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Die Herzensprüfung

Eigentlich hätte ich mich über den Anruf meiner Schwester freuen sollen. Stattdessen spürte ich einen nagenden Stich im Herzen …

Vor Kurzem bekam ich unerwartet einen Anruf, der mich völlig aus der Bahn warf. Meine Schwester war schwanger. Schon war er wieder da, der alte Schmerz. Wieder musste ich mit Gott ringen und meine Fragen stellen: Muss das sein, Herr? Warum wird sie schwanger und ich nicht? Wenn du so barmherzig bist, warum tust du dann nichts?! Du hättest doch verhindern können, dass es so kommt! Dein Plan für mein Leben gefällt mir überhaupt nicht!
Ich fühlte mich wie im Feuerofen. Gott kann mich aus dem Feuer retten. Das glaubten Daniels Freunde damals, und das glaube ich auch. Er kann mir ein Kind schenken. Er kann jedes Problem lösen. Für den allmächtigen Gott ist nichts unmöglich! Allerdings scheint mein Wohlbefinden nicht sein Hauptanliegen zu sein. In erster Linie möchte er, dass ich heilig bin. Er will die schwierigen Umstände nutzen, um das an die Oberfläche zu bringen, was in meinem Herzen ist. Auch wenn es länger dauert.

Der Zustand meines Herzens
Gott möchte nicht nur Gutes aus mir herausholen. Er möchte auch Schlechtes an die Oberfläche bringen. Die Unreinheiten, die tief in meinem Herzen verborgen sind, will er mir vor Augen führen. Ich selbst bin blind für den wahren Zustand meines Herzens. So wie David brauche ich Gott, der mein Herz prüft und nachsieht „wenn ich auf falschen Wegen gehe“ (Psalm 139,24). Wenn er etwas findet, dann möchte er mein Herz reinigen. Warum? Er möchte, dass ich heilig bin, wie er auch heilig ist. Die Menschen um mich herum sollen sehen, dass er Gott ist, der einzig wahre Gott. In seiner Gnade prüft er mich und reinigt mich. „Ich habe dich geläutert, nicht so, wie Silber geläutert wird, sondern im Glutofen des Leidens“ (Jesaja 48,10).
Deswegen brauche ich das „Feuer der Reinigung“. Gott sei Dank bin ich noch nie in einen richtigen Feuerofen geworfen worden so wie die drei Freunde von Daniel (Daniel 3). Ich erlebe das so, dass Gott durch Umstände und Menschen wirkt, die ich anstrengend finde, die mich herausfordern und mich an meine Grenzen bringen.

Niemals allein
Meine Reaktion auf den Anruf meiner Schwester zeigte mir, wie wenig ich Gott vertraue. Ich hatte noch immer nicht akzeptiert, dass seine Gedanken und Wege höher sind als meine.
Das Feuer bleibt mir nicht erspart, wenn ich Gottes Kind bin. Es gibt noch vieles, das an die Oberfläche gebracht werden muss. Mein Glaube wird immer wieder geprüft werden. Dennoch verspricht Gott etwas Wunderbares. Er verspricht, mit mir zu sein: „Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren! Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland “ (Jesaja 43,2–3).

Wertvoller als Gold
Gott war mit Daniels Freunden im Feuerofen. König Nebukadnezar erschrak, als er vier Männer mitten im Feuer umhergehen sah. Hatte er doch nur drei Männer ins Feuer geworfen!
Ich selbst habe immer wieder Gottes Gegenwart im Feuer erlebt. Er hat zu mir durch die Bibel gesprochen und mich erinnert, dass er mich liebt. Er hat mir gesagt, dass dieses Leid nur für kurze Zeit ist. Er hat gesagt, dass ich mich freuen darf, wenn mein Glaube geprüft wird, denn dann ist er wertvoller als vergängliches Gold. Mein Leid wird nicht umsonst sein. Durch Freunde, die mich umarmen und für mich beten, spürte ich ebenso, dass ich nicht allein bin.
Rückblickend bin ich sogar dankbar für den Anruf meiner Schwester, denn ich hatte Zeit, die Neuigkeiten zu verdauen, bevor sie mich wenige Wochen später besuchte. Auch im Feuer ist Gott gnädig!
Gott hat noch etwas in meinem Herzen getan. Er hat mir geholfen, wegzuschauen von meiner eigenen Situation. Ich habe mich entscheiden können, meiner Schwester etwas zu schenken. Mein Schmerz, mein Frust, all meine Unzufriedenheit und mein Neid hat er in Freude verwandelt. Unser gemeinsames Wochenende war wirklich gesegnet und ich konnte mich ehrlichen Herzens für sie freuen. Mein Gott ist gut und er kann viel mehr in meinem Herzen bewirken, als ich mir jemals vorstellen könnte!

Emma Repolusk
Veröffentlicht am 4. Dezember 2019

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