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Esther Lieberknecht

Gott hat viele Augen

Unser sechsjähriger Enkel hat viele Fragen über Gott. Wir versuchen, sie so kindgemäß wie möglich zu beantworten. Selbst unsere Schwiegertochter schickt ihn mit seinen Fragen zu Opa und Oma. Nach dem Gebet zum Mittagessen wollte er wissen, was Gott alles sehen kann. Es wurde ein Fragespiel daraus: Kann Gott die Oma sehen? Kann Gott die Mama sehen? Kann Gott den Papa sehen? „Oh“, meinte mein Enkel, als wir alle Fragen mit einem Ja beantwortet hatten, „dann muss Gott ja viele Augen haben!“

Ja, Gott hat viele Augen. Unser Enkelkind hat eine tiefe Wahrheit ausgesprochen. Mich hat das sehr zum Nachdenken gebracht. Wie sehr glaube ich, dass Gott viele Augen und viele Ohren hat? Vertraue ich darauf, dass er mich mit meinen kleinen und großen Sorgen sieht? Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Sorgen bei ihm gesehen sind?

Kürzlich machte ich mir Sorgen um unseren Sohn. Er war über längere Zeit am Handy nicht erreichbar. Ich wollte keinen Druck ausüben und gab es auf, ihn immer wieder erreichen zu wollen. Jetzt wurde es praktisch: Glaubte ich, dass mein Sohn in Gottes Hand war? Verließ ich mich darauf, selbst wenn ich kein Lebenszeichen von ihm bekam? Mein Vertrauen wurde auf die Probe gestellt. Letztendlich hat mir Gott durch eine Freundin geholfen. Sie wusste nichts von meinen Sorgen um meinen Sohn, doch sie schrieb mir: „Bitte lies Tag 30 in diesem Andachtsbuch.“ Ich tat es und hielt die Luft an. Das war genau das, was ich hören musste. Dort stand: „Du, Herr, bist alles, was ich habe. Du gibst mir alles, was ich brauche (Psalm 16,5).“ Und der Autor schrieb: „Alles, was du hast, ist vorübergehend – deine Kinder, dein Haus, dein Ehemann, alles. Was dir vermeintlich gehört, ist dir nur anvertraut und geliehen worden. Nur wenn du loslässt, kannst du in der Wahrheit Gottes leben. Nur wenn du loslässt, was du nicht hast, dann bist du frei, Gott und seine Segnungen zu haben.“

Nun übte ich mich darin, meinen Sohn loszulassen und Gott zu überlassen. Ich musste nicht lange warten und unser Sohn meldete sich aus freien Stücken, ohne dass ich ihn angerufen hätte.

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2 Kommentare

Kann man erfahren, welches Andachtsbuch die Autorin
benutzt?
Vielleicht mit Angabe von Titel, Autor und Verlag?
Das würde mich interessieren.

Vielen Dank und ein gutes Wochenende,

M. Müller

Magdalena Müller

Das Andachtsbuch ist von Jonathan Cahn, Der Lehrer und sein Schüler -365 Glaubensgeheimnisse, media worldwidewings
Es ist gerade mein täglicher Begleiter und schenkt mir tiefe geistliche Erkenntnisse.
Liebe Grüße
Esther Lieberknecht

Esther Lieberknecht
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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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