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Ingrid Kastirr

(K)eine Nebensache

Manchmal sagen die Leute: „Du kannst doch Gott nicht mit solchen Kleinigkeiten belasten, wie einem verlorenen Schlüssel oder deinem Alltagskleinkram!"  „Wieso nicht?“, entgegne ich dann. Wenn er unser Vater im Himmel ist, dann kümmert er sich auch um die kleinen Dinge, genau wie ein guter, irdischer Vater. Ich jedenfalls habe schon oft erlebt, dass er mich in „nebensächlichen“ Dingen überrascht hat. Von einem Beispiel möchte ich erzählen.

Zwei Tage vor dem 32. Hochzeitstag unseres Sohnes und seiner Frau, trafen wir uns mit den beiden. Sie wollten den Tag nur zu zweit feiern, aber am Tag vor dem Fest waren wir bei einer Bekannten verabredet. Nun saß ich in unserer Küche und dachte nach, womit wir dem Ehepaar, außer einem Geldschein, eine Freude machen könnten. Mir fiel nichts ein. Da betete ich: „Vater im Himmel, hast du keine Idee, womit wir den Zweien eine Freude machen könnten?"

Da fiel mir auf einmal ein, dass oben auf dem Küchenschrank ein Plastikkoffer mit einem schönen Küchengerät stand. Ich hatte für eine Witwe in der ersten Zeit nach ihrem Verlust mitgekocht, damit sie sich nicht so einsam fühlte. Sie schenkte mir darum zu Weihnachten dieses Gerät. Als ich es ansah und aus dem Plastikkoffer nehmen wollte, war es für meine kranken Hände jedoch zu mühsam, die stramm sitzenden Einzelteile aus der Halterung zu nehmen, darum sagte ich zu meinem Mann: „Meine alten Geräte halten sicher noch, bis ich nicht mehr kann. Sei so lieb und hole es für mich heraus!"

In meinem Vorrat fand ich noch ein Kochbuch, das ich auch mal von jemandem geschenkt bekommen hatte. Es war die Anleitung für ein Küchengerät, aber ich hatte keine Ahnung gehabt, dass es zu eben diesem Gerät im Koffer gehörte. Ich schrieb ein kleines Hochzeitstagsgedicht und wir legten alles in eine Tasche für den nächsten Tag.

Als wir bei unserer gemeinsamen Bekannten Brigitte zu Besuch waren, hörte ich unsere Schwiegertochter in der Küche mit ihr erzählen und lachen. Als sie sich im Wohnzimmer zu uns setzten, fragte Brigitte unsere Schwiegertochter: „Hast du eigentlich auch solch ein schönes Küchengerät?" „Nein, das ist mir zu teuer!", war die Antwort. Mein Mann und ich wechselten einen Blick. Schnell holte er die Tasche aus dem Auto und als wir das Geschenk überreichten, war die Freude übergroß!

Ich war einfach sprachlos, wie herrlich unser Vater im Himmel die ganze Sache eingefädelt hatte. Er sagt doch: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet!" (Jakobus 4,2) Meine  Bitte hat Gott an diesem Tag erfüllt. Keine ist ihm zu klein!

 

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1 Kommentar

Dieses Erlebnis mit dem Küchengerät habe ich aufgeschrieben. Im Text wird nicht klar:Unsere Schwiegertochter hat sich im Stillen immer so ein Küchengerät gewünscht, aber wir wussten nichts davon. Genau das, was sie liebendgerne haben wollte, das lag auf unserem Schrank und sie bekam es mitsamt der Beschreibung!!

Ingrid Kastirr
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Gott handelt – nicht immer so spektakulär, wie wir es vielleicht erwarten, manchmal nur ganz leise und unaufdringlich. Doch wenn er es tut, ist es immer ein Wunder, das alles verändern kann.

Auf unserem Blog „Mein Alltagswunder“ erzählen Lydia-Autorinnen von diesen wunder­baren, kleinen Momenten mit Gott, die ihren Alltag erhellt haben.

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