Titelgeschichte von Meggie Alisch
Ich fühle mich wohl auf meiner Lebensbühne
Meggie Alischs Markenzeichen sind ein umwerfendes Lächeln und eine fröhliche, natürliche Ausstrahlung. Ihre Leidenschaft: Medienarbeit, die Gott ins Rampenlicht rückt.
Bereits mit drei Jahren stand die Rheinländerin auf einer Bühne und begeisterte als "sprechende Feldblume" ihr erstes Publikum. Noch ahnte ihre große Familie nicht, dass Meggie einmal vor Millionen von Menschen auftreten würde.
Zunächst studierte sie erfolgreich Innenarchitektur und war als Fotomodell und Mannequin unterwegs. Bald darauf entdeckte RTL das Naturtalent und stellte sie als Moderatorin und Redakteurin ein. Sie traf Stars wie Peter Ustinov und Thomas Gottschalk und ist aus der Medienwelt nicht mehr wegzudenken:
RTL Television (Knack´ den Superpreis), VOX (Voxtours das Reisemagazin), BibelTV, DasVierte u.a. (Café Aperto). Zudem bildet sie Moderatoren und Sprecher aus und ist als Dozentin, Seminarleiterin und Coach tätig.
Für LYDIA erzählt sie ihre außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Außerdem verrät sie Persönliches aus ihrer Kindheit, von ihrem "Deal mit Gott" und ihrem Leben als Single. Offen spricht sie darüber, wie sie mit unerfüllten Wünschen umgeht, Glaubenskrisen übersteht und immer wieder neu vertrauen lernt.
"Na, du musst ja ein Glückskind sein!" Diesen Satz bekam ich als Kind oft zu hören, denn ich wurde an einem Sonntag geboren. Und dazu an einem Ostersonntag!
So manches Mal kam mir der Satz in den Kopf, wenn etwas besonders Schönes oder Unerwartetes passierte. Nur, dass ich es später nicht dem Glück oder Zufall zuschrieb, sondern als ein Geschenk von Gott betrachtete.
Ein solches Geschenk war für mich der berufliche Richtungswechsel nach meinem Studium hinein in die Medienwelt. "Wie kommt man von der Innenarchitektur zu RTL?", werde ich oft gefragt und muss mich heute noch selbst darüber wundern, wie es passierte.
Gegen Ende des Studiums kaufte ich einen Fernsehapparat. Dabei dachte ich bei manchen Moderationen, die ich sah: "Was die können, kann ich auch!" Gesagt, getan. So fuhr ich eine Woche nach meinem Diplom zu RTL nach Köln, verlangte kühn den Chef der Moderatoren und verkündete,
ich würde nicht eher weggehen, bis er käme. Das schien zu beeindrucken, denn nach einiger Zeit kam er tatsächlich.
Der Rest ging schnell: Kameratest und zwei Tage später ein Vertrag. Ich war platt. Mir war klar, dies hatte Gott eingefädelt. (...)
Wunsch nach einem Partner
Mit 25 fand ich, dass es langsam Zeit wurde zu heiraten. Kommentare oder Fragen wie: "Aber du bist doch so hübsch!" oder "Eine Frau wie du ist Single?", halfen mir auch nicht weiter, sie fingen eher an, mich zu nerven.
Inzwischen hatte ich schon einige Zeit für einen Partner gebetet. Ich hatte zwar Verehrer, aber es irritierte mich, dass sich nichts tat bzw. nicht der Richtige kam. Ich begann zu bezweifeln, dass Gott wirklich Interesse an meinem Leben hatte. So beschloss ich am Ende eines Abendgottesdienstes, mich dem Gastredner anzuvertrauen.
Ich wollte ihn bitten, für meinen Herzenswunsch zu beten, und legte ihm am Ende schüchtern meine Bitte vor. Aber er schaute mich nur an und sagte:
"Na, wer so hübsch ist wie du, kriegt doch immer einen!" Dreht sich um und geht. Ich stand da wie betäubt und war verzweifelt. Er hatte ja keine Ahnung!
Jetzt machte ich mit Gott einen Deal: "Ich bin dir treu, und du findest mir bis zu meinem 30. Geburtstag einen Ehemann." Ich wünschte mir ja auch Kinder. Für mich war also der Deal gemacht, ich war gespannt, und so verging ein Jahr nach dem anderen, indem ich mich auch sehr in meiner Gemeinde engagierte. Als ich dann 30 wurde und erkannte,
dass nichts passiert war, fiel ich in ein tiefes Loch. Ich verstand Gott nicht mehr, hatte doch fest mit ihm gerechnet. Ich war wütend und enttäuscht. War ich ihm egal? Hatte er mich nicht als Frau gemacht? Hatte er nicht gesagt, es sei besser, dass der Mensch nicht allein sei? War er überhaupt da? (...)
Dies ist ein Auszug aus LYDIA 1-2010. Lust auf mehr? Bestellen Sie LYDIA im Dauer- oder Probe-Abonnement.