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Frauen in Nigeria ermutigen

„Bin ich schön? Bin ich wertvoll?“ Diese Fragen stellen sich alle Frauen auf der ganzen Welt. Doch für Frauen in Nigeria, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, sind das ganz existenzielle Fragen, mit denen sie sich in einem Trauma-Seminar auseinandersetzen.

Alisa wurde von einer Gruppe extremistischer Fulani-Hirten angegriffen und vergewaltigt. Charity wurde von Boko-Haram-Kämpfern entführt und zur Ehe mit einem von ihnen gezwungen. Sie sind nur zwei von vielen Frauen, deren Leben durch sexuelle Gewalt nie mehr so sein wird wie zuvor.

Schritte der Heilung
In Nigeria ist das Vergewaltigen von Frauen eine bewusste Strategie der Fulani und Boko Haram, um ihre Macht über ein Gebiet auszubauen. Viele Frauen fühlen sich bedroht und hilflos angesichts der Übermacht. Oft müssen sie nicht nur den Schrecken einer Vergewaltigung erleben, sondern finden danach auch nicht mehr ohne weiteres in die Dorfgemeinschaft und die eigene Familie zurück. Charitys richtiger Ehemann konnte sich nur schwer damit abfinden, was seiner Frau widerfahren war, und lehnte sie und ihre Tochter Rahila, die von einem Boko-Haram-Kämpfer gezeugt worden war, ab.
Wie können die Frauen in all dem Leid und Schmerz wieder neue Hoffnung finden? Die christliche Organisation „Open Doors“ bietet Trauma-Seminare an, in denen die Frauen das Erlebte verarbeiten können. Ein Teil des Seminars ist ein Kunstworkshop, bei dem die Frauen sich selbst porträtieren. Vielen fällt es schwer, sich nach dieser Gewalttat wieder anzunehmen und mit dem Schmerz und der Scham umzugehen.

Gebet und Ermutigung
Florence, die als Zehnjährige vergewaltigt wurde, erzählt: „Ich malte Tränen auf mein Selbstporträt, denn beim Malen dachte ich an all das, was mir passiert ist. Doch danach konnte ich alles für eine Weile vergessen.“ Gemalt hat sie sich mit goldenen Tränen – so wie auch die anderen Frauen. Sie sollen ausdrücken, dass Gott ihren Schmerz sieht und in Freude verwandeln kann. Eine Identität zu finden, die gegründet ist auf Gottes Liebe, ist das Ziel des Seminars. Auf dem Weg zur inneren Heilung benötigen die Frauen Gebet und Ermutigung. Konkrete Gebetsanliegen und die Geschichten der Frauen finden sich auf der Homepage von „Open Doors“. Außerdem kann man den Frauen einen Brief schreiben. Eine Anleitung dazu gibt es hier.

Saskia Barthelmeß
Veröffentlicht am 24. Juli 2019

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