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INFOS

Carolin Schmitt

Hilfe zur rechten Zeit

Anfang März waren wir als Familie bei einem Kurzeinsatz in Kairo. Nach einer sehr bewegenden Zeit traten wir schließlich am letzten Ferientag die Heimreise an. Nichtsahnend fuhren wir zum Flughafen, checkten ein, ließen die Sicherheitsmaßnahmen hinter uns und standen pünktlich etwa eine Stunde vor Abflug am Gate. Plötzlich erschien auf der Anzeigetafel, dass unser Flug ausfallen und voraussichtlich zweieinhalb Stunden später eine andere Maschine nach Frankfurt fliegen würde. Etwas enttäuscht legten wir Taschen und Jacken ab und ließen uns im Wartebereich nieder. Irgendwann wurden von der Fluggesellschaft Sandwiches und Getränke verteilt, was uns sehr verunsicherte. Ob wir heute überhaupt noch nach Deutschland kommen?

Noch dazu erfuhren wir über eine Nachrichten-App, dass in Deutschland starke Stürme wirbelten und zahlreiche Flüge ausfielen. Ich betete, dass wir am Nachmittag fliegen könnten und noch an diesem Tage nach Hause kommen würden. Schließlich hoben wir mit vier Stunden Verspätung von der Startbahn Kairo in Richtung Frankfurt ab. Etwa eine halbe Stunde vor dem Landeanflug machten sich die Sturmböen in Deutschland bemerkbar und uns wurde es etwas flau in der Magengegend. Noch dazu hatten wir keine Landeerlaubnis und der Pilot musste eine Schleife fliegen, die uns weitere zwanzig Minuten in der Luft kostete.

Die Turbulenzen wurden immer heftiger und ich betete ohne Unterbrechung, dass Gott dem Pilot beistehen möge und er das Flugzeug sicher landen kann. Als die Maschine endlich Boden unter den Füssen hatte, gab es tosenden Applaus – alle Insassen waren dankbar und froh. Dann hieß es aussteigen, Sicherheitskontrollen durchlaufen und Gepäck abholen.

Fassungslos blickten wir am Ausgang auf die Anzeigetafel der Deutschen Bahn. Sämtliche Züge nach Süden und Norden fielen wegen des Sturms aus. Es gab keine einzige Verbindung, um vom Flughafen wegzukommen. Wir saßen fest. Frustriert überlegten wir, was wir machen könnten. Am nächsten Tag stand die Schule der Kinder und unsere Arbeit pünktlich um acht Uhr an. Wir waren ratlos. In diesem Moment hörte ich den Signalton meines Handys. Eine WhatsApp-Nachricht eines Freundes, der bereits einen Tag zuvor heimgereist war, kam in unserer Kairo-Gruppe an. Folgende Zeilen standen dort: „In den Nachrichten kam gerade, dass etliche Strecken gesperrt sind. Ich kann euch anbieten, euch mit dem Auto am Flughafen abzuholen. Bernd.“

Ich hätte schreien können vor Freude und sagte zu meinem Mann: „Das ist ein Engel von Gott. Dieses Angebot nehmen wir sofort an!“ Dankbar und überglücklich stiegen wir etwa eineinhalb Stunden später in das Auto von Bernd und konnten uns noch vor Mitternacht ins heimische Bett kuscheln. Gott ließ die turbulente Heimreise mit unglaublichen Alltagswundern großartig enden!

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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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