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INFOS

Mein neues Bild von mirBestätigung gesucht, wahre Liebe gefunden

Sindy fühlte sich als Kind fehl am Platz. Nicht richtig, nicht genügend. Als sie merkte, wie stark Jungen und Männer auf körperliche Reize von Frauen reagieren, zog sie daraus drastische Konsequenzen. Sie machte sich selbst zum Lustobjekt, suchte und bekam die Bestätigung von Männern. Eine tiefe Sehnsucht in ihrem Innern blieb jedoch …

Als Sindy neun Jahre alt war, entdeckte sie unter den Handtüchern im Bad ein Pornoheft. Neugierig schaute sie das Heft durch. Sie registrierte, wie begehrend die Männer auf den Bildern die nackten Frauen anschauten, und zog den folgenschweren Schluss: Aha, so muss ich sein, um von Männern beachtet und geliebt zu werden. Diese Erkenntnis sei der Auslöser für alles Folgende gewesen, sagt sie. (…)

Bilder in der Seele
Ein paar Monate später schaute sie bei einem Klassenkameraden den ersten Porno. Die Bilder, die sie dort sah, bekam sie nicht mehr aus dem Kopf. Sie begann, die Posen und Blicke der Pornodarstellerinnen vor dem Spiegel zu üben. Zum Ende der Grundschulzeit hatte sie bereits einen sexualisierten Blick auf sich selbst. Die Gewissheit brannte sich in ihre Seele: Ich werde als Frau für meine körperlichen Attribute geliebt. Dieser Gedanke formte ihre Identität in einem Alter, in dem sich andere Mädchen erst langsam auf die Suche nach sich selbst begeben. „Es ist unglaublich wichtig, sich schon als Kind Gedanken über die eigene Identität zu machen“, sagte sie heute. „Wer bin ich wirklich? Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, und wie gehe ich damit um? Bei uns in der Familie hat niemand danach gefragt, was ich gerne mag, was ich mir wünsche oder was ich gut kann.“ So blieb in Sindy die Sehnsucht danach, so angenommen und geliebt zu sein, wie sie war. Dieses innere Loch füllte sie mit dem nächstbesten Platzhalter und nahm sich die Pornodarstellerinnen zum Vorbild. (…)

Männer statt Studium
Auf einer Party beobachtete sie, wie ein Softporno gedreht wurde. Sie war entsetzt. „Ich habe gesehen, wie Frauen vor laufender Kamera gewürgt und gedemütigt wurden. Das wollte ich nicht! Ich wollte nicht zu einem Objekt werden, sondern die Kontrolle über die Männer behalten.“ Doch diese hatte sie bereits verloren. Zwei Männer entführten Sindy in einen dunklen Keller und wollten sie vergewaltigen. In dieser Nacht wurde ihr klar: Beim Spiel mit dem Feuer kann man sich verbrennen. „Gott, wenn du mich hier rausholst, will ich wieder an dich glauben und dir dienen!“, betet sie in Panik. Tatsächlich hörten die Männer auf, sie zu bedrängen, und ließen sie gehen. „Mein Versprechen an Gott habe ich allerdings gleich wieder vergessen“, gesteht sie.
Doch Gott vergaß Sindy nicht. Als sie nach Deutschland zurückkehrte, um ein Studium zu beginnen, sprach er immer wieder zu ihrem Herzen. Einmal wurde diese innere Stimme so deutlich, dass Sindy sie nicht mehr ignorieren konnte. Sie saß im Auto neben einem verheirateten Mann, als dessen Frau anrief. Da hörte sie in ihrem Inneren die Worte: Sindy, was machst du? Du bist gerade dabei, eine Ehe kaputtzumachen. Wolltest du nicht selbst einmal einen treuen Ehemann haben? „In diesem Moment begann sich innerlich etwas in mir zu bewegen“, sagt sie. Als sie kurze Zeit später Angebote bekam, professionell in die Sexindustrie einzusteigen, lehnte sie ab. (…)

Désirée Gudelius
Lesen Sie Sindys ganze Geschichte in LYDIA 3/2018.

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