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Saskia Barthelmeß

Zuerst kommt die Liebe

Der Trubel am Morgen ist vorbei. Als alle aus dem Haus sind, hebe ich liegengebliebene Kleidungsstücke auf, stelle das Geschirr in die Spülmaschine und nehme mir eine Minute Zeit, um mich zu sammeln. Um mich herum ist es ruhig, doch in mir rufen die Gedanken nach Beachtung: „Denk daran, dass …“, „Du musst unbedingt noch …“. So viel zu bedenken, zu organisieren, um nichts zu vergessen.

Ich blicke aus dem Fenster und sehe die Blätter, die sich herbstlich gefärbt haben, im Hintergrund erheben sich im blauen Morgenlicht die majestätischen Berge. Und auf einmal wird es still in mir. „Du bist geliebt“, flüstert Gott in mein Herz. Ich staune. Ja, ich bin geliebt. Zuerst geliebt. Bevor ich überhaupt irgendetwas tue, bin ich geliebt. Von dem großen Gott, der dies alles hier geschaffen hat. Er sieht mich gerade jetzt in diesem Moment. Und er liebt mich. Diese Wahrheit bewegt mein Herz. Er streckt sich nach mir aus, er freut sich über mich. Liebt mich in Zeiten, in denen ich mich selbst nicht liebe. Liebt mich in Zeiten, in denen ich mich schrecklich fühle und versage. Denn seine Liebe hängt nicht von mir ab – sie wohnt in seinem heiligen, unbestechlichen, gnädigen und beständigen Herzen. Er hat meine Schuld durch seinen Tod am Kreuz aus dem Weg geräumt. Er sagt wieder und wieder „Ja“ zu mir. Was für ein Wunder! Keine andere Liebe kann das.

Ich möchte Jesus immer besser kennen lernen, ihn mehr lieben, möchte eine Ermutigung und Hilfe für die Menschen in meinem Umfeld sein. Und ja, das alles ist gut und schön. Aber wie oft vergesse ich, dass die Liebe Gottes zuerst kommt.
Mir fällt der bekannte Text aus 1. Korinther 13 ein, und ich buchstabiere ihn für mein eigenes Leben durch:

Wenn ich eine perfekte Mutter wäre und meine Familie in der ganzen Stadt von allen bewundert würde, aber ich keine Liebe hätte, wäre ich nichts weiter als ein klappernder Kochtopf.
Wenn ich inspirierende Texte schreiben würde, die Kritiker zum Staunen und Leser zum Applaudieren brächten, hätte aber keine Liebe, dann wäre ich nichts weiter als ein Blatt, das der Wind zu Boden weht.
Und wäre ich für meinen großen Glauben bekannt, meine freundliche und großzügige Art, mit anderen umzugehen, aber die Liebe wäre nicht in mir, dann wäre ich nichts.

Nichts. Nur Gottes Liebe zu mir, in mir und durch mich hat Bedeutung in dieser Welt. „Du bist geliebt!“ Mit dieser Botschaft in meinem Herzen gehe ich Schritt für Schritt durch den Tag und weiß: Egal, was kommen mag, es gibt nichts, das wichtiger ist als diese Wahrheit.

Saskia Barthelmeß
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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

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