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INFOS

Ingrid Kastirr

Ein klares Wort

In unserem neunten Ehejahr gab Gott uns die Gelegenheit, ein Fertighaus zu bauen. Wir hatten zu dieser Zeit drei kleine Kinder und das vierte war unterwegs. Zunächst ließen wir nur das Untergeschoss ausbauen. Weil alle Teile vorgefertigt waren, stand das Haus in einer Woche fix und fertig da. Viele Arbeiten im Keller und im Garten erledigten wir mit Hilfe unserer Eltern.

Ein paar Jahre später wurde es Zeit, dass wir auch das Obergeschoss benutzen konnten, denn unsere Älteste war nun zwölf Jahre alt und wir wollten für meine Eltern Platz schaffen, damit sie zu uns kommen könnten, wenn es nötig wäre. Der Plan der Fertighaus-Firma für den Ausbau sah vor, dass ein großes Zimmer, als „Durchlauf“ genutzt werden sollte. Das gefiel uns nicht, deshalb begannen mein Mann und ich, einen anderen Grundriss auszutüfteln. Mein Mann hatte die Idee, den Ausbau selbst zu machen. Er ist Vermessungsingenieur und kein geborener Handwerker. Weil er es genau nimmt, dauert alles dann etwas länger. Außerdem hatte er in unserer Kirchengemeinde noch mancherlei Aufgaben. Ich versuchte ihn zu überzeugen, dass er ja nur am Abend und samstags handwerkern könnte, damit auch noch Zeit für seine Kinder übrig bliebe. Wir beteten um die richtige Entscheidung.

Ich denke, jeder Mensch hat seine eigene Art, mit Gott Verbindung aufzunehmen. Mein Mann bittet zum Beispiel Gott um eine Antwort und schlägt dann in dieser Erwartung seine Bibel auf. Ich mache das nicht so, sondern merkte auf andere Weise, was der Herr mir zu sagen hat. Ich staune aber immer wieder, wie Gott auf Horsts Bitte eingeht. Als wir zum Beispiel einmal uneins waren wegen irgendetwas, schlug Horst die Bibel auf und las das Wort aus Sprüche 5,18: „Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast!“ Wir mussten beide lachen über dieses Wort, aber es war eine Antwort für ihn.

Nun, als es um den Ausbau unseres Hauses ging, machte Horst es wieder so – und was las er in Haggai 1,4? „Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während mein Haus in Trümmern liegt?“ Das war ja genau unsere Situation: Wenn Horst selbst am Haus arbeiten würde, jeden Tag, jede freie Minute, dann bliebe lange keine Zeit, um für den Herrn und die Gemeinde etwas zu tun.

Kurze Zeit später kam ein Brief meiner Eltern: „Wir möchten doch den Ausbau der Fertighaus-Firma übergeben, sie würden uns auch finanziell unterstützen!“ Jetzt war uns ganz klar, was wir tun sollten. Zwei Spezialisten mit den modernsten Geräten brauchten gerade einmal vier Wochen, um den Ausbau zu stemmen. Wenn wir an diese Zeit zurückdenken, freuen wir uns noch im Nachhinein, wie klar uns Gott geführt hat. 

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Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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