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INFOS

Miriam Burklin

Eine Therapeutin vom Himmel

Ich habe schon mein Leben lang mit Ängsten zu kämpfen. Versagensängste, Verlustängste, Zukunftsängste. Dass es Menschen gibt, die nicht alltäglich damit zu kämpfen haben, war mir lange nicht bewusst. Meine Gebete bestimmt oft das Flehen um Frieden und Ruhe vor einer Angstsituation. Letztes Jahr habe ich mich dann endlich überwunden, zu einer Therapeutin zu gehen und meine Vermutungen haben sich bestätigt: Ich habe eine Angststörung. 

Obwohl diese Diagnose für viele ernüchternd und deprimierend sein kann, war es für mich eine große Erleichterung. Das, womit ich schon seit Jahren zu kämpfen habe, ist eine psychische Störung und nicht nur ein ängstlicher Charakter. Das bestätigt zu bekommen, hat sich angefühlt, wie der erste Atemzug von frischer Luft, wenn man nach dem Aufstehen das Fenster öffnet. 

Meine Therapeutin ist eine Gebetserhörung und ein Wunder. Normalerweise braucht es Monate, um überhaupt einen Termin zu finden – und oft noch länger, um den „richtigen“ Therapeut zu finden. Durch eine gute Freundin bekam ich Kontakt zu einer Therapeutin, die mich gleich drei Tage nach meiner ersten E-Mail zurückrief und einen Termin für ein Erstgespräch vorschlug. Nach unserem ersten Treffen erklärte sie mir, dass es erstmal eine Weile dauern würde, bis ich eine Therapie anfangen könnte, da sie keinen Platz hatte. Sie gab mir ein paar Kontakte von anderen Therapeuten, bei denen ich ebenfalls einen Termin zum Erstgespräch vereinbaren konnte. Das Wochenende, das auf das Gespräch folgte, war mit gemischten Gefühlen durchzogen. Ich betete, dass Gott mir Mut schenkt, mich bei anderen Therapeuten vorzustellen und mir den richtigen Therapeuten zu schicken, wo alles „passt“. 

Am Montagmorgen bekam ich einen Anruf. Es war die Therapeutin, bei der ich mich am Freitag erst vorgestellt hatte. Durch einen Zufall war ein Termin montagvormittags frei geworden und ich konnte sofort meine Therapie starten. Ich war vollkommen überwältigt. Gott hatte mein Gebet schneller erhört, als ich es mir vorstellen konnte! Gott schenkte mir eine Therapeutin, bei der ich mich gut verstanden und aufgehoben fühlte. 

Mein Alltag hat sich seit der Therapie verändert und ich habe erste Fortschritte gemacht. Ein weiteres kleines Alltagswunder wurde mir von Gott geschenkt: Ich konnte anderen Frauen die Scheu nehmen, über die mentale Gesundheit und Therapie zu reden und ermutigen, sich den Ängsten zu stellen. 

Mir wurde oft geraten, „einfach“ mehr zu beten, damit die Ängste weg gehen. Ich bin sicher, dass Gott mir diese Therapie geschenkt hat, um meine Angststörung anzugehen. Ja, Gott kann Angst nehmen und Frieden schenken, aber er stellt auch Menschen zur Seite, die helfen können. Ich habe noch einen langen Weg vor mir, aber ich weiß, dass ich es schaffen kann, meine Ängste mit Hilfe von Gott und der Therapie zu überwinden.

Mehr Artikel zum Thema Angst gibt es in der aktuellen Lydia.

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Ich kann mich sehr gut damit identifizieren, vor allem mit den Vorurteilen, die Christen und Nichtchristen haben. Einige Leute in meiner Gemeinde wissen von meiner Krankheit, aber die Mehrheit weiß es nicht. Es wäre schön, wenn ich allen davon erzählen könnte, aber ich bevorzuge es, vorsichtig zu sein und mir die Leute, die ich einweihe, sorgfältig auszusuchen.

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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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