Warenkorb
 
Ihr Warenkorb enthält zurzeit noch keinen Artikel.
 
 
INFOS

Beate Nordstrand

Allein in Paris

Unsere älteste Tochter war auf dem Weg zu einem Auslandssemester in Frankreich. Mit zwei wuchtigen Koffern und einer bleischweren Schultertasche bepackt, fuhren wir sie in Würzburg zum Bahnhof.
Weil sie nur einmal in Paris umsteigen musste, war sie sicher, den Weg auch mit so viel Gepäck bewältigen zu können. Wir Eltern halfen ihr noch, alles gut im Zug zu verstauen, und vertrauten darauf, dass das schon irgendwie klappen würde.
Das Aussteigen in Paris war auch kein Problem. Am Pariser Bahnhof suchte sie nach dem Gleis für die Weiterfahrt, aber konnte es einfach nicht finden. Mit ihrem Schulfranzösisch erkundigte sie sich am Schalter, wo der Anschlusszug abfahren würde.
Erst jetzt wurde ihr klar, dass Paris mehrere Bahnhöfe hat. Für die Weiterfahrt musste sie zu einem weit entfernt liegenden Bahnhof gelangen. Ohne die bequemen Gepäckwagen, die auf den Bahnhöfen stehen, würde das ganz schön schwierig werden.
Aber angesichts der Abfahrtszeit des gebuchten Zuges machte sie sich tapfer auf den Weg. Es war weit, die Koffergriffe schnitten ihr in die Handflächen, sie konnte fast nicht mehr weitergehen, aber die Zeit lief. Plötzlich tauchte ein Mann auf. Er erkundigte sich freundlich nach ihrem Ziel und bot ihr seine Hilfe an. Er trug beide Koffer, begleitete sie bis zu ihrem Sitzplatz im Zug und verstaute das Gepäck. Dann verschwand er wieder.
Als unsere Tochter mir am Telefon erzählte, was sie erlebt hatte, fragte ich mich, ob Gott ihr einen Engel geschickt hatte. Ich selbst hatte einmal ein ähnliches Erlebnis, bei dem ich mich oft gefragt habe, ob das ein Mensch oder ein Engel gewesen ist, der mir zur richtigen Zeit am richtigen Ort geholfen hat.
Ein Nachbar war so schwer erkrankt, dass man ein Pflegebett im Wohnzimmer aufstellen wollte. Es war vormontiert im Hof abgestellt worden und man hatte mich gebeten, beim Tragen zu helfen. Doch das Bett war so sperrig, dass es uns nicht gelang, durch die Eingangstür zu kommen. Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts ein Mann auf, fasste an der richtigen Stelle zu und ein paar Sekunden später war das Bett im Wohnzimmer und der Mann verschwunden. Wir haben ihn nicht gekannt.
In beiden Fällen kann ich nicht sagen, woher die Hilfe kam. War es ein Mensch, den Gott im richtigen Moment vorbeigeschickt hat? War es ein Engel? Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich genau: Wenn wir beten, hört Gott und schickt uns seine Antwort.

„Danke” an die Autorin

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Mit einem Klick sagen Sie der Autorin „Danke!“:

Was denken Sie?

Wir freuen uns über Ihre Gedanken und Kommentare zu diesem Beitrag!

Ihre Gedanken zu dem Artikel?

Content ".nncomments-popover-content" wird per jQuery ersetzt.

Wir freuen uns über jeden Beitrag! Der Text erscheint inkl. Ihres Namens (falls angeben) auf der Lydia-Webseite. Weitere Informationen über die Speicherung der Daten finden Sie unter Datenschutz.

3 Kommentare

Bewegend!

Denise

Als Kind erlebte ich auch eine solche Situation. Als ich aus einem Keller mein sehr schweres Fahrrad die Treppen hoch tragen wollte gelang es mir einfach nicht. Auch nach 10-minütigem kräftezehrendem Probieren nicht. Im letzten Aufschrei: Lieber Gott bitte hilf mir doch jetzt, habe ich erneut einen letzten Versuch gemacht. Und was ich dann erfuhr kann ich noch heute sehr real nachempfinden. Ich nahm das Fahrrad am Lenker und am Einstieg, und über meine Hand am Einstieg legte sich eine unsichtbare Hand, ich fühle sie noch heute, und ich trug es leicht wie eine Feder hinauf. Das darf ich dankbar in meinem jetzigen Alter noch immer erinnern.

hanne

Vor Jahren war ich auf der Autobahn unterwegs Richtung Basel und weiter zum Thuner See zu einer Familienfreizeit. Im Auto waren meine beiden Söhne und ein Freund vom Älteren. Zügig unterwegs auf der mittleren Spur platzte ein Hinterreifen. Es schlingerte und im Normalfall komme ich da in Panik. In diesem Moment war mein Verstand völlig ausgeschalten, ich nahm kaum war was los ist und "jemand anderes" steuerte das Auto sicher auf den Standstreifen und wir kamen unbeschadet zum Stillstand. Als Bonbon war es eine Stelle, wo es viel gerodeten Platz gab zum ausweichen und zurücktreten bis der ADAC kam. Mit dem Notreifen und niederem Tempo setzten wir die Fahrt fort und kamen als Letzte, aber freudig erwartet an. Handys gab es noch nicht in dieser Zeit. Ich war überzeugt, dass Jesus selber das Steuer in die Hand nahm und vor allem mich ausblendete.
Margret Trojer

Margret Trojer
Was denken Sie?

Alltagswunder

Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

In unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

3

Kommentare

Schreiben Sie uns!
Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen, Anregungen und Gedanken zu diesem Artikel!