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Heike Müller

Was für ein Timing!

Der Wocheneinkauf war erledigt, alle Waren in Schränken und Regalen verstaut. Nun hatte ich  noch etwas Zeit, bis ich das Mittagessen zubereiten musste. Also beschloss ich, noch ein paar Räume staubzusaugen und begann damit im Obergeschoss. Nachdem ich mit dem ersten Zimmer fertig war und gerade den Stecker aus der Steckdose ziehen wollte, horchte ich auf. Es klang wie Wasserrauschen. Da uns gegenüber ein Haus gebaut wird und gerade der Innenputz mit Wasser aus unserem Außenhahn durchgeführt wurde, dachte ich zuerst, das Geräusch käme von dort. Irgendwie aber war es doch näher …. mich durchfuhr es plötzlich!

Am Tag zuvor hatte mein Mann gemeinsam mit meinem Vater einen neuen Wasserhahn am Waschbecken im Bad direkt gegenüber eingebaut. Ich ließ sofort den Staubsauger fallen, lief hin und sah es schon. Unter dem Waschbecken sprudelte und spritzte es nur so! Die Pfütze war schon sehr groß und breitete sich mit jeder Sekunde weiter aus. Mit dem Gedanken „Da reichen keine normalen Handtücher!“ riss ich sofort den Schrank mit den Badetüchern auf, zerrte einige davon heraus und schmiss sie in die immer größer werdende Wasserlache. 

Dann lief ich, so schnell ich konnte, die Treppen hinunter in den Keller, um den Haupthahn abzudrehen. Im Vorbeilaufen griff ich mir das Telefon und konnte tatsächlich meinen Mann auf dem Handy erreichen, was nicht immer gleich möglich ist. Mit seiner Hilfe konnte ich den Haupthahn in die richtige Richtung drehen und lief wieder nach oben, wo der Wasserstrahl tatsächlich dünner wurde.

Mein Mann konnte mir dann erklären, wo sich direkt unter dem Waschbecken zwei Regler befinden, die den Wasserdurchfluss unterbinden. Danach konnte ich den Haupthahn wieder öffnen, damit die Verputzer im Bau gegenüber wieder Wasser hatten, denn die waren schon dabei, den Anschluss zu überprüfen, weil sie sich nicht erklären konnten, wieso die Versorgung plötzlich unterbrochen war. Anschließend rief ich meinen Vater an, der sofort kommen konnte und die notwendige Reparatur vornahm.

Als dann die größte Aufregung vorbei war, lief alles immer wieder an mir vorbei und mir wurde klar, dass Gott hier seine Hand über uns gehalten hatte. Was hätte nicht alles passieren können!
Was wäre gewesen, wenn das passiert wäre, während ich beim Einkaufen war? Oder während ich mich zum Kochen in der Küche befunden hätte und bestimmt eine Stunde lang nicht nach oben gekommen wäre? Das Wasser schoss ungehindert aus der Leitung und bei dieser Durchflussgeschwindigkeit hätte es nur Minuten gedauert, bis es den Flur und dann die nächsten Räume erreicht hätte. Teppichböden wären durchnässt worden und Wasser wäre unter das Laminat geflossen, nicht viel später ins Mauerwerk eingedrungen und bald danach vielleicht die Treppe heruntergelaufen … Das wollte ich mir gar nicht vorstellen.

Aber Gott hat es so gefügt, dass ich genau zur rechten Zeit im Obergeschoss war. Ich war so dankbar für diese Bewahrung vor Schlimmerem und so stiegen an diesem und an den folgenden Tagen viele Stoß- und Dankgebete zum Himmel auf. Auch jetzt kann ich kaum glauben, an was wir da vorbeigeschrammt sind und jedes Mal, wenn ich es mir bewusst mache, kann ich nicht anders als immer wieder „Danke! Danke! Danke!“ sagen.

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2 Kommentare

Obiger Bericht über die verhinderte Wasser-Katastrophe erinnerte mich an einen netten Kindermund"

Herta Schlidt

Liebe Heike Müller,
solche Alltagswunder Gottes wahrzunehmen und dafür danken zu können ist so wunderbar! Ich kenne solche Situationen auch und erzähle sie Christen und Nichtchristen, wie Sie, gerne als Zeugnis.
Danke, das Sie uns an Ihrem Erlebnis teilhaben lassen.
Ich wünsche Ihnen und uns eine alltags-wunderbare Zeit :-)

Cindy Hieß
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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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