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Sabine Langer

Mutters Plan und Gottes Überraschung

Unsere große Tochter hatte ihre Ausbildung zur Erzieherin während des Lockdowns im Frühjahr 2020 beendet. Das Zeugnis gab es Anfang Juli. Die Frage, wie es nun weitergeht, stand natürlich schon lange im Raum. Letztendlich entschied sie sich, nach Lüneburg zu ziehen, wo bereits ihre beste Freundin wohnte. Nun hieß es Job- und auch Wohnungssuche. Im September fing sie als Erzieherin in einer Krippe an und fuhr dafür vorerst jeden Tag zweieinhalb Stunden mit ihrem alten Auto.

Mir fiel es während dieser Zeit manchmal schwer herauszufinden, wann meine Unterstützung erwünscht und sinnvoll für unsere Tochter war und wann sie ihren Weg allein finden und gehen konnte. Meine Vorstellungen sahen da so anders aus! Manches Mal habe ich bei der Zimmersuche Vorschläge gemacht und auch gedrängt. Mein Lieblingssatz war: „Du musst aktiver werden – es wird niemand hier an der Tür klingeln oder anrufen und fragen, ob du dort nicht einziehen möchtest!“ So vergingen die Wochen.

Als ich bei einem christlichen Frühstückstreffen hörte, dass Mütter für ihre erwachsenen Kinder in Gemeinden nach einer Wohnmöglichkeit fragten, wurde mir deutlich, dass das eine wirklich gute Idee war. Zwar hatte ich auch schon daran gedacht, aber das wäre ja wieder ein Einmischen von mir gewesen und das wollte ich doch vermeiden. Nun machte ich aber den Vorschlag und unsere Tochter war einverstanden, dass ich mal nachfragen würde. Die Gemeinden waren schnell im Internet gefunden und per E-Mail kontaktiert. Aber leider konnte niemand etwas anbieten oder vermitteln. Wieder vergingen einige Wochen.

Da klingelte eines Tages das Familientelefon. Ein Vermieter aus einer Gemeinde in Lüneburg hatte überlegt, dass es in der WG in seinem Haus noch ein Gästezimmer gebe. Es sei nur eine vorübergehende Möglichkeit, aber das Zimmer wäre frei. Nun wurde ich tatsächlich direkt gefragt, ob unsere Tochter dort vielleicht einziehen möchte. Da musste ich schmunzeln und dachte nur: Gott, du bist echt witzig! Nun ist das passiert, was ich niemals gedacht hätte – dass sich bei uns jemand meldet und eine Wohnmöglichkeit anbietet. Zwar hatte ich den Kontakt hergestellt, aber ich konnte rein gar nichts arrangieren.

Es war dann alles genau richtig für den Start unserer Tochter in Lüneburg: Dieser Weg, der Zeitpunkt, das Zimmer, die WG, ein Haus mit netten Leuten aus der Gemeinde. Danke, Herr, für diese Überraschung!

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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

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