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Gebet zwischen Umzugskisten

Im heißen Sommer letzten Jahres standen mein Mann und ich vor einem erneuten Umzug. Der vorige lag erst zweieinhalb Jahre zurück und wir hatten keine guten Erinnerungen daran. Es war dabei viel kaputtgegangen und uns kam es vor, als hätte die damalige Umzugsfirma ihr Berufsziel verfehlt. Nun mussten wir uns wieder für eine Firma entscheiden, und das fiel uns sehr schwer. Es kamen einige der Mitarbeiter zu uns in die Wohnung und diesmal versuchten wir, als gebrannte Kinder, genau hinzuschauen und hinzuhören.
Schließlich trafen wir unsere Entscheidung. Am Abend vorher beteten wir für die Männer, die am nächsten Tag, der der heißeste in der Woche werden sollte, unser Hab und Gut in ihren Händen halten sollten.
Sie kamen pünktlich am frühen Morgen, waren sehr freundlich und motiviert. Das tat gut. Was sie dann leisteten, wäre eine Goldmedaille wert gewesen, sofern es sie in dieser Branche gegeben hätte. Sie arbeiteten hart, und selbst als das Thermometer auf 35 Grad kletterte, gab es von ihrer Seite keine Kritik. Im Gegenteil, sie blieben höflich und freundlich und verloren nicht die Ruhe, auch nicht bei unliebsamen Überraschungen. Wir konnten es kaum glauben und waren so dankbar!
Schon am Nachmittag hatte ich den Impuls, für die Männer zu beten, und wollte es in die Tat umsetzen, bevor sie in ihren wohlverdienten Feierabend gingen. Am Ende des langen Tages standen wir dann, umgeben von Umzugskartons, alle im Flur und waren körperlich völlig erledigt. Da nahm ich all meinen Mut zusammen und erzählte ihnen, dass wir Christen seien und schon gestern Abend für sie gebetet hätten. Da wir sie nun kennengelernt hätten und so zufrieden mit ihnen wären, würde ich jetzt gerne auch mit ihnen beten. Ich fragte, ob das für sie okay wäre, denn ich wollte niemandem zu nahe treten.
Aber sie waren einverstanden und so standen wir da, mitten im Umzugschaos und in unserer verschwitzten Kleidung, und ich betete zu Jesus, dankte ihm für die Männer, die mit all ihrer Kraft uns zum Wohl gedient und ihre Gaben eingesetzt hatten. Ich bat um einen gesegneten Feierabend, den sie nach all der Anstrengung nun genießen sollten, und um neue Kraft für ihren nächsten Auftrag.
Es war ein besonderer Moment und ich dankte Gott, dass er mir den Mut dazu gegeben hatte und dieses Gebet zum Segen für die Männer und letztlich auch für uns wurde. Denn wir fühlten uns reichlich beschenkt.

Sigrid Lang

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