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Deborah Pulverich

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Am letzten Sonntag waren wir mit der Familie meines Mannes zum Essengehen verabredet. Da die Regierung bereits empfohlen hatte, größere Zusammenkünfte zu vermeiden, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, waren kaum Gäste in der kleinen Pizzeria. Nur ein weiterer Mann ließ sich an dem Zweiertisch neben uns nieder. Er blieb allein und während wir auf unser Essen warteten, fiel mir auf, dass er unseren Gesprächen lauschte.

Als wir versehentlich ein Glas umstießen und uns über unser eigenes Ungeschick lustig machten, stimmte er in unser Lachen mit ein. Doch dann krümmte er sich plötzlich, als hätte er schlimme Schmerzen. Besorgt erkundigten wir uns, ob es ihm gut gehe. Da erzählte er uns, dass er vor Kurzem operiert worden war. Nun könne er nicht nach Hause zu seinem kranken Sohn fahren, da er nicht riskieren dürfe, sich bei ihm anzustecken.

Wir unterhielten uns noch ein wenig, bis die Kellnerin unsere Bestellung brachte. Während des Essens gab es noch viele lustige Situationen und Geschichten, die uns zum Lachen brachten – und immer lachte unser Tischnachbar trotz Schmerzen herzhaft mit. Als schließlich der Nachtisch verputzt war, stand er auf, verabschiedete sich und sagte: „Ich hatte lange nicht mehr solchen Spaß, vielen Dank dafür!“

Diese Begegnung ging mir noch lange nach. Es berührte mich, wie unsere Freude diesen Mann angesteckt und ihm ein fröhliches Herz in dieser schweren Zeit geschenkt hatte. Wegen der Warnungen hatten wir zuvor überlegt, unsere Verabredung zu verschieben. Jetzt war ich dankbar, dass wir dort gewesen waren, denn Gott hatte uns gebraucht, um einem Menschen ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen.

In Zeiten von Quarantäne und sozialer Distanz beginnen viele Menschen, sich einsam zu fühlen. Aber in jeder Krise liegt auch eine Chance: Wenn wir, wo es möglich ist, einander gerade in solch einer bedrückenden Situation in Wertschätzung und Liebe begegnen, dann werden vielerorts Menschen das Wunder erleben, wie aus geteilter Freude doppelte Freude wird.

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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

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