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Der Heilige Geist – der große Unbekannte?Neue Dimensionen an Gott kennenlernen

Gott, den Vater kennen wir. Jesus auch. Aber den Heiligen Geist? Wer ist dieser große Unbekannte in der Bibel, und was hat er mit unserem Alltag zu tun?

Nachdem Jesus etwa drei Jahre eng mit seinen Freunden zusammengelebt hat, lässt er sie eines Abends wissen, dass er gehen wird. Seine Freunde haben alles zurückgelassen. Sie haben ihr Vertrauen auf die Hoffnung gesetzt, dass Jesus der Retter der Welt sein könnte. Das Leben mit Jesus war nicht ungefährlich, aber es war ein fantastisches Leben. Wunder waren an der Tagesordnung. Jesus hatte immer eine Antwort, immer eine Lösung. Und nun lässt er sie wissen, dass er gehen wird.

Er fügt aber hinzu: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden“ (Johannes 16,7). Gut, dass du gehst?!? Ich kann den Protest förmlich hören. Ich weiß nicht, ob seine Freunde das nächste Detail überhaupt gehört haben in diesem emotionalen Stress. Jesus wird ihnen den Tröster senden.

Der Heilige Geist – ein Tröster

Im Griechischen steht hier das Wort „parakletos“. Es kann übersetzt werden mit: Tröster, Helfer, Beistand, Anwalt, Fürsprecher. Wörtlich heißt es: „der zur Unterstützung Herbeigerufene“. Im Verlauf ihres Gesprächs wird deutlich, dass Jesus vom Heiligen Geist redet. Dieser Heilige Geist ist also jemand, der uns hilft, tröstet und unterstützt. Das klingt auf jeden Fall gut, aber die Frage bleibt bestehen: „Warum der Heilige Geist anstelle von Jesus?“ Es gibt vielfältige Gründe, aber einen Kerngedanken möchte ich hier teilen.

Jesus sagt über den Heiligen Geist: „Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch“ (Johannes 14,16–18).

Hier berühren wir das Thema Dreieinigkeit. Jesus sagt: „Ich gehe, aber keine Sorge, ihr bleibt nicht allein. Ich sende euch den Helfer, den Unterstützer, den Tröster, den Heiligen Geist. Er wird für immer mit euch sein, ja sogar in euch sein. Ihr seid keine Waisen, ich komme zu euch!“

Der Heilige Geist ist in gewisser Form Jesus mit uns. Und zwar immer, zu jeder Zeit, an jedem Ort, auf jedem Kontinent. Für jeden persönlich, der von Neuem geboren ist. Das, was Jesus konkret für seine Jünger während seiner Zeit auf Erden war, soll ab jetzt der Heilige Geist für sie sein. Und auch heute für uns.

Den Heiligen Geist kennenlernen

Der Heilige Geist ist also Gott mit uns. Wenn wir die Bibel durchforsten, sehen wir, was der Heilige Geist alles tut: Er führt uns in die Wahrheit (Johannes 16,13). Er schenkt uns Frieden, Freude und Gerechtigkeit (Römer 14,17). Er wird uns alles lehren und an das erinnern, was Jesus gesagt hat (Johannes 14,26). Er wird uns Zukünftiges zeigen (Johannes 16,13). Er gießt die Liebe Gottes in unser Herz (Römer 5,5). Er versiegelt uns als Gottes Eigentum (Epheser 4,30).

Das alles tut der Heilige Geist und noch viel mehr. Das tut nicht der Vater oder Jesus. An einem anderen Beispiel kann ich diese Rollenverteilung gut verdeutlichen: Niemand würde den Vater anbeten und ihm danken, dass er für uns gestorben ist. Jesus ist für uns gestorben. Aber: „Danke, Vater, dass du die Welt so sehr geliebt hast und deinen Sohn gesandt hast!“ Der Heilige Geist, obwohl ganz Gott, unterscheidet sich vom Vater und vom Sohn. Der Heilige Geist hat konkrete Aufgaben.

