon geschah am nächsten Tag. Alles nahm seinen geplanten Lauf.
An jenem Tag erfuhr ich die Bedeutung von Psalm 127, in dem es sinngemäß heißt: Früh aufstehen, spät schlafen gehen und hart arbeiten nützt nichts, wenn nicht Gott dein Lebenshaus baut. Sorge dich nicht: Gott schenkt es seinen Kindern im Schlaf!
Das waren schwer verständliche Worte für eine junge Frau, die gerne anpackte und selbst fleißig sein wollte. Im Schlaf? Das klang für mich nach Faulheit. Bereits als Kind hielt ich die Nachtstunden für unnötige Zeitverschwendung. Doch später in meinem Leben habe ich oft erfahren, wie verloren geglaubte Kraft über Nacht wiederkehrte und mit ihr neue Perspektiven. 


Ruhepausen am Tag

Der Schöpfer des Universums wusste, warum er Tag und Nacht, Wachen und Schlafen, Arbeiten und Ruhen geschaffen hat. Der Schlaf gehört zu seinen freundlichen Gaben an uns. Seitdem ich dies begriffen habe, liebe ich die Nachtstunden!
Das Schlafbedürfnis der einzelnen Menschen ist unterschiedlich und nicht immer bekommt man nachts genug Stunden Schlaf ab. Um trotzdem erholt durch den Tag zu kommen kann eine Ruhepause in der Mittagszeit goldwert sein. In China zählt der Mittagsschlaf sogar zu den Grundrechten des Menschen und wurde in der Verfassung festgeschrieben. In Japan gibt es den „Inemuri“, den Schlaf in der Öffentlichkeit, z. B. in der Pause oder in der Bahn. Dieser Kurzschlaf stärkt die Konzentration und die Aufmerksamkeit und mobilisiert neue Lebenskräfte für den restlichen Tag. Auch immer mehr europäische Firmen werden auf das sogenannte „Powernapping“ aufmerksam und richten ihren Mitarbeitern Räumlichkeiten für den etwa 20-minütigen Erholungsschlaf ein. 
Selbst wenn man nicht einschlafen kann und nur die Augen schließt, tut mittags eine Ruhepause gut. Ich lege mich manchmal einfach für zwanzig Minuten aufs Sofa, mache die Augen zu und höre Anbetungsmusik. Nach diesem  „Kurzurlaub für Seele und Geist“ gilt es dann, den Körper wieder in Schwung zu bringen: Fenster öffnen, ein Glas Wasser trinken und zehn Minuten auf den Hometrainer!
Eine Bekannte legt sich lieber nicht hin; zu groß ist sonst die Versuchung, danach nicht mehr ans Werk zu gehen. Stattdessen kocht sie sich mittags eine Tasse mit heißem Zitronenwasser, Ingwer und einem Teelöffel Honig. Alleine der Geruch ihres Lieblingsgetränks weckt ihre Lebensgeister. 


Schlafhelfer und -hindernisse

Viele Düfte machen munter, manche aber auch müde. Vorm Schlafengehen ist ein Entspannungsbad mit Duftölen und Kerzenschein ideal.Auch manche Getränke, wie zum Beispiel Honigmilch oder bestimmte Kräutertees, helfen beim Einschlafen. Schädlich ist es dagegen, abends zu viel oder zu schwer zu essen. Ein leichtes Abendessen mit einem anschließenden, flotten Spaziergang kann ein wahres Schlafwundermittel sein!
Abendliche Rituale sind ebenfalls gute Einschlafhilfen. Eines unserer Kinder war ein richtiges Schreikind. Der Retter unserer Nachtruhe war ein Missionar aus der damaligen Sowjetunion, der uns eine CD mit russisch-deutschen Chorälen mitbrachte. Sobald der Männerchor „Führe du mich heim, Vater“ anstimmte, begann unser Baby seine Äuglein zu reiben und fiel bald darauf in einen süßen Schlummer. Noch heute verwendet unser mittlerweile zum Teenie herangewachsener Sohn diese CD als Noteinschlafhilfe, obwohl sie überhaupt nicht seinem derzeitigen Musikstil entspricht! Musik, ein nicht zu spannendes Buch, ein Psalm oder Gebet sind gute Tagesabschlüsse. Sie beruhigen und setzen einen Schlusspunkt hinter den Tag. 
Meine Mutter hatte die Gewohnheit, sich jeden Abend an die Betten ihrer vier Kinder zu setzen und den Tag Revue passieren zu lassen. Was war schön? Was fiel schwer? Hatten wir Konflikte mit anderen? Wo war Freude, wo Versagen? Sie nannte diese Rückschau „Tagesfilm“. An schweren Tagen forderte sie uns auf, den Tag aufzuzeichnen und anschließend klebten wir die einzelnen Bögen zu einer Filmrolle. Danach baten wir Gott gemeinsam um Vergebung, gaben unsere Sorgen bei ihm ab, dankten ihm und beteten für einen guten Schlaf. Dieses Ritual ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Noch heute als erwachsene Frau ist der Tagesfilm meist mein Tagesabschluss, der mir hilft, ruhig zu schlafen.
Zudem hilft Gebet, Sorgen loszulassen und Frieden zu finden. Corrie ten Boom konnte sich sogar im Konzentrationslager sicher ausruhen, weil sie wusste: „Gebet sollte der Schlüssel zum Tag und das Schloss zur Nacht sein!“ Probieren Sie´s doch gleich mal heute Abend aus! Gönnen Sie sich guten Schlaf, damit Sie munter durch den Tag kommen!

Roswitha Wurm ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Wien. Sie ist freie Autorin. Dieser Artikel erschien erstmalig in LYDIA 4/2009.
„Danke” an die Autorin

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Sagen Sie der Autorin mit einem Klick „Danke!“:

Was denken Sie?

Teilen Sie Ihre Gedanke mit uns und anderen Lesern! Wir freuen uns über Ihren Beitrag.

Ihre Gedanken zu dem Artikel?

Content ".nncomments-popover-content" wird per jQuery ersetzt.

Wir freuen uns über jeden Beitrag! Der Text erscheint inkl. Ihres Namens (falls angeben) auf der Lydia-Webseite. Weitere Informationen über die Speicherung der Daten finden Sie unter Datenschutz.

Ähnliche Artikel

Das Abo von Lydia

Alles Gute kommt…
per Post!

Ermutigendes, Bewegendes, Persönliches, auf das man sich freut – 4x im Jahr. Für nur 12 € zzgl. Versandkosten.

Mehr Infos