Kleine Dankbarkeitsübung

 

 

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„Dieses Wetter ist ja nicht zum Aushalten!“ Kennen Sie diesen Seufzer? Egal, ob herbstlicher Nebel, Schnee und Frost, Frühlingsregen oder sommerliche Hitze – der Spruch passt fast immer. Manche Menschen scheinen einfach nur dann glücklich zu sein, wenn sie etwas zum Jammern haben. Wir Wiener haben das Jammern ja quasi zur Kunstform erhoben und sogar ein eigenes Wort dafür erfunden: raunzen.

Außer dem Wetter gibt es noch viele andere gute Gründe zum Raunzen: die Steuern, der Ehepartner oder wahlweise das Fehlen eines Ehepartners. Kinder in der Schreiphase, im Trotzalter, im Schulalter, in der Pubertät oder in einem beliebigen anderen Alter. Der Arbeitsplatz. Die eigene Gesundheit … Wer lange genug in der Straßenbahn sitzt, hört eine Fülle von Raunz-Themen!
Sicher kann es befreiend sein, sich Frust und Ärger ab und zu von der Seele zu reden. Aber wenn ich mir Nörgeln zur Gewohnheit mache, wird es schnell zu meiner Lebenseinstellung. Ich betrachte die Dinge dann schon automatisch mit einem Blick der Unzufriedenheit – und bin dann auch unzufrieden.
Nun behaupte ich keineswegs, dass auf Erden alles eitel Wonne sei oder dass es niemals Grund zum Ärgern gäbe. Aber wie bei vielen Dingen kommt es auf die Einstellung an! Paulus empfiehlt: „Bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott“ (Philipper 4,6). Er gesteht also durchaus zu, dass es missliche Lagen gibt, in denen Flehen und Bitten angebracht ist. Das Geheimnis der richtigen Einstellung liegt in der Dankbarkeit!
Auch wenn ich morgens nichts als Dunkelheit, Nebel und Nieselregen erblicke, will ich dankbar sein. Wie schön, dass ich ein kuscheliges Bett und Licht habe! Danke für das frische, duftende Brötchen! Danke für Frieden in unserem Land und die lieben Menschen in meinem Leben.
Nein, die Welt ist nicht perfekt. Aber Gott beschenkt mich jeden Tag. Danke, Jesus, dass du mich liebst und erlöst hast!
So, aber jetzt entschuldigen Sie mich bitte. Ich muss jetzt etwas kochen. Ich freue mich auf das leckere Essen! Wie wunderbar, dass die Kinder auch noch Emma und Lena eingeladen haben! Ich bin froh, dass meine Mädchen so nette Freundinnen haben. Ach ja, und noch etwas: Danke für meinen Geschirrspüler!

Eva Breunig

Dieser Text erschien erstmals im Taschenkalender „Meine Zeit 2013“.

     

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