Alltag leben mit dem Heiligen Geist

Ich möchte dazu ermutigen, den Heiligen Geist zu kennenzulernen, ihn wahrzunehmen und partnerschaftlich mit ihm zusammenzuarbeiten. Gott unterscheidet nicht zwischen „geistlichem Gemeindeleben“ und „ungeistlichem Alltag“. Der Gott, der geistlichen Rat hat, die Bibel versteht und Gedanken zur Weltmission hat, ist der Gott, der weiß, was mich und meine Freunde bewegt, der meine Familie kennt und Ahnung von unserem Leben im 21. Jahrhundert hat. Er hat Gedanken und Antworten für jeden Bereich der Gesellschaft und für jeden persönlichen Lebensbereich. Er hat Ahnung von Wirtschaft, sozialen Brennpunkten, Wissenschaft, Eheproblemen, Aktien und Kindererziehung. Und in diesen ganz konkreten Aspekten des Lebens möchte er durch den Heiligen Geist unser Parakletos sein. Unser Helfer, Tröster, Beistand.

Den Heiligen Geist praktisch erleben

Vor einigen Jahren brauchten wir ein neues Auto. In dieser Zeit sprach der Heilige Geist zu mir, dass er uns Geld geben werde. Als dies kurz darauf geschah, wollte ich gleich losgehen und ein Auto kaufen. Aber ich hörte, wie der Heilige Geist zu mir sprach, ich solle noch vier Monate warten. Dann träumte ich, in welches Geschäft ich gehen sollte. In meinem Traum hörte ich außerdem die Aufforderung, dass der Kauf nicht an der Farbe des Autos scheitern sollte. Komisch, dachte ich, aber ok!

Ich hatte ein konkretes Auto vor Augen. Ein paar Details waren mir wichtig, andere wünschte ich mir. Als ich vier Monate später in jenes Autohaus ging und meine Vorstellungen mitteilte, antwortete der mürrische Berliner Verkäufer, dass sie so ein Modell nicht haben. Noch während er meine Telefonnummer notierte, um mir gegebenenfalls Bescheid zu geben, schaute er mit Erstaunen auf seinen Bildschirm. „Das gibt’s doch nicht! Genau jetzt kommt so ein Fahrzeug in unseren Bestand!“ Er teilte mir die Details mit. Nicht nur meine Hauptpunkte waren erfüllt, sondern all die Kleinigkeiten, die ich noch nicht einmal erwähnt hatte. Perfekt! Dann sah ich die Farbe. Ai, das war nicht, was ich mir vorgestellt hatte. Aber war da nicht eine konkrete Aufforderung in meinem Traum? An der Farbe soll der Kauf nicht scheitern! 

Das Auto war ein Segen. Aber was mich bis heute viel mehr berührt ist, wie präzise der Heilige Geist gesprochen hatte.

Abenteuer Heiliger Geist

Was kann geschehen, wenn wir den Heiligen Geist kennen? Wenn wir wissen, was er gerne tut und was er tun kann? Wenn wir wissen, dass er auch ganz konkret zu uns spricht? Wenn wir uns darauf einlassen und dies einüben? Wenn wir bereit sind, Fehler zu machen und nicht aufzugeben? Dann werden wir an allen Ecken und Enden hören, wie Menschen erstaunt sind über unseren Gott. Und viele werden weitere Fragen stellen. Und viele werden sich zu Jesus wenden und von ihren Wegen umkehren. Und viele werden von Neuem geboren werden. Und viele werden dadurch die Ewigkeit mit Gott verbringen. Denn auch dazu ist der Heilige Geist gekommen: Er wird Jesus verherrlichen (Johannes 16,14).

Ich möchte dazu einladen, sich auf dieses Abenteuer mit dem Heiligen Geist einzulassen. Es lohnt sich!

Christophe Domes ist Hauptpastor und mit seiner Frau Miriam Gründer der Gemeinde „diekreative Berlin“. Was die Autofarbe betrifft: Statt einem dunklen Blau war es ein Braunton, der sich allerdings im Nachhinein als sehr elegant herausgestellt hat! Dieser Artikel erschien in Lydia 2/2022.

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