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Daniela Merkert

Begegnung im Flugzeug

Müde und erschöpft ließ ich mich in den Flugzeugsitz fallen. Hinter mir lagen zwei Wochen unvergesslichen Urlaubs in Tansania. Ich hatte eine Freundin auf ihrer Missionsstation besucht und wir waren zusammen nach Burundi und Ruanda gereist. Geschafft von den vielen Eindrücken und Erlebnissen hoffte ich nun auf eine gute Heimreise und einen ungestörten Nachtschlaf. Doch mitten im Flug wachte ich auf. Eindringlich meldete sich eine innere Stimme in mir.

Sie drängte mich, ein Gespräch mit meiner Sitznachbarin anzufangen. Ich versuchte die Stimme zu ignorieren, denn ich hatte ja meinen Schlaf verdient und mir war nicht danach zumute, mitten in der Nacht ein Gespräch mit einer völlig fremden Person anzufangen! Doch die innere Stimme nagte weiter an mir und hielt mich wach. Was, wenn Gott zu mir spricht?, überlegte ich. So schaute ich mir meine Sitznachbarin genauer an und begann ein zaghaftes Gespräch mit ihr.

Alisha kam aus Uganda und arbeitete als Deutschlehrerin an einer Schule. Sie war zu einem vierwöchigen Deutschstudium unterwegs. Die ganze Familie war sehr stolz auf sie, da sie als erstes Familienmitglied eine Reise ins Ausland unternahm. Sie erzählte mir, dass ihre Verwandten eine beachtliche Summe von 140 Euro für diese Reise gesammelt hatten. Von diesem Geld wollte sie größtenteils Geschenke für ihre Verwandten kaufen. Sie erzählte mir dann unbesorgt, dass sie ein Taxi vom Frankfurter Flughafen nach Nürnberg zu ihrer Gastfamilie nehmen würde. Ich musste in mich hinein schmunzeln. In Afrika war das Taxi ein bevorzugtes Fortbewegungsmittel und zudem sehr preisgünstig. Doch in Deutschland sah das etwas anders aus!

Da ich selbst für einige Jahre in Afrika gelebt habe, konnte ich mich gut in ihre Situation hinein versetzen. Ich erklärte ihr, dass das Taxifahren in Deutschland sehr teuer ist und ihr Geld nicht ausreichen würde. Meine Sitznachbarin wurde blass und große Sorgenfalten machten sich auf ihrem Gesicht breit. Ich versprach ihr, sie solle sich keine Sorgen machen und ich würde ihr helfen. In Frankfurt angekommen suchten wir eine Zugverbindung vom Frankfurter Flughafen nach Nürnberg heraus. Ich kaufte ein Ticket für sie und rief ihre Gastfamilie an, die sich schon Sorgen gemacht hatte und versprach, Alisha am Bahnhof abzuholen. Mit Tränen in den Augen und voll Dankbarkeit verabschiedete sich meine neue Freundin von mir.

Es sind solche unscheinbaren Begebenheiten im Alltag, in denen Gott uns  zur Seite stehen und wissen lassen möchte: Er ist für uns da. Und manchmal wählt  er dazu einfach den richtigen Sitznachbarn im Flugzeug für uns aus.

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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